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Fördertechnik Fördersystem lässt sich in Zonen steuern

| Redakteur: Bernd Maienschein

Avancon ist ein Start-up-Unternehmen aus der Schweiz, das ein innovatives Fördersystem anbietet, das von Dieter Specht, dem Gründer der Interroll-Gruppe, entwickelt wurde und weltweit über Hersteller von Förderanlagen und Logistiksystemanbieter vertrieben werden soll. Beim Zone-Powered-Conveyor-(ZPC-)System ist jede Zone separat gesteuert und angetrieben.

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Wollen mit ihrem Start-up Avancon die Stückgutförderung in Verteil- und Logistikzentren „revolutionieren“ (v.l.): CEO Denis Ratz und Technikchef Dr. Daniele Gambetta.
Wollen mit ihrem Start-up Avancon die Stückgutförderung in Verteil- und Logistikzentren „revolutionieren“ (v.l.): CEO Denis Ratz und Technikchef Dr. Daniele Gambetta.
(Bild: Avancon)

Für die Umsetzung des neuen stromlinienförmig gestalteten Konzepts hatte Specht zusammen mit den beiden jungen Gründern Denis Ratz und Dr. Daniele Gambetta im Tessin das Start-up Avancon (von Avantgarde und Conveyor) gegründet.

Große Testanlage läuft im Tessin

„Natürlich wollten wir zuerst mal hören, wie unser völlig neues und sehr modernes Design dieses Fördersystems ankommt“, sagt Denis Ratz. „Fast alle waren sehr beeindruckt von der Ästhetik des Designs. Fragen nach Funktionen und Anforderungen des Marktes konnte ich alle beantworten. Ich war nach diesen Gesprächen mit Geschäftsführern und technischen Leitern von großen und bekannten Firmen sehr motiviert. Jetzt sind wir bereit. Wir haben alles fertig und getestet und können liefern. Jetzt wollen mehrere potenzielle Kunden unsere große Testanlage hier im Tessin laufen sehen. Die Funktionen und die vielen Vorteile werden sie bestimmt überzeugen.“

Avancon hat nach eigenen Angaben viel in die Entwicklung, in Patente, Maschinen und Formen und in die Fertigung investiert. Das Marketingkonzept des Start-ups ermöglicht es jetzt ausgewählten Förderanlagenherstellern und Systemintegratoren weltweit, dieses System unter ihrem eigenen Label und der eigenen Hausfarbe Betreibern von Logistik- und Verteilanlagen in ihrem jeweiligen Markt anzubieten.

Elektronische Vernetzung besonders wichtig

Ratz: „Wir wollen den Herstellern von Intralogistiksystemen und Förderanlagen etwas Avantgardistisches bieten. Aber wir werden unseren eigenen Kunden nicht ins Handwerk pfuschen und keine Logistik- und Verteilzentren ansprechen, obwohl dieses moderne System gerade diesen in die Augen springt.“

Technikleiter Dr.-Ing. Daniele Gambetta: „Heute, im Zeitalter von ,Industrie 4.0‘, kommt der elektronischen Vernetzung eine besondere Bedeutung zu. Das außergewöhnliche Design von Dieter Specht hat mich fasziniert, sodass ich hier als Gesellschafter eingestiegen bin“, so Gambetta. „So ein tolles, effizientes System habe ich bisher in der Fördertechnik noch nicht gesehen. Da ist alles anders, neu, sicherer und besser – und schöner. Wir glauben, dass etwa 80 % aller Güter bis zu 50 kg, die täglich millionenfach auf der ganzen Welt transportiert werden, mit diesem System bedient werden kann.“

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