Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT EPHJ-EPMT-SMT: Know-how und Synergien

Autor / Redakteur: Das Interview führte Jean-René Gonthier / Lya Bartholet

>> Auch mit dem Umzug auf das Palexpo in Genf behält das Messetrio EPHJ-EPMT-SMT, vom 5. bis zum 8. Juni 2012, seine fachliche Ausrichtung. Gewahrt wird ein vielfältiger Branchenmix, wie z. B. Zuliefererunternehmen für die Uhrenindustrie, die Mikrotechnik und die Medizintechnik, die einen regen Austausch und Synergien ermöglichen.

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Die parallelkinematisch konzipierten Roboter zeichnen sich aus durch ein extrem schnelles und präzises Handling auch von kleinsten Teilen. (EPHJ-EPMT)
Die parallelkinematisch konzipierten Roboter zeichnen sich aus durch ein extrem schnelles und präzises Handling auch von kleinsten Teilen. (EPHJ-EPMT)

Im Vorfeld der Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT, die vom 5. bis zum 8. Juni 2012 erstmals im Palexpo in Genf stattfinden wird, hat die MSM-Redaktion die Gründer dieser Messe, André Colard und Olivier Saenger, getroffen. Dabei ging es weniger um die beiden Geschäftsführer, sondern um die diesjährige Messeveranstaltung, die weiterhin auf sicherem Erfolgskurs segelt, trotz der allgemein eher schwierigen Lage der Westschweizer Fachmessen.

MSM: Welches wird der wichtigste Bereich der diesjährigen Fachmesse sein?

André Colard/Olivier Saenger: Das ist sicher die EPHJ-EPMT-SMT als Ganzes, die dieses Jahr eine sehr grosse Bedeutung haben wird. Dies, weil sie nach zehn Jahren zum ersten Mal, und wohl für lange Zeit, auf dem Messegelände der Palexpo Genf stattfinden wird und damit in neue Dimensionen vorstösst. Das zahlreich erwartete Fachpublikum aus der Schweiz und dem Ausland wird eine ausserordentlich vielseitige Ausstellung vorfinden. Zurzeit haben wir bereits jetzt mehr Aussteller bestätigt als im Jahr 2011. Unabhängig davon wird der Teil «Medtech» als eigenständiger Bereich (SMT – Swiss Medical Technologies) die Ausstellungsfläche gegenüber dem letzten Jahr verdoppeln und aller Voraussicht nach das Ziel, Genf zum Zentrum der Medizintechnik zu machen, in den nächsten Jahren erreichen.

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Wie erklären Sie sich diese Situation?

Colard/Saenger: Im Rahmen des Umzugs nach Genf wollten die Aussteller ihre Verbundenheit mit der EPHJ-EPMT-SMT möglichst rasch bestätigen und ihren Kunden mitteilen, dass sie auch in der neuen Umgebung ihre 10-jährige Tradition weiterführen. Tatsache ist, dass die Besucher wie bis anhin an dieser international bekannten Fachmesse hochkarätige Aussteller mit spezifischem Fachwissen, Know-how, interessante und vielseitige Angebote sowie originelle Ideen erwarten können. Das wird ein vielversprechender Neuanfang sein, denn der Markt hat bereits aussergewöhnlich positiv auf unsere künftige Messe im Palexpo Genf reagiert.

Wird in Genf die Anzahl der französischen Aussteller zunehmen?

Colard/Saenger: Mit Sicherheit. Das benachbarte französische Savoyen betrachtet Genf sowieso ein wenig als seine Hauptstadt und wird sich deshalb sehr auf die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT freuen. Dazu kommt die grosse Region Rhône-Alpes, eine ausserordentlich reiche Gegend, was die Mikro- und Nanotechnik angeht. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die Aussteller, sondern auch für die Besucher. Dank der internationalen Ausstrahlung und der hervorragenden Verkehrssituation von Genf werden auch Fachleute angezogen, welche sonst nicht kommen würden.

Ist die Nähe der Ingenieurschulen und der Universität in Genf ein Vorteil zur Knüpfung von intensiveren Partnerschaften? Werden Sie den Schulen, Instituten und Ausbildungszentren weiterhin ein Schaufenster zur Verfügung stellen?

Colard/Saenger: Ja, zurzeit sind wir im Gespräch bezüglich neuer Partnerschaften, doch über dieses Thema können wir ein wenig später noch sprechen. Allerdings halten wir an unserer ursprünglichen Politik fest. Wir fühlen uns der jungen Generation und der Weitergabe des Wissens sehr verpflichtet und werden deshalb den Ingenieurschulen sowie den technischen Berufsschulen weiterhin kostenlos Stände zur Verfügung stellen. Das gibt den kommenden Absolventen eine gute Gelegenheit, ihre künftigen Arbeitgeber näher kennenzulernen.

Werden Sie im Rahmen der EPHJ den Ausstellern aus der Schweiz beziehungsweise Europa weiterhin den Vorzug geben?

Colard/Saenger: Bei der EPHJ handelt es sich um den Sektor der Uhren- und Schmuckindustrie. Auch hier werden wir nicht von der seit Anfang festgelegten Politik abweichen, auch wenn wir uns dabei einer ganzen Reihe von Ausstellern verschliessen, welche wohl sehr gern von weit her angereist wären. Die Fachmesse EPHJ ist und bleibt für die Aussteller der Schweiz und Europas reserviert. Letztere kommen zum grössten Teil aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien oder Belgien. Dem gegenüber sind die Sektoren EPMT und SMT weltweit offen und werden somit von der internationalen Lage in Genf profitieren.

Dabei ist die Ausstellungsfläche im Palexpo Genf doch fast beliebig erweiterbar?

Colard/Saenger: Ja das stimmt, aber unser Ziel besteht nicht darin, über alle Massen zu wachsen. Seit Beginn war die Idee, eine Fachmesse im Bereich der Mikro- und Präzisionstechnik zu organisieren, bei welcher sowohl Aussteller wie auch Besucher voll auf die Rechnung kommen; diese Idee wird denn auch von einer weit überwiegenden Mehrheit mitgetragen. Deshalb haben wir nach der EPHJ im Jahr 2002, die EPMT im 2007 und die SMT im 2011 entwickelt. Wir haben überhaupt nicht die Absicht, weder jetzt noch in Zukunft, weiter zu diversifizieren. Unsere Fachmesse bleibt in einer überschaubaren Dimension, wo sich die Geschäftspartner in einer gelösten Atmosphäre zum Gespräch treffen können, und das soll auch so bleiben.

Welche Vorteile sehen Sie in Ihrer Organisation der Fachausstellung?

Colard/Saenger: Ich verweise Sie an die vorhergehende Frage. Was wir von Anfang an aufgebaut und logisch erweitert haben, soll den Unternehmen in den entsprechenden Fachgebieten erlauben, neue Kunden anzusprechen sowie weitere Entwicklungsmöglichkeiten im Rahmen ihres Know-hows und der Marktperspektiven aufzuzeigen. Die Aussteller des Zulieferantenbereichs suchen hauptsächlich neue Geschäftsgelegenheiten. Zudem hängen wir sehr an der freundlichen Atmosphäre der Messe, die seit Beginn unsere Ausstellungen charakterisiert und die wir trotz den Erweiterungen über zehn Jahre hinweg erhalten konnten. In diesem Sinn und Geist wollen wir fortfahren und die drei Sektoren der Messe qualitativ weiterentwickeln.

Welche Partnerschaften werden die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT 2012 besonders prägen?

Colard/Saenger: Da wären zunächst unsere traditionellen Partner wie die EPFL, A3P, BioAlps, Medical Cluster und Micronarc … Dazu kommen die Neuen wie die institutionellen Organisationen, insbesondere die Wirtschaftsförderung, die Wirtschaftskammer CCIG (Chambre de Commerce, d’Industrie et des Services de Genève) und das Amt für Industrie- und Technologieförderung OPI (Office de Promotion des Industries et des Technologies). Die Aussteller können perfekt Networking mit den Organisationen aus dem In- und Ausland betreiben. Der Kanton Genf hat das Kommen unserer Fachmesse in die Hallen Palexpo sehr begrüsst. Der zuständige Regierungsrat Pierre-François Hunger hat das wie folgt zusammengefasst: «Wir freuen uns, im Palexpo die grösste Fachmesse der Schweiz empfangen zu dürfen und versichern ihr unsere volle Unterstützung auch in Zukunft.»

Welche Beziehungen haben Sie zur Betriebsleitung von Palexpo Genf?

Colard/Saenger: Mit den Verantwortlichen und dem Team von Palexpo fahren wir auf einer Linie: professionell, effizient und dynamisch. Für das Fortbestehen der Fachmesse haben wir uns für eine langfristige Mietlösung entschieden. Die modernen Strukturen von Palexpo bieten einen sehr vorteilhaften Empfang für Aussteller und Besucher: Parkmöglichkeiten, Anschluss an die Autobahn und der Flughafen sowie der Bahnhof sind nur wenige Gehminuten entfernt. Wir sind überzeugt, dass wir damit einen Teil der Besucher gewinnen werden, welche bisher aus praktischen Gründen der Fachmesse ferngeblieben sind.

Bieten Sie spezielle Vorführungen in den verschiedenen Bereichen an?

Colard/Saenger: Wir haben natürlich wie jedes Jahr ein ausgewogenes Konferenzprogramm zu hochinteressanten Themen, die sich über unsere drei Bereiche verteilen. Dazu kommen wie jedes Jahr spezielle Vorführungen. Auch dieses Jahr werden es tolle Überraschungen sein, sowohl für die Aussteller (neben der traditionellen Einladung zur Abendveranstaltung) als auch für die Besucher. Sie verstehen sicher, dass wir uns heute dazu nicht weiter äussern werden. <<

* Chefredaktor MSM

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