Delo: Dosieranlagen verschleissen kaum beim Dosieren gefüllter Klebstoffe

Gefüllte Klebstoffe exakt dosieren

| Redakteur: Konrad Mücke

Zuverlässig und exakt über lange Zeiträume dosieren: Mikrodispenser aus korro­sionsfestem Stahl mit Statoren aus Elastomeren verschleissen auch bei hoch gefüllten Epoxidharz-Klebstoffen nicht.
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Zuverlässig und exakt über lange Zeiträume dosieren: Mikrodispenser aus korro­sionsfestem Stahl mit Statoren aus Elastomeren verschleissen auch bei hoch gefüllten Epoxidharz-Klebstoffen nicht. (Bild: Delo Industrie Klebstoffe)

Gefüllte Klebstoffe und Vergussmassen gelten als verschleissend für die Komponenten von Dosieranlagen. Dennoch lassen sie sich zuverlässig und exakt auch über lange Zeiträume dosieren, wie Prüfungen des Anlagenherstellers ViscoTec und des Klebstoffentwicklers Delo zeigen.

Von Klebstoffen fordern zahlreiche Anwender, dass sie thermisch und chemisch beständig sind. Dies betrifft beispielsweise die Automobil- und die Elektroindustrie. Um die Beständigkeit zu verwirklichen, füllt man die Klebstoffe mit mineralischen oder mit metallischen Partikeln.

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Diese bewirken zusätzlich weitere Verbesserungen einiger Klebstoffeigenschaften. Beispielsweise leiten gefüllte Klebstoffe besser Wärme oder elektrischen Strom.

Abrasiv und verschleissend

Füllstoffe verhalten sich meist abrasiv. Deshalb gelten damit versehene Klebstoffe als nur schwierig dosierbar. Sie können die Komponenten von Dosier­anlagen schädigen. Das Risiko ist allerdings zu vernachlässigen. Dies zeigen über lange Zeiträume laufende Prüfungen.

Dabei wurden Dosiergeräte der Baureihen eco-PEN und RD von ViscoTec mit je zwei Elastomer-Statoren untersucht. Zunächst wurden die aus Elastomeren bestehenden Statoren über 168 Stunden in Epoxidharz-Klebstoffe gