Konjunktur Fehlende Wachstumsimpulse und keine Trendwende in Sicht

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Der Branchenverband Swissmem hat seinen Quartalsbericht veröffentlicht. Fazit: Die Situation der Schweizer MEM-Industrie ist nach wie vor angespannt. Zur Beunruhigung Anlass geben die sinkenden Auftragseingänge und Güterexporte der letzten neun Monate und eine Trendwende scheint nicht in Sicht.

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Die Situation der Schweizer MEM-Industrie hat sich noch nicht entschärft.
Die Situation der Schweizer MEM-Industrie hat sich noch nicht entschärft.
(Bild: Swissmem)

Die Situation in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) ist nach wie vor schwierig. Die Umsatzentwicklung ist in den ersten drei Quartalen 2012 zwar noch leicht positiv. Demgegenüber sanken Auftragseingänge und Güterexporte deutlich. Aufgrund des weiterhin starken Schweizer Frankens und der trüben Konjunkturaussichten in den Hauptmärkten bleibt die Lage in der MEM-Industrie angespannt.

Keine Trendwende in Sicht

Die MEM-Industrie verzeichnete erstmals nach fünf Quartalen wieder einen minimen Anstieg der Auftragseingänge (+ 0,6 %). Leider bedeutet dies noch keine Trendwende, da das Vergleichsquartal ausgesprochen tiefe Bestellungswerte ausgewiesen hatte. Über die gesamten neun Monate des laufenden Jahres betrachtet, sanken die Bestellungseingänge bei den Swissmem-Meldefirmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7,8 %.

Es überrascht deshalb nicht, dass die Kapazitätsauslastung in der MEM-Industrie im Verlauf des Jahres unter den langjährigen Durchschnitt von 86,3 % gesunken ist. Im ersten Quartal 2012 lag sie mit 89,9 % noch auf gutem Niveau. Sie fiel im zweiten Quartal auf 85,3 %, wo sie im dritten Quartal verharrte. Die jüngsten Zahlen für den Monat Oktober weisen eine Kapazitätsauslastung von nur mehr 83,7 % aus.

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