Umstrukturierung

Ferag baut wegen Auftragsmangel bis zu 150 Stellen ab

| Redakteur: Silvano Böni

Der rasche Strukturwandel im Medienbereich wirkt sich seit längerer Zeit negativ auf die Auftragslage für Produktionsanlagen für die grafische Industrie aus, weshalb sich die Ferag AG zum Abbau von bis zu 150 Stellen gewzungen sieht.
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Der rasche Strukturwandel im Medienbereich wirkt sich seit längerer Zeit negativ auf die Auftragslage für Produktionsanlagen für die grafische Industrie aus, weshalb sich die Ferag AG zum Abbau von bis zu 150 Stellen gewzungen sieht. (Bild: Ferag AG)

Aufgrund des starken Wandels im Printmedienbereich und des daraus resultierenden schwachen Auftragseingang plant die Ferag AG aus Hinwil einen Abbau von bis zu 150 Stellen.

Die Ferag AG aus Hinwil plant in den nächsten Monaten den Abbau von bis zu 150 Stellen. Grund dafür sei der rasche Strukturwandel im Medienbereich, welcher sich seit längerer Zeit negativ auf die Auftragslage für Produktionsanlagen für die grafische Industrie auswirke.

Bestelleingänge auf tiefem Niveau

Der Geschäftsverlauf der letzten zwei Jahre sowie Verzögerungen im neuen Geschäftsfeld der Intralogistik haben die Ferag AG finanziell stark gefordert. Da die Bestelleingänge im traditionellen Geschäft des Unternehmens – der Herstellung von Verarbeitungssystemen für die Druckindustrie – wegen des starken Wandels bei den Printmedien auf deutlich tieferem Niveau stagnieren werden, sieht sich die Unternehmensleitung zur Prüfung einer umfassenden Umstrukturierungen veranlasst, die mit einem bedeutenden Stellenabbau verbunden sein könnte. Nur mit diesem Schritt könne die Existenz des Unternehmens langfristig gesichert werden.

Die Ferag arbeitet für die betroffenen Mitarbeitenden einen Sozialplan aus. Zunächst aber wird das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren durchgeführt. Die genaue Anzahl betroffener Mitarbeitenden wird erst nach dem Konsultationsverfahren bekannt werden. Im Sozialplan vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Lohnfortzahlungen von ein bis zwei Monaten, Frühpensionierungen und Outplacement-Hilfen. Die 61 Lernenden seien von der Umstrukturierung nicht betroffen; sie können ihre Stellen behalten. Die Ferag beschäftigt in Hinwil derzeit 512 Mitarbeitende.

Das Unternehmen plant eine Neuausrichtung

Die beabsichtigte Umstrukturierung verfolgt das Ziel, das Geschäft mit der Versandraumtechnik für die grafische Industrie mit einer dem Marktumfeld angepassten Kapazität weiterzuführen. Der Fokus soll auf dem Verkauf von Neuanlagen sowie dem Kundendienstgeschäft liegen, um das Potential an Nachrüstungen, Upgrades, Serviceleistungen und dem Ersatzteilgeschäft auszuschöpfen.

Die Ferag hat bereits vor mehreren Jahren die Intralogistik (logistischer Material- und Warenfluss innerhalb eines Betriebsgeländes) als neues Geschäftsfeld erkannt und aufzubauen begonnen. Dieses Geschäft soll nun durch eine erhöhte Marktbearbeitung und verbesserte interne Prozesse weiter ausgebaut und auf eine gesunde Profitabilität gebracht werden.

Schwierige Zeiten

Bereits letztes Jahr musste zudem der Ferag-Zulieferer Denipro (gehören gemeinsam zur Walter Reist Holding AG) die Schliessung des Werks in Weinfelden bekannt geben. Betroffen waren rund 50 Mitarbeitende.

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