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Stellenabbau EWAG AG: Über die Hälfte der Stellen gefährdet

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

Wie der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz mitteilt, beabsichtigt das zur United Grinding Group gehörende Werkzeugschleif- und Lasermaschinen-Unternehmen Ewag AG mehr als die Hälfte seiner Belegschaft abzubauen.

Die zur United Grinding Group gehörende EWAG muss über die Hälfte ihrer Stellen abbauen.
Die zur United Grinding Group gehörende EWAG muss über die Hälfte ihrer Stellen abbauen.
(Bild: EWAG)

Aufgrund ihrer starken Exporttätigkeit leidet die Schweizer Maschinenindustrie sehr stark und lange unter internationalen Wirtschaftskrisen. So schaffte es, gemäss Mittielung der Angestellten Schweiz, die Ewag AG nicht, sich von der Finanzkrise vollumfänglich zu erholen. Dazu kämen auch noch Strukturprobleme im wichtigsten Abnehmermarkt China und in der Automobil- und Zulieferindustrie. All das habe zu einer sinkenden Nachfrage nach Ewag-Produkten geführt. Die Corona-Krise, die längst auch eine Wirtschaftskrise sei, verschlechtere die Ausgangslage noch weiter, ist aus der Medienmitteilung zu entnehmen.

78 Stellen gefährdet

Die Geschäftsleitung der Ewag AG erachtet deshalb einen Abbau der 133 Stellen um 78 auf noch 55 als unvermeidbar. Die Ewag AG soll nun mit der in Steffisburg ansässigen Fritz Studer AG (auch ein Unternehmen der United Grinding Gorup) verschmolzen werden. Die Angestellten Schweiz fordern daher die neue Besitzerin auf, sich für die von der Entlassung Betroffenen zu engagieren. Zum Beispiel soll sie möglichst viele Mitarbeitende der Ewag AG übernehmen und sich auch an weiteren Unterstützungsmassnahmen beteiligen. Damit würde die Fritz Studer AG ein Zeichen der Solidarität in schweren Zeiten setzen, meint der Arbeitnehmerverband. <<

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