Abacus: Produktion und Kapazität zuverlässig planen

Flexibel und transparent mit integriertem PPS

| Redakteur: Konrad Mücke

Der Auftragsexplorer im PPS zeigt übersichtlich die fünfstufigen PPS-Aufträge und den aktuellen Stand der einzelnen Produktionsschritte.
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Der Auftragsexplorer im PPS zeigt übersichtlich die fünfstufigen PPS-Aufträge und den aktuellen Stand der einzelnen Produktionsschritte. (Bild: bsb-.info.partner AG)

Aufgrund deutlich zunehmender Aufträge hat der europaweit älteste Anbieter kundenspezifischer integrierter Halbleiter, die Bieler HMT microelectronic AG, ein umfassendes ERP-System mit integrierter Produktionsplanung und Auftragsbearbeitung von Abacus installiert.

Die HMT microelectronic AG entwickelt und produziert individuell konfigurierte Halbleiterbausteine. Diese dienen dazu, unter anderem analoge in digitale Signale umzuwandeln. Sie werden eingesetzt, um beispielsweise die Abläufe an Lichtschranken, an Lifttüren, bei Zutrittssystemen, bei Elektromotoren im Automobilbau, an Ventilen in der Medizintechnik und auch in umfassenden Produktionsprozessen zu überwachen und zu steuern.

Komplexe Produktionsprozesse

Die Produktion dieser integrierten Halbleiter bedingt häufig mehrmonatige Durchlaufzeiten. Zudem sind die benötigten Werkstoffe kostenintensiv. Deshalb wollte der Bieler Hersteller seine Produktion besonders zuverlässig und sicher planen. Wie Sandor Portner, Leiter Administration bei HMT berichtete, wollte man zudem transparent stets aktuell über die Liquidität informiert sein. Dafür benötigt man ein ausgereiftes ERP-System. Es soll zum einen die Aufträge von Kunden und für Unterlieferanten bearbeiten können. Zum anderen soll es dazu dienen, die Qualität und die Menge der Materialien sowie die Liefertreue der Lieferanten zu überwachen und darüber hinaus auch für die internen Prozesse die Kapazitäten zu planen.

PPS mit Experten detailliert geplant

Um ein PPS- und ERP-System zu finden, das zu den komplexen Forderungen passt, beauftragte der Bieler Hersteller die Spezialisten der bsb.info.partner. In mehreren Workshops definierte man gemeinsam die Detailprozesse. Seit einigen Jahren hatte man in Biel bereits Finanzmodule und Software zur Auftragsbearbeitung von Abacus genutzt und war damit rundum zufrieden. Der Softwareentwickler bietet zusätzlich eine Produktions-Planungs-Software (PPS). Diese schien den aktuellen Forderungen zu entsprechen. Deshalb beauftragte der Bieler Halbleiterhersteller die Schweizer Dienstleister, ein aktualisiertes Gesamtsystem von Abacus zu installieren und zu implementieren. Dazu gehörte, Formulare für Verkauf und den Einkauf zu erstellen, das PPS in die bestehenden Prozesse zu integrieren, um für die verlängerte Werkbank das Bestellen zu ermöglichen, Varianten im Produktstamm, Rahmenbestellungen sowie Aufträge abzubilden.

Auftragsbearbeitung zentral

Zentrales Element im implementierten Gesamtsystem ist die Software zur Auftragsbearbeitung zusammen mit dem PPS-Modul. Erstere verwaltet und überwacht sämtliche Produktionsschritte vom eigentlichen Auftrag bis zu den diversen Produktionsaufträgen. Über die Artikelnummern sind die Sachbearbeiter bei HMT microelectronic in Biel nun stets über Lagerorte und -mengen informiert. Sind aufgrund aktueller Forderungen von Auftraggebern oder wegen fertigungstechnischer Bedingungen einzelne Halbleiterchips anzupassen, erstellen die Entwickler und Fertigungstechniker einfach und schnell Varianten. Wird eine Ausführung eines Chips oder ein Fertigungsablauf geändert, ist dem ursprünglichen Artikel nur eine Variante hinzuzufügen. Das vereinfacht markant alle weiteren Anpassungen. Wie Sandor Portner erläutert, sei es ehemals schwierig gewesen, bei verzögerten Lieferterminen die Übersicht über die aktuellen Produktionsaufträge zu behalten. Mit dem in der Software von Abacus als Standard integrierten Planmanager steht nun ein übersichtliches Arbeits­instrument zur Verfügung. Mit ihm lassen sich die Produktionsaufträge auf unterschiedliche Maschinen einlasten, die Arbeitsschritte überwachen und somit die Produktionsfortschritte prüfen.

Bei Verschiebungen von Lieferterminen aufgrund von Lieferverzögerungen seitens Lieferanten kann der Arbeitsvorbereiter und Produktionsplaner in Biel die Produktionsaufträge und Folgeoperationen im Planmanager schnell und einfacher anpassen. Dank dem Planmanager behält er die Übersicht über die zahlreichen parallel in Arbeit befindlichen Produktionsaufträge. Diese werden weiterhin händisch von der Produktionsabteilung erfasst und an die Verkaufsabteilung gemeldet. Nach dem geplanten Einbau des neuen PPS-Portals der Version 2019 soll das System dann jedoch selbstständig in der Lage sein, die produzierten Mengen direkt während der Produktion rückzumelden.

Chargen verwalten, Liquidität kennen

Der CEO des Halbleiterherstellers, Roger Bostock, schätzt am nunmehr installierten PPS, dass man einzelne Chargen lückenlos zurückverfolgen kann. Verwirklicht wird das mit einer gemeinsamen Chargennummer im Testsystem und in der Auftragsbearbeitung. Nur so sei gewährleistet, so Roger Bostock, dass man als Hersteller die strengen Forderungen der Medizintechnik erfüllen könne. Auf die Mitarbeitenden im Verkauf ist die Funktion der Rahmenverträge zugeschnitten. Übersichtlich zeigt die Software den jeweils aktuellen Stand der Lieferungen für Abrufaufträge. Das gewährleistet, dass die Produktionsplaner rechtzeitig die weiteren Fertigungskapazitäten planen können. Einher gehen wöchentliche Meldungen zur Liquiditätsplanung.

Insgesamt arbeiten die Bieler Halbleiterhersteller bei der Auftrags- und Produktionsplanung an sechs Arbeitsplätzen mit den Softwaremodulen PPS, Auftragsbearbeitung, CRM, Finanzsoftware, Archivierung/AbaScan, Report Writer und AbaNotify. Zudem stehen weitere, speziell auf den Bedarf beim Halbleiterhersteller in Biel zugeschnittene Auswertungen zur Verfügung. Diese hat der regional zuständige Dienstleister bsb.info.partner erstellt. Damit können die Planer in Biel beispielsweise Verbindlichkeiten bei Kreditoren und Debitoren exakt einschätzen. Wie Sando Portner resümiert, hat die Produktions-Planungs-Software mit den integrierten Softwaremodulen deutlich die Transparenz über die laufenden Produktionsaufträge, die Liefertermine und die Lagermengen verbessert. Darüber hinaus schätzen die verantwortlichen Führungskräfte in Biel, dass sich mit der nahtlosen Integration der ERP-Programme in die Finanzsoftware Auswertungen für eine präzise Finanzplanung erstellen lassen. CEO Roger Bostock ist mit der Software rundum zufrieden. Wie er sagt, passe sie zur Grösse seines Unternehmens und funktioniere stabil und zuverlässig. SMM

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