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Fakuma: Die Welt der Kunststoffverarbeitung

Redakteur: Anne Richter

>> Vom 18. bis 22. Oktober 2011 wird in Friedrichshafen die 21. Fakuma, internationale Fachmesse der Kunststoffverarbeitung, durchgeführt. Mit über 85 000 m2 Bruttoausstellungsfläche und 1664 Ausstellern aus 34 Ländern ist auch die diesjährige Ausgabe der Fakuma ein wichtiger europäischer Branchentreffpunkt.

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1664 Aussteller aus 34 Ländern werden auf der 21. Fakuma ihre Neuheiten und Produkte aus der Welt der Kunststoffbearbeitung den Fachbesuchern zeigen. (Bild: Schall)
1664 Aussteller aus 34 Ländern werden auf der 21. Fakuma ihre Neuheiten und Produkte aus der Welt der Kunststoffbearbeitung den Fachbesuchern zeigen. (Bild: Schall)

ari. Gewichtsreduzierung, Leichtbau, Materialeinsparung, Ressourcenschonung, Produktions- und Material- sowie Energieeffizienz, Werkstoff-Alternativen – auf solche aktuellen und erst recht künftig an Bedeutung gewinnende Fragen geben Kunststoffe und die entsprechenden Be- und Verarbeitungsverfahren immer wieder schlüssige Antworten. Besonders deutlich wurde dies im Nachgang zur Krise der Jahre 2009/Anfang 2010, als sich bezüglich dem Umgang mit den Ressourcen ein neues Bewusstsein entwickelte und parallel dazu der sich wieder verstärkende Wettbewerbsdruck neue Wertschöpfungspfade forderte. Die Kunststoff-Branche hat in der Krise und in der Folgezeit ihre Hausaufgaben gemacht und konnte somit vom bereits ab Mitte 2010 rasanten und bis jetzt anhaltenden Aufschwung profitieren. Um den in allen Bereichen nachhaltigen Erfolg abzusichern, bleiben die Hersteller von kunststoffverarbeitenden Maschinen und Einrichtungen sowie auch die Rohstoff-Produzenten am Ball.

Das Weltangebot für die Kunststoffverarbeitung

Die verfügbaren Ausstellungsflächen der modernen Messe Friedrichshafen werden durch die Fakuma vollständig genutzt. Mit über 85 000 m2 komplett belegter Bruttoausstellungsfläche ist die Fakuma nach der im Dreijahresturnus stattfindenden Kunststoff-Messe in Düsseldorf internationale Leitmesse der Kunststoff-Branche. Mit exakt 1664 Ausstellern präsentiert sich die 21. Fakuma, internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, vom 18. bis 22. Oktober 2011 in Friedrichshafen. Während 1091 Aussteller aus Deutschland kommen, stammen 645 Aussteller aus 34 Industrieländern aus dem nahen und fernen Ausland. Damit wiederum gewinnt die Fakuma für diese Hersteller und Anbieter mehr und mehr an Gewicht. Die Fakuma sieht sich in der Funktion als Sprungbrett in die globalen Märkte, was der Veranstalter auch damit begründet, dass alle Hallen plus die Foyers Ost und West der Messe Friedrichshafen komplett belegt sind.

Innovative produkte und Lösungen für Zukunftsbranchen

Annemarie Lipp, langjährige Projektleiterin der Fakuma und von Anfang an dabei, meint dazu: «Zugegeben sind wir vom anhaltenden Buchungs-Boom zur 21. Fakuma überrascht. Denn es gab trotz so mancher wirtschaftspolitischer Wirrungen in den vergangenen Monaten so gut wie keine wechselnden Auf- und Abwärtstendenzen bei den Buchungen, sondern immer nur Zuwachs. Das spricht wohl für die Stabilität und das Standing der Firmen selbst. Diese haben in der Krisenzeit offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht und bewegen sich mit den richtigen Antworten auf der Höhe der Zeit. Zum Beispiel bezogen auf die vielfältigen Herausforderungen bezüglich Leichtbau, Integration von Funktionen bei gleichzeitiger Miniaturisierung, Substituierung von herkömmlichen Werkstoffen und Materialien, und schliesslich Ressourcenschonung sowie Energieeffizienz.» Den praktischen Beweis dafür bieten viele Hersteller und Anbieter in Gestalt von innovativen Produkten und Lösungen zum Beispiel für die Mikrospritzgiesstechnik, medizintechnische Anwendungen, materialsparende Verfahren und im Energieverbrauch spürbar reduzierte Antriebe.

Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik»

Neben der Ausstellung wird ein attraktives Rahmenprogramm an Themenparks und Sonderschauen das Informationsangebot für die Fachbesucher aus aller Welt perfekt abrunden. In diesem Zusammenhang ist auch der 2011 erstmals organisierte Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik» einzuordnen. Hier zeigen im Eingangsbereich West auf über 500 m2 Spezialisten ihre Technologien, Verfahren und Lösungen für die wirtschaftliche Produktion von medizintechnischen Produkten. Des Weiteren schiebt sich mit dem effizienten Recycling von Kunststoffen bzw. von Kunststoffprodukten ein ganz anderes Thema verstärkt in den Vordergrund. Zumal die Kunststoffverwerter ihre Kapazitäten ausbauen, weil die knapper werdenden Ressourcen am Ende zu einer noch höheren Recyclingquote und zu einer noch intensiveren Verwertung von Altmaterialien, Abfällen und Produktionsrückständen führen werden. <<

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