Die Brönni GmbH in Gebenstorf, spezialisiert auf komplexe Blechteile und Baugruppen, hat jüngst in eine grosse Gesenkbiegepresse investiert. Roman Frei und Florian Zeugin, beide Inhaber und Geschäftsführer, erläutern ihre Entscheidung, sich für eine Maschine von Amada zu entscheiden.
Der Auftragsfertiger Brönni GmbH in Gebenstorf fertigt eine Vielzahl kleiner und grosser, meist komplexer Blechteile als Einzelstücke und in Serien.
(Bild: Konrad Mücke)
Die Brönni GmbH ist im Jahr 2021 aus dem vormaligen Blechbearbeiter Oeschger Blechtechnik AG hervorgegangen. Wie die beiden heutigen Geschäftsinhaber berichten, habe man seither wiederholt in Maschinen investiert, um stets auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. «Bereits vor vielen Jahren arbeitete unser Vorgängerbetrieb mit einigen Biegepressen und Laserschneidmaschinen von Amada. Diese haben sich bestens bewährt. Deshalb berücksichtigen wir bis heute insbesondere diesen Hersteller, wenn wir beabsichtigen, in weitere Maschinen zu investieren», erläutert Roman Frei.
Umfassende Fertigungstiefe
Als Auftragsfertiger produziert sein Unternehmen aus 1 bis 6 mm dünnem Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumblech individuell konstruierte Blechteile und Baugruppen. Das betrifft Prototypen ebenso wie Serien von 5 bis 150 Bauteilen. Um komplette Baugruppen herzustellen, verfügt die Brönni GmbH inzwischen über sämtliche erforderlichen Bearbeitungs- und Fügeverfahren sowie Montagearbeitsplätze. Das betrifft Trennen, Laserschneiden, Stanzen, Gesenkbiegen, Schweissen, Laserschweissen, Gewindebohren, Nieten, Schrauben und Einpressen von Bolzen. So fertigen die Experten in Gebenstorf beispielsweise Maschinen- und Steuerungsgehäuse für Maschinenbau und Medizintechnik sowie Einschubgehäuse, sogenannte Racks, für Elektronik.
Als eine Besonderheit hebt Florian Zeugin das Laserschweissen von Hand hervor. Brönni verfügt über Schweissgeräte und einige Fachkräfte, die mit diesem Verfahren Stahl- und Aluminiumbleche zuverlässig verbinden. Damit könne man vor allem komplexe Baugruppen in kleinen Serien bei kurzen Durchlaufzeiten herstellen.
Dank dieser Vielfalt produziert das Unternehmen auch spezielle, selbst entwickelte Baugruppen für den Hochbau. Fensterbänke und komplette Fensterzargen – sogar mit integrierten Kästen für Aussen-Rollläden – werden aus Aluminiumblech gebogen und geschweisst. Ebenso fertigen die Spezialisten in Gebenstorf komplette Zargen für Oberlichter in Dächern grosser Hallen. Als standardisierte Komponenten werden diese je nach Bedarf mit individuell abgestimmten Abmessungen als Einzelstücke und in kleinen Serien produziert.
Dazu konstruieren und programmieren die Spezialisten sämtliche Blechteile auf 3D-CAD-CAM-Systemen. Für Auftraggeber können sie zudem nach Skizzen, Zeichnungen auf Papier sowie mitunter auch von Fotos geeignete digitale Modelle erstellen, um anschliessend exakt konstruierte Blechteile und Baugruppen zu fertigen. «Um dies zu bewältigen, benötigen wir sehr flexible interne Abläufe und ebenso flexibel nutzbare Maschinen», berichtet Roman Frei und fügt an: «Bei höchster Flexibilität sind wir allerdings gefordert, jeweils optimal wirtschaftlich zu fertigen. Unsere Auftraggeber achten zunehmend auf Kosten.»
Knapp 40 Jahre Erfahrung mit Blech
Im Dezember des Jahres 1987 wurde die Oeschger Blechtechnik AG vom Namensgeber gegründet und produzierte zunächst in Kirchdorf. Im Jahr 2000 erstellte man einen Neubau in Gebenstorf, in dem man fortan hochwertige Blechteile produzierte. Das Unternehmen entwickelte sich weiter und Oeschger übernahm im August 2006 die CAS Schrank- und Gehäusesysteme. Im Jahr 2014 wurde die bis heute bestehende Brönni GmbH in Gebenstorf gegründet. Im Jahr 2021 zog sich der Unternehmensgründer zurück, das heutige Management unter den Geschäftsinhabern Roman Frei und Florian Zeugin leitet seither den Auftragsfertiger. Die Strategie, flexibel für Maschinenbau, Medizintechnik, Elektronik und den Hochbau komplexe Blechteile und Baugruppen nach individuellen Vorgaben zu fertigen, erweist sich als äusserst erfolgreich. So hat das Unternehmen erst jüngst zusätzliches Fachpersonal für die Arbeitsbereiche Schweissen, Biegen und Montage rekrutiert.
