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TEKA: Luft reinigen und Wärme zurückgewinnen Filter hält Luft sauber und warm

Autor / Redakteur: Katrin Herbers / Konrad Mücke

Beim Schweissen, Schleifen, Trennschleifen und Brennschneiden entstehen gesundheitsgefährdende Rauche und Stäube. Auch in kleineren Betrieben, zum Beispiel Schlossereien und Instandsetzungswerkstätten, müssen sie direkt und möglichst vollständig entfernt werden.

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Beim Instandsetzen grosser Bauteile kann der Absaugarm flexibel bis an die Schweissposition bewegt werden.
Beim Instandsetzen grosser Bauteile kann der Absaugarm flexibel bis an die Schweissposition bewegt werden.
(Bild: TEKA)

Im deutschen Münsterland hat sich die Schlosserei Martin Sicking GmbH darauf spezialisiert, Land- und Baumaschinen instand zu setzen. Daneben handelt das vor mehr als 60 Jahren gegründete Unternehmen, in dem aktuell insgesamt 16 Mitarbeiter tätig sind, mit Landmaschinen, Gartengeräten und Kommunaltechnik. Jan Sicking erläutert: «Speziell zur Erntezeit haben wir eine überdurchschnittliche Auslastung. Wenn die Maschinen im Einsatz sind, kommt es zwangsläufig auch zu Ausfällen, die kurzfristig behoben werden müssen. Unsere Vorteile sind, über alle erforderlichen technischen Fachbereiche zu verfügen und dafür bestens ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter zu beschäftigen.» Somit kann der Betrieb Ausfallzeiten von Land- und Baumaschinen minimieren. Der 25-Jährige hat im vergangenen Jahr die Prüfung zum Meister als Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik absolviert. Seither ist er im väterlichen Betrieb tätig.

Hoch qualifizierte Mitarbeiter

«Ein wesentlicher Grundstein für gute und zuverlässige Arbeit sind fachlich bestens ausgebildete Mitarbeiter, die ihr Handwerk verstehen und flexibel auf vielfältige Problemstellungen reagieren können», betont Jan Sicking. Deshalb achtet die Schlosserei auf eine fundierte Ausbildung. Denn inzwischen gibt in dieser Branche – wie in anderen auch – einen zunehmenden Mangel an Fachkräften. Wie Jan Sicking berichtet, ergeht es ihm wie zahlreichen Handwerksbetrieben. Es sei wesentlich schwieriger geworden, fähige und gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden und dauerhaft zu beschäftigen.

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Auch deshalb achtet das Unternehmen insbesondere auf zeitgemässen Arbeitsschutz. «Wir wollen unsere Mitarbeiter bei uns im Betrieb halten. Sie sollen sich wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass sie sich keine Gedanken um ihre Gesundheit machen müssen», begründet dies Jan Sicking. Daher beabsichtigten die Inhaber, Vater und Sohn Sicking, anlässlich einer Modernisierung des Betriebs zum einen Schadstoffe in der Luft zu verringern, zum anderen dabei die Wärme speziell im Winter in der Werkstatt halten zu können.

Luft absaugen und filtern

Zu Anfang des Jahres 2017 installierte die Schlosserei Martin Sicking deshalb eine stationäre Absaug- und Filteranlage EcoCube von der TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH. Besser als Absaugungen mit Schläuchen zum Abführen von Schweissrauch und Trennschleifstaub filtert die Absaug- und Filteranlage zum einen luftgetragene Schadstoffe, zum anderen führt sie die gereinigte Luft bei Bedarf zurück in die Werkhalle an die Arbeitsplätze. Letzteres minimiert den Wärmeverlust und erhöht die Energieeffizienz.

