KMU-Exportindikator Frankenstärke sorgt für Rekord-Stimmungstief

Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Exportstimmung unter den Schweizer KMU ist im Sinkflug. Dies zeigt der KMU-Exportindikator für das 3. Quartal 2015: Er sollte, gestützt auf die ausländische Nachfrage, 5 Prozentpunkte höher liegen.

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Die Exportstimmung bei den Schweizer KMU erreicht ein Stimmungstief.
Die Exportstimmung bei den Schweizer KMU erreicht ein Stimmungstief.
(Bild: PHOTOPRESS)

Die Exportstimmung unter den Schweizer KMU erreicht für das kommende Quartal ein Rekordtief. Dies zeigt die Quartalsumfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) bei über 200 exportierenden Schweizer KMU. Fast drei Viertel der befragten KMU geben an, durch die Frankenstärke an Exportvolumen zu verlieren. Das Credit Suisse Exportbarometer zeigt, dass die ausländische Nachfrage weiterhin anzieht. Allerdings kommt sie als Folge der Wechselkurssituation nur abgeschwächt bei den Schweizer KMU an. Allein gestützt auf ausländische Nachfragefaktoren sollte das Exportwachstum derzeit etwa 5 Prozentpunkte höher sein, als es tatsächlich ausfällt.

Schweiz profitiert zu wenig von ausländischer Nachfrage

Das Credit Suisse Exportbarometer, das die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten abbildet, zeigt aktuell einen Wert von 1.04 an. Es liegt damit wie in den beiden Vorquartalen beim langjährigen Mittel von 1.00, was ein durchschnittliches Exportwachstum erwarten liesse. Bettina Rutschi, Senior Economist bei der Credit Suisse, sagt: «Die wirtschaftliche Erholung in den USA sorgt auch in diesem Quartal weiter für eine Nachfragesteigerung bei den exportierenden Schweizer KMU. Die sich beschleunigende wirtschaftliche Erholung in Europa sendet ebenfalls positive Signale. Angesichts des geringen Anteils der Schweizer Exporte nach Griechenland von 0,4% an den gesamten Schweizer Ausfuhren dürfte die dortige Krise keine direkten Auswirkungen auf die Schweizer Exportwirtschaft haben. Das Credit Suisse Exportbarometer stellt allerdings ausschliesslich auf die ausländische Nachfrage ab und berücksichtigt die Wechselkursentwicklung nicht. Gemäss unseren Berechnungen sollte das Exportwachstum allein gestützt auf die ausländische Nachfrage derzeit etwa 5 Prozentpunkte höher liegen, als es tatsächlich ausfällt. Die Frankenstärke schwächt die Exporte aus der Schweiz somit beträchtlich.»

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