Konjunktur

Fehlende Wachstumsimpulse und keine Trendwende in Sicht

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Rückläufige Exportzahlen, jedoch mit verlangsamter Tendenz

Die Güterexporte reduzierten sich in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 %. Alle wichtigen Produktekategorien der MEM-Industrie sind davon betroffen (Maschinenbau: –12,8 %, Metalle: –8,2 %, Elektrotechnik/Elektronik: –4,1 %, Präzisionsinstrumente: –0,2 %). Auch regional verzeichneten die Exporte fast flächendeckend Rückgänge. Die Exporte in die EU sanken um 6,4 %, wobei die wichtigen Märkte Italien (–15,9 %) und Frankreich (–9,6 %) überdurchschnittliche Einbussen aufweisen. Auch der asiatische Markt fällt zurzeit als Stütze weg. Die Exporte nach Asien verringerten sich um 13,8 %, wobei China mit –36,8 % besonders ins Gewicht fällt. Einzig die Ausfuhren in die USA, das zweitgrösste Exportland der MEM-Branche, stiegen um 4,4 %. Immerhin scheint sich der Exportrückgang abzuschwächen (Q1: –6,4 %, Q2: –7.6 %, Q3: –3,6 %).

Service- und Reparaturgeschäft als Stütze

Demgegenüber erhöhten sich die Umsätze in der MEM-Industrie in den ersten drei Quartalen um 1,8 %, im dritten Quartal allein sogar um 2,8 %. Weil die offizielle Exportstatistik des Bundes nur Güterexporte erfasst, in den MEM-Umsätzen aber zusätzlich alle Formen von Dienstleistungen enthalten sind, lässt sich die deutliche Differenz zwischen Export- und Umsatzentwicklung erklären. Zu den Dienstleistungen der Industrie gehört insbesondere das Service- und Reparaturgeschäft, das in der MEM-Branche an Bedeutung gewonnen hat und generell weniger konjunkturabhängig ist.

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