Michael Brockherde, Schlosser im Münsterland, schweisst eine Baggerschaufel. Er und weitere Fachkräfte setzen vor allem stark beanspruchte Anbaugeräte, wie Pulverisierer oder Frontlader, instand. Dabei fliegen Funken vom Trennschleifen, Schweissrauch steigt auf. Dennoch breiten sich weder der Funkenstaub noch der Rauch in der circa 300 m2 grossen Schlosserei aus. Eine Haube an einem sechs Meter langen Absaugarm nimmt sie direkt an der Entstehungsstelle auf. Über zwei weiteren Handarbeitsplätzen befinden sich ebenso Absaughauben. Diese sind mit beweglichen Tragarmen an der Wand befestigt. So lassen sie sich flexibel an die jeweils günstigste Position bewegen. Sie nehmen den beim WIG-, Elektrode- oder Schutzgasschweissen entstehenden Rauch auf. An einem Arbeitstisch zum Plasmaschneiden entfernt eine im Tisch integrierte Absaugung die beim Schneiden entstehenden, für die Gesundheit der Beschäftigten schädlichen Partikel. Über eine Rohrleitung werden die an allen Arbeitsplätzen aufgenommenen Schadstoffe und Stäube zu dem zentral angeordneten Filtergerät EcoCube geleitet.

Kompakt und kurzfristig installiert

Die Anlage, die mit ihrem Ventilator maximal 7000 m3/h Volumenstrom fördert, überzeugt mit ihrem kompakten, modularen Aufbau. Sie lässt sich innerhalb kürzester Zeit installieren und benötigt nur wenig Stellfläche. Die schadstoffhaltige Luft wird zunächst in die Filtersektion geführt. Hier lagern sich die Schadstoffpartikel an der Oberfläche der Nano-Filterpatronen mit nahezu 100 Prozent Abscheidegrad ab. Ein Stoss mit Druckluft löst sie in Intervallen ab. Sie sammeln sich darauf im Staubsammelbehälter. Als besonders vorteilhaft schätzen die Inhaber der Schlosserei im Münsterland, dass die Filteranlage vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit dem Prüfsiegel «W3» ausgezeichnet ist. Somit ist sie in der höchsten Klasse für Schweissrauchabscheidung eingestuft. Damit bestätigt das Institut, dass selbst Rauch- und Staubpartikel von hochlegierten Stählen zu mehr als 99 Prozent aus der Luft gefiltert werden. Somit darf die gereinigte Luft wieder in den Arbeitsraum zurückgeführt werden.

Auch im Winter warm und sauber

Jan Sicking beschreibt die besondere Situation an kalten Wintertagen: «Ehemals war die Luft in zahlreichen Situationen völlig verraucht. Das betraf beispielsweise die Zeiten, in denen zwei Schweisser parallel eine Schneide einer Baggerschaufel instand setzten oder austauschten. Mit der nunmehr installierten Absauganlage haben wir dagegen stets saubere Luft.» Ehemals versuchten die Beschäftigten, mit minimaler Absaugung zu arbeiten. Ebenso wollten sie vermeiden, die Hallentore weit zu öffnen, um den Rauch und den Staub zu entlassen. Sie wollten vor allem die Wärme in der Werkstatt nicht unnötig nach draussen abführen. Das war allerdings mit einer einfachen Absauganlage nicht zu verwirklichen.

Energieeffizient

Neben dem subjektiven Gefühl einer warmen Werkstatt erachteten Vater und Sohn Sicking das Reduzieren des Energieverbrauchs als wichtig. Auch deshalb entschieden sie sich, in die nunmehr installierte zentrale Absauganlage zu investieren. Denn diese leitet die gereinigte Luft ohne Wärmeverlust zurück in die Werkhalle. «Wir können jetzt im Winter Türen und Tore überwiegend geschlossen halten. So behalten wir die Wärme in der Halle, ohne schmutzige Luft einatmen zu müssen», sagt dazu Schlosser Michael Brockherde. Dabei erweist sich die Filteranlage EcoCube als besonders vorteilhaft. Solche Anlagen eignen sich für nahezu sämtliche Umgebungsbedingungen in Werkstätten und Arbeitsbereichen, in denen Rauch und Stäube zu filtern sind. - kmu - SMM

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