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Sorge um Frankenstärke kehrt zurück
Wieder mehr Sorgen machen sich die KMU über die Währungsproblematik: Zu Beginn des 3. Quartals 2012 erwarten 70% der im Rahmen der KMU-Exportperspektiven der Osec befragten Unternehmen, dass sich ihr Exportwachstum als Folge des starken Frankens verlangsamen werde. Im Vorquartal waren es 64%. Besonders sensitiv bezüglich Währungsentwicklung zeigen sich die Branchen Maschinenbau und Metallindustrie, in denen 86% respektive 83% der KMU einen negativen Einfluss erwarten. Eher resistent zeigt sich der Dienstleistungssektor, in dem nur 45% der befragten Firmen von einem negativen Einfluss ausgehen.
Frankenstärke erhöht Margendruck
81% der KMU geben an, dass der starke Franken negative Auswirkungen auf ihre Gewinnmargen hat. Im Vorquartal waren es 75%. In der Metallindustrie gaben alle KMU an, dass sie Margendruck erwarten. Ebenfalls ausgeprägt ist der Margendruck in der Chemie/Pharma (91%), der Elektrotechnik (85%), der Präzisionsindustrie (84%) und der Papierindustrie (82%). Die 19% der KMU, die keinen negativen Einfluss auf ihre Gewinnmargen befürchten, geben an, dass sie Preiserhöhungen durchsetzen oder Absicherungsgeschäfte tätigen.
Asien und Nordamerika verlieren an Zugkraft
Gemäss dem Exportbarometer der Credit Suisse haben sich die Exportaussichten für die Schweizer KMU weltweit verschlechtert. Waren im Vorquartal noch positive Impulse aus den USA zu erwarten, stehen die Zeichen derzeit nur noch in wenigen Schwellenländern, namentlich der Türkei, Russland und Indien, auf Wachstum.
Ungeachtet von Frankenstärke und Eurokrise bleibt Europa die bei weitem bedeutendste Absatzregion für Schweizer Ausfuhren. 94% der durch die Osec befragten Schweizer KMU beabsichtigen, in der zweiten Jahreshälfte 2012 nach Europa zu exportieren, gegenüber 95% im Vorquartal (Mehrfachnennungen möglich). Asien, die zweitwichtigste Destination für Schweizer Exporte, wird hingegen an Bedeutung einbüssen. 51% der Schweizer KMU werden im nächsten Halbjahr in die Region Asien-Pazifik exportieren (Vorperiode 56%).
Wichtigste asiatische Exportdestination bleibt China; allerdings liegt der Anteil mit 30% deutlich unter dem Vorquartal mit 37% der Nennungen. Nach Nordamerika dürften in den kommenden sechs Monaten 42% der KMU exportieren, 28% in die Region Naher Osten-Afrika sowie 23% nach Südamerika. <<
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