Mit 150 Mitarbeitenden entwickelt und vertreibt die Urma AG Werkzeugsysteme, Werkzeugmaschinen und 3D-Drucksysteme. In einem diversifizierten und internationalen Geschäftsumfeld müssen die Urma-Verantwortlichen Mitarbeitende sowohl für Produktion, Vertrieb, Marketing als auch Einkauf gewinnen. Keine einfache Aufgabe, die die Unternehmensleitung sehr modern angeht, wie im Interview mit Yannick Berner, Director Digital & Marketing, und Jessica Berner, Director Accounting & HRM (beide Urma AG), aufgezeigt wird.
«Unternehmen, welche ins stetige Lernen und in die Weiterbildung investieren, haben Zukunft.» Yannick Berner, Director Digital & Marketing, Urma AG. «Auch Jobrotation hat sich bei uns bewährt: Dies bedeutet, dass Mitarbeitende periodisch ihre Tätigkeiten ändern.» Jessica Berner, Director Accounting & HRM, Urma AG
(Bild: Urma)
Urma agiert sowohl als Handelsunternehmen als auch als Hersteller hochspezifischer Werkzeugsysteme. Können Sie uns einen kurzen Überblick über die Kompetenzbereiche und die Grösse von Urma geben?
Yannick Berner: Wir verfügen weltweit über diverse Niederlassungen und beschäftigen rund 150 Mitarbeitende mit dem Ziel, innovative Lösungen für die Industrie anzubieten. Nebst der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugsystemen, vertreiben wir seit über 20 Jahren Werkzeugmaschinen von führenden Herstellern wie Haas, Emco und Zorn. In den vergangenen Jahren haben wir zudem unsere Expertise in der Additiven Fertigung aufgebaut und vertreiben industrielle 3D-Drucker von Markforged und EOS sowie Maschinen und Software für die gesamte 3D-Fertigungskette.
Wo liegt der personelle Fokus in Ihrem Unternehmen?
Y. Berner: Aufgrund unserer hochspezifischen Produkte liegt dieser auf qualifizierten Mitarbeitenden, die über Fachkenntnisse und Erfahrungen verfügen und offen für Industrietrends sind. Nebst den technischen Fähigkeiten und Qualifikationen legen wir aber auch besonderen Wert auf die Soft Skills wie Kommunikation, Teamarbeit, Problemlösungsfähigkeiten und Führungskompetenzen. Das Thema Cultural Fit, also, dass Mitarbeitende die Unternehmenskultur verstehen und gut zum Unternehmen passen, nimmt dabei eine sehr wichtige Rolle ein.
Sie haben spezifische Teilarbeitszeitmodelle und Gleitzeitarbeitsmodelle positioniert. Wie können solche Modelle in der Produktion angewandt werden?
Jessica Berner: Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen unseren Mitarbeitenden, ihre Arbeitszeiten entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. In der Produktion setzen wir zum Beispiel auf Jobsharing, wo sich mehrere Teilzeitmitarbeitende einen Vollzeitarbeitsplatz teilen. Auch Jobrotation hat sich bei uns bewährt: Dies bedeutet, dass Mitarbeitende periodisch ihre Tätigkeiten ändern, um ihre Fähigkeiten zu erweitern und die Arbeitsbelastung gleichmässiger zu verteilen.
Welche Rolle spielt die Ausbildung bei Urma und wo legen Sie genau den Fokus in diesem Segment?
Y. Berner: Indem wir Lernende ausbilden, können wir sicherstellen, dass wir über qualifizierte Mitarbeitende verfügen, die mit den spezifischen Anforderungen unseres Unternehmens vertraut sind – insbesondere in den Berufsfeldern Konstruktion, Polymechanik und Produktionsmechanik. Zudem tragen wir bewusst dazu bei, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten und die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern.
Wie entwickeln Sie die Qualifizierung von bestehenden Mitarbeitenden bei Urma weiter?
J. Berner: Wir unterstützen individuelle Weiterbildungsprogramme, technische Schulungen, Führungskräfte-Entwicklung oder andere spezialisierte Kurse. Darüber hinaus bieten wir laufend Produktschulungen an, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeitenden mit unseren Produkten und Entwicklungen vertraut sind. Auch haben Mitarbeitende bei uns die Möglichkeit, sich intern weiterzuentwickeln, z.B. vom Polymechaniker zum Application Engineer, welcher die technische Beratung und Unterstützung unserer Kunden übernimmt.
Sie stellen Reibahlen her, welche mit zu den genausten Fertigungsmitteln der Branche gehören. Wie findet man Spezialisten, die die Präzision beherrschen?
Y. Berner: Durch gezielte Schulungen und praktische Erfahrungen können wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeitenden die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben und die höchsten Qualitätsstandards einhalten können. Wir kooperieren mit renommierten Weiterbildungszentren wie Swissmechanic oder Swissmem, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeitenden über eine fundierte technische Basis verfügen. Diese Grundausbildung legt den Grundstein für die weiterführende Spezialisierung im Bereich der Präzisionsfertigung.
Welche Stellen sind in Ihrem Segment am schwierigsten zu besetzen und in welchen Bereichen suchen Sie aktuell konkret Mitarbeitende?
J. Berner: Insbesondere bei den technischen Berufen und bei Spezialisten ist der Fachkräftemangel spürbar. Offene Stellen schreiben wir immer auf unserer Webseite aus.
Wie muss sich ein Unternehmen wie Urma zukünftig positionieren, um für Fachkräfte ein attraktiver Arbeitgeber zu sein?
Y. Berner: Unternehmen, welche ins stetige Lernen und in die Weiterbildung investieren, haben Zukunft! Zudem sind Aspekte wie eine innovative Arbeitskultur, Entwicklungsmöglichkeiten, Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit wichtig.
J. Berner: Uns ist ausserdem die Wertschätzung für unsere Mitarbeitenden sehr wichtig – sie sind das Kapital unseres Unternehmens! Wir legen Wert auf eine innovative Arbeitskultur und setzen auf flexible Arbeitszeitmodelle sowie die Förderung von Eigenverantwortung und Eigeninitiative. Wir bauen unser Engagement für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung weiter aus, um Fachkräften ein sinnvolles und ethisch verantwortungsvolles Arbeitsumfeld zu bieten. Indem wir uns auf diese Aspekte konzentrieren und kontinuierlich an unserer Positionierung als attraktive Arbeitgeberin arbeiten, können wir sicherstellen, dass wir auch hoch qualifizierte Fachkräfte für unser Unternehmen gewinnen und halten können.
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Stand vom 30.10.2020
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