Deshalb hat er bei seiner jüngsten Investition eine Gesenkbiegemaschine 2204L mit 2200 kN (220 t) Presskraft und 4 m breitem Arbeitsbereich gewählt. Die Maschine der Baureihe HRB von Amada verfügt über einen frequenzgeregelten Antrieb für die Hydraulik. Das minimiert den Energiebedarf und somit die Betriebskosten.
«Höchst flexibel sind wir durch die grosse Arbeitsbreite und durch die bis zu 620 mm vertikale Öffnung bei 350 mm Arbeitshub der Presse. Zum einen können wir grosse Bleche mit langen Schenkeln auf der Maschine biegen. Zum anderen können wir mehrere Biegewerkzeuge parallel rüsten. So kann das Personal kleinere Blechteile auf unterschiedlichen Stationen in einem Ablauf komplett fertig biegen», berichtet Roman Frei. Zur Flexibilität beim Biegen komplexer Bleche tragen die schnell verfahrenden Hinteranschläge bei. Sie fahren in X- und Z-Achsen und schwenken bei Bedarf in einer R-Achse. Die Steuerung zeigt auf einem grossen Touchpanel grafisch die Biegeabläufe und die Lage des einzulegenden Blechteils. Das ist für Bediener besonders einfach verständlich und sorgt für sichere Prozesse. Die Biegeprogramme werden üblich auf 3D-Programmiersystemen erstellt und gelangen per Datenspeicher beziehungsweise Datenleitung zur Pressensteuerung.
Genau ab erstem Blech
Zu kurzen Durchlaufzeiten und wirtschaftlichem, flexiblem Biegen trägt das als Option bei Brönni installierte optische Winkelmesssystem bei. Es gewährleistet, dass ab dem ersten Blech die Schenkel genau gebogen werden. Das entlastet zudem das Personal von aufwendigem manuellem Messen und wiederholtem Nachbiegen.
Auch ungeübtes Personal kann zuverlässig vom ersten Blech an genaue, den Zeichnungsvorgaben entsprechende Bauteile biegen. Dank des Touchscreens mit 3D-Volumengrafiken und intuitiv geleiteter Programmierung lassen sich Biegeprogramme beispielsweise für Einzelstücke auch in der Werkstatt direkt an der Maschine kurzfristig und einfach erstellen.
Stand vom 30.10.2020
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Gemeinsam Rüstzeiten minimiert
Wie Roman Frei weiter berichtet, haben die Techniker beim Hersteller Amada ebenso dazu beigetragen, dass sein Unternehmen höchst flexibel Blechteile produzieren kann. Florian Zeugin erläutert die technischen Aspekte: «Bei zahlreichen Blechen – vor allem für den Hochbau – müssen wir Flachdrücken, also einen Blechschenkel durch Biegen um 180° auf ein Blech auflegen. Wir bezeichnen das als Quetschbug. Das erfordert allerdings ein spezielles Biegewerkzeug. Mit ihm können wir auf der Biegepresse HRB von Amada flexibel nahezu sämtliche Bleche um 180° ohne zusätzlichen Werkzeugwechsel biegen und somit den Quetschbug in einem Ablauf erstellen. Das verkürzt deutlich die Durchlaufzeiten.»
Insbesondere die in der Biegepresse integrierte aktive Bombierung sorgt dafür, dass auch bei 4 m breiten Blechen der gebogene Schenkel über die gesamte Länge und Fläche gleichmässig genau steht. Wie Roman Frei betont, ist das speziell bei Fensterzargen und ähnlichen Blechbaugruppen für den Hochbau besonders wichtig: «Im Hochbau achten unsere Auftraggeber auf die Optik. Die gebogenen Bleche müssen ohne Verzug sein und hochwertige, optisch einwandfreie Oberflächen haben.»
Wie Florian Zeugin bestätigt, hat sich die vor wenigen Monaten in Betrieb genommene Biegepresse HRB 2204L von Amada bisher bestens bewährt. «Sie erfüllt unsere sämtlichen Forderungen an eine flexibel einsetzbare und wirtschaftliche Biegemaschine. Zudem haben wir erneut die Erfahrung gemacht, dass ein qualifizierter und kurzfristig verfügbarer Service wesentlich zu hoher Verfügbarkeit und einem produktiven Nutzen einer Maschine beiträgt.» Roman Frei zieht eine positive Bilanz: «Unsere Zusammenarbeit mit Amada in der Schweiz, speziell Sergio Mestre, hat sich rundum bewährt.»