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Engineering: Effizienzgewinn dank PDM/PLM Gas geben mit Engineering Change Management

| Redakteur: Luca Meister

Um Entwicklung und Produktpflege zu beschleunigen, hat die Robatech AG mit Sitz in Muri (AG) die PDM/PLM-Lösung «CIM Database» eingeführt. Erhebliche Zeiteinsparungen und erhöhte Prozesssicherheit verspricht sich der global tätige Hersteller von Klebstoff-Auftragssystemen von der Automatisierung der Änderungsprozesse.

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Die elektromagnetisch angesteuerten Auftragsköpfe von Robatech zeichnen sich durch geringe Auftragszeiten und sparsamen Klebstoffverbrauch aus.
Die elektromagnetisch angesteuerten Auftragsköpfe von Robatech zeichnen sich durch geringe Auftragszeiten und sparsamen Klebstoffverbrauch aus.
(Bild: Robatech)

Kleben ist die wohl älteste Verbindungstechnik. Schon die Neandertaler nutzten eine aus der Birkenrinde gewonnene Substanz, um ihre Waffen und Werkzeuge zu fügen. Dank Leichtbauweise und Verwendung neuer Werkstoffe verdrängen Klebstoffe heute in vielen Produkten die traditionellen Schraub-, Niet- oder Schweissverbindungen. Kurze Auftragszeiten und sparsamer Materialeinsatz sind wesentliche Anforderungen in der industriellen Klebetechnik. Mit dem elektromagnetisch angesteuerten Auftragskopf «SpeedStar», der in fünf Millisekunden vier Klebepunkte schiesst, hat die Robatech AG Massstäbe in punkto Geschwindigkeit gesetzt.

File-basierte Dateiablage stiess an ihre Grenzen

Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Auftragssystemen für Heiss- und Kaltleim, die üblicherweise Teil einer Fertigungsstrasse sind. Eingesetzt werden sie in der Verpackungsindustrie, aber auch in der Holz-, Bau-, Konsumgüter- und Automobilindustrie. Zum Grossteil handelt es sich um Standardprodukte, die aus einem Baukastensystem konfiguriert und entsprechend schnell geliefert werden können. Entwicklung und Montage sind in Muri ansässig – die Fertigung der Prototypen- und Serienteile übernehmen Lieferanten in der näheren und weiteren Umgebung. «Wir verkaufen nicht nur die Produkte, sondern sind auch führend im Service», betont Thomas Hilfiker, der bei Robatech für das PLM-Projekt verantwortlich ist. In über 60 Ländern beraten Fachleute der Tochtergesellschaften und der Vertriebspartner Kunden in allen Fragen rund um den Klebstoffauftrag und leisten umfassenden Support.

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Das Familienunternehmen ist in den letzten Jahren dynamisch gewachsen. Mit dem Wachstum stiess die bestehende IT-Infrastruktur mit filebasierter Dateiablage und vielen selbst gestrickten Programmen an ihre Grenzen: «Die Versionsverwaltung war sehr problematisch und es bestand immer die Gefahr, dass Anwender ihre Daten gegenseitig überschrieben, wenn sie zu zweit oder dritt an einem Gerät arbeiteten», so Th. Hilfiker. Ausserdem wurde es bei Updates von ERP- oder CAD-System zunehmend aufwändiger, die Eigenentwicklungen anzupassen. Ganz zu schweigen von den Performanceproblemen bei grösseren Baugruppen durch die ständigen Zugriffe auf das Netzwerklaufwerk.

Pluspunkt Projektmanagement

Mit Unterstützung der Unternehmensberatung Intelliact analysierte das Projektteam die Schwachstellen im Produktentstehungsprozess und leitete daraus eine PLM-Strategie für Robatech ab. Das Ziel war zum einen, die Wiederverwendung der 3D-Modelle durch Einsatz einer PDM/PLM-Lösung zu erhöhen und die Konsistenz zwischen CAD-Baugruppen und Stücklisten im ERP-System sicherzustellen, wie Th. Hilfiker sagt. «Zum anderen wollten wir neben den CAD-Daten auch andere produktrelevante Dokumente wie Montageanleitungen, Wartungshandbücher oder Verkaufsunterlagen datenbankgestützt verwalten und den ausländischen Tochtergesellschaften zugänglich machen.»

Vier Systeme kamen in die engere Wahl. Im Auswahlverfahren erwies sich die PDM/PLM-Lösung von Contact Software nicht nur als besonders anpassungsfähig, sondern punktete auch durch ihre offene Architektur und ihre Integrationsfähigkeit zu CAD-, ERP- und Office-Anwendungen. «Ausschlaggebend waren letztlich das Modul ‹Project Office›, mit dem wir uns einen besseren Überblick über die laufenden Entwicklungsprojekte verschaffen wollen, sowie die Möglichkeit, mehrere Produkte zu einem Portfolio zusammenzufassen», führt Hilfiker weiter aus.

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