18. Swissmem-Industrietag Fachkräfte, Freihandel, Zukunftsmärkte

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Rund 1200 Führungskräfte aus Industrie, Politik und Wissenschaft folgten der Einladung zum Swissmem-Industrietag im Kursaal Bern. Mit Bundesrat Guy Parmelin, dem indischen Handels- und Industrieminister Piyush Goyal und dem früheren US-Aussenminister Mike Pompeo traten gleich drei amtierende bzw. ehemalige Regierungsmitglieder auf. Neben den aktuellen geopolitischen Themen stand die Berufslehre der Zukunft im Mittelpunkt.

(Bild:  Kensho Fotografie)
(Bild: Kensho Fotografie)

Der 18. Swissmem-Industrietag stand unter dem Titel «Skills Next Level – Berufslehre der Zukunft». Im Fokus stand die grosse Bedeutung der dualen Berufsbildung für die Schweizer Tech-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sowie verwandte Technologiebranchen), den Wirtschaftsstandort Schweiz und die gesellschaftliche Stabilität.

Impressionen vom 18. Swissmem-Industrietag
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Am Anlass wurde das Projekt «FUTUREMEM» vorgestellt, mit dem acht technische Industrieberufe revidiert werden. Ziel des Projektes ist es, die Ausbildung konsequent auf die Anforderungen der digitalen und vernetzten Arbeitswelt auszurichten. Die überarbeiteten Berufslehren fokussieren sich auf Handlungskompetenzen, sind modular aufgebaut und stärker individualisierbar. Sie orientieren sich an realen Arbeitssituationen und befähigen die Lernenden, Gelerntes direkt in der Praxis anzuwenden. Das Projekt «FUTUREMEM» steht kurz vor dem Abschluss: Ab August 2026 werden die ersten Lernenden ihre Ausbildung auf Basis der revidierten Berufsbilder beginnen.

Swissmem Präsident Martin Hirzel betonte in seiner Rede: «Wir brauchen junge Menschen, die technikbegeistert, neugierig und zupackend sind. Die revidierten Berufslehren eröffnen berufliche Perspektiven in einer dynamischen Branche und bilden die Basis für Weiterbildungen sowie den beruflichen und sozialen Aufstieg.»

Erfolgsfaktoren für die Schweizer Tech-Industrie

Neben der Berufsbildung standen die aktuellen geo- und handelspolitischen Entwicklungen im Fokus des Industrietages. Für die Schweizer Tech-Industrie, die 80 Prozent ihrer Güter exportiert, ist der hindernisfreie Zugang zu den Weltmärkten essenziell. Angesichts des weltweit zunehmenden Protektionismus wertete Martin Hirzel das 2024 abgeschlossene Freihandelsabkommen mit Indien als einen Segen. Entsprechend bildete der Auftritt von Piyush Goyal einen der Höhepunkte des Anlasses. Der indische Handels- und Industrieminister würdigte die guten Beziehungen des bevölkerungsreichsten Landes mit der Schweiz und sprach vom grossen Potenzial der künftigen Zusammenarbeit.

Mit Nachdruck forderte Martin Hirzel im Anschluss weitere Freihandelsabkommen. Im Fokus steht zurzeit der Abschluss mit den Mercosur-Staaten. Dieser muss rasch erfolgen, weil die EU der Schweiz hier einen Schritt voraus ist.

Am Vormittag des Industrietages fand ein Roundtable mit beiden Ministern und mehreren Dutzend Industrieunternehmen zu den Themen Investitionen und Handel statt. In diesem Rahmen vereinbarten die Schweiz und Indien, gemeinsam an der Effizienzsteigerung und Kostenreduktion der aufwändigen administrativen Anforderungen des Bureau of Indian Standards (BIS) zu arbeiten.

Den Abschluss des Industrietages bildete der Auftritt von Mike Pompeo, ehemaliger US-Aussenminister und CIA-Direktor. Er analysierte die jüngsten geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Schweiz und Europa.

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