Mensch-Maschinen-Kollaboration

Erstes zertifiziertes Safety-Greifsystem

| Redakteur: Silvano Böni

Mit den Funktionalitäten SLS, SOS und STO ermöglichen die Schunk-Greifer-Module EGN und EZN eine sichere Mensch-Maschinen-Kollaboration auf engstem Raum.
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Mit den Funktionalitäten SLS, SOS und STO ermöglichen die Schunk-Greifer-Module EGN und EZN eine sichere Mensch-Maschinen-Kollaboration auf engstem Raum. (Bild: Schunk)

Mit den Funktionalitäten SLS, SOS und STO ermöglichen die nach DIN EN ISO 13849 zertifizierten Schunk-Greifer-Module EGN und EZN eine sichere Mensch-Maschinen-Kollaboration auf engstem Raum. In Kombination mit dem Regler ECM und dem Schunk-Safety-Modul erfüllen die einbaufertigen Safety-Greifsysteme Performance Level d sowie SIL 3 und etablieren Personensicherheit bis auf die Ebene der Aktoren.

Im Zusammenspiel mit Trittmatten, Türschaltern, Lichtvorhängen oder 3D-Kameras zur Raumüberwachung ist es mit Schunk-Safety-Greifsystemen erstmals möglich, abgestufte Schutzzonen zu definieren, ohne dass der Produktionsprozess bei zu engem Mensch-Maschinen-Kontakt durch Notabschaltungen komplett unterbrochen wird. Stattdessen gehen die Greifer je nach aktivierter Schutzzone entweder in eine sicher limitierte Geschwindigkeit oder in einen sicheren Betriebshalt. Im Gegensatz zu den am Markt vorhandenen Lösungen wird das Safety-Greifsystem auch im sicheren Betriebshalt kontinuierlich bestromt, so dass gegriffene Teile auch ohne mechanische Greifkrafterhaltung zuverlässig gehalten werden. Sobald die Schutzzone wieder freigegeben ist, schaltet der Greifer verzögerungsfrei und ohne dass die Anlage neu angefahren werden muss, unmittelbar in den regulären Betriebsmodus zurück, wodurch neuartige Szenarien der unmittelbaren Mensch-Maschinen-Kooperation ermöglicht werden.

Breites Einsatzspektrum

Das Programm der mechatronischen Schunk-EGN/EZN-2-Finger-Parallel- beziehungsweise 3-Finger-Zentrischgreifer ist komplett modular aufgebaut und deckt ein breites Spektrum an Anwendungen ab. Greifkraft, Geschwindigkeit und Fingerposition lassen sich im laufenden Handhabungsprozess flexibel regeln und steuern. Indem die Greiferfinger bereits während des Verfahrens vorpositioniert werden, können besonders kurze Taktzeiten realisiert werden. Sämtliche Module verfügen über die patentierte Vielzahnführung: mehrere, parallel angeordnete Prismenführungen ermöglichen die Aufnahme grosser Momente und minimieren sowohl den Verschleiss als auch das Führungsspiel. Je nach Baugrösse erzeugen die leistungsdichten Mechatronikmodule des innovativen Familienunternehmens Greifkräfte bis 1000 N.

Auch für raue Umgebungen

Neben der Basisversion gibt es die mechatronischen Universalgreifer auch für staubige, feuchte oder ätzende Umgebungen. Passend zur Verwendung, stehen schlepp- oder robotertaugliche Kabelsätze in unterschiedlichen Längen zur Verfügung. Als Antrieb dient ein bürstenloser Servomotor, dessen Drehbewegungen über eine Spindelmutter in eine Hubbewegung umgesetzt wird. Ein direkt an den Motor angeschlossener Resolver fragt die Position des Servomotors kontinuierlich ab und ermöglicht so eine exakte Positionierung der Greiferfinger. <<

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