Swissmechanic Fachbeitrag zur Ergänzungsausbildung Produktionsmechaniker/in EFZ: Reinraumtechnik
>> Reinraumtechnik ist ein Technikgebiet, das sich dem Schutz bestimmter Arbeitsbereiche vor unerwünschten äusseren Einflüssen widmet. Seit Ende der 50er-Jahre wird die Reinraumtechnik über firmeninterne Entwicklungen hinaus als eigenständige Technik betrieben. Den Anstoss gab die Weltraumtechnik mit ihren Forderungen nach Miniaturisierung von Bauelementen bei gleichzeitig höchsten Anforderungen an die Funktionssicherheit der Systeme.
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Verunreinigungen, die bei Arbeitsvorgängen zur Zerstörung bzw. Unbrauchbarkeit des Endprodukts bzw. zur Beeinträchtigung der am Arbeitsprozess beteiligten Personen führen können, sind neben gas- bzw. dampfförmigen Komponenten feste oder flüssige Partikel unterschiedlicher Grösse, die sich auf festen Oberflächen absetzen oder in Fluide (eine Substanz, die einer beliebig langsamen Scherung keinen Widerstand entgegensetzt) eindringen.
Warum Reinraumtechnik
Zunehmend schärfere industrielle Anforderungen führen in vielen Produktionszweigen zu einer ausserordentlichen Verfeinerung der angewandten Technologien und der Verfahrenstechniken. Die eingesetzten Methoden werden hierbei ständig präziser und wirkungsvoller gestaltet. Zur Erfüllung des Anspruchs, Spitzenqualitäten bei gleichzeitiger Massenfertigung herzustellen, sind jedoch wesentlich genauere Randbedingungen der Fertigung einzuhalten. Daher ist die Forderung, die Produktionsstätte staub- und keimfrei zu halten, von grosser Wichtigkeit. Dies begründet die in den letzten Jahren überdurchschnittliche Zunahme von Anwendungen der Laminar–Flow-Technologie bzw. der Reinraumtechnik selbst. So entwickelt die Elektronikindustrie miniaturisierte elektronische Halbleiterbausteine mit grossem Funktionsvermögen (Mikrochips), während die Feinstwerktechnik kleinste Bauelemente mit hoher Präzision verwendet. Eine Fertigung dieser Teile unter unkontrollierter Luft würde zum Ausschuss führen oder die Funktion beeinträchtigen.
Die Präparate zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten haben einen kaum zu überbietenden Stand erreicht. Sie bedingen daher einen hohen Grad an Asepsis (Keimfreiheit). Staub und insbesondere Mikroorganismen mindern die Qualität dieser Produkte oder stellen sie gänzlich in Frage.
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