Beleuchtungsindustrie: Klebstoff- und Oberflächenbehandlungslösungen Erster Technologietag für die Beleuchtungsindustrie

Redakteur: Luca Meister

Kleb- und Dichtstofftechnologien übernehmen in modernen Produkten oft eine unsichtbare Schlüsselrolle. Die Henkel AG organisierte in der Schweiz erstmals einen Technologietag für die Beleuchtungsindustrie. Die Schulung hatte das Ziel, Mitarbeitern aus Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Fertigung und Qualitätskontrolle einen besseren Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten dieses Technologiebereichs zu ermöglichen. Ausserdem wurden Einsatzgrenzen einzelner Klebstoffgruppen gezeigt.

Firmen zum Thema

Am Henkel-Workshop nahmen 22 Konstrukteure und Produktverantwortliche aus der ganzen Schweiz teil.
Am Henkel-Workshop nahmen 22 Konstrukteure und Produktverantwortliche aus der ganzen Schweiz teil.
(Bild: Henkel)

Klebetechnologien sind in allen Industriebereichen zu finden, vor allem im Automobilbau, dem Schienenfahrzeugbau, der Solar- und Windkrafttechnik sowie in der Elektrotechnik, wo sie etwa bei Leiterplatten eingesetzt werden. Die Teilnehmer am Technologietag in Egerkingen konnten die praktische Anwendung in verschiedenen Gebieten an verschiedenen Arbeitsposten gleich selber testen. Den Anwendern wurde somit auch ein Leitfaden bei der Auswahl von Produkten und Verfahren gegeben.

CREE-Kompatibilität

Henkel ist eines der wenigen CREE-zugelassenen Unternehmen mit kompatiblen Lösungen für die Fertigung von LED-Beleuchtungseinrichtungen. Die enge Zusammenarbeit mit CREE, einem Anbieter von LED-Beleuchtungslösungen usw. erleichtert das Ermitteln, Testen und Validieren von Loctite-Produkten in Bezug auf ihre Leistung bei Anwendungen mit direktem und indirektem LED-Kontakt. Produkttests haben eine überlegene Leistung von LED-Beleuchtungseinrichtungen ergeben, die Henkel-kompatible Produkte nutzen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Flüchtige organische Verbindungen (VOCs) finden sich in vielen chemischen Produkten, u. a. bei Reinigern, Schmierstoffen, Lösungsmitteln, Wärmeleitpasten sowie Kleb- und Dichtstoffen. Wenn sie bei der Montage von Leuchten zusammen mit LEDs eingeschlossen werden, können inkompatible VOCs zu Lichtstrom-Einbussen und Farbveränderungen führen und die LED-Lebensdauer verkürzen.

Diese Unverträglichkeit äussert sich in verschiedenen Abstufungen: Einige chemische Stoffe sind bei direktem Kontakt mit LEDs kritisch, wogegen es bei indirektem Kontakt, d. h. wenn sie in LED-Nähe eingeschlossen sind, keine Probleme gibt. Einige Materialien, wie Klebstoffe und Dichtmittel, können während des Aushärtevorgangs kritisch, nach der vollständigen Aushärtung jedoch verträglich sein. CREE hat ein Prüfverfahren für die Bestimmung der chemischen Verträglichkeit festgelegt. Viele Henkel-Produkte erfüllen die von CREE festgelegten Anforderungen. So können Kunden immer den richtigen Kleb- und Dichtstoff für ihre Anwendung wählen und sicher sein, dass es nicht zu Unverträglichkeiten kommt.

Die durchschnittliche LED-Lebensdauer kann bis zu 50 000 Stunden betragen. Im Vergleich dazu: Eine Glühbirne hat eine Lebensdauer von 1000 Stunden, 8000 Stunden sind es bei Kompaktleuchtstofflampen (CFLs).

Dosiertechnik

In einigen Fällen genügt es, das Produkt direkt aus der Flasche oder Tube auf die Fügeflächen aufzutragen. In anderen Fällen dagegen ist eine genauere und automatisierte Dosierung erforderlich. Zusätzlich zu diesem Standardprogramm können auch individuelle Sonderanlagen als massgeschneiderte Problemlösungen gezielt nach Wünschen konstruiert und gebaut werden.

(ID:42726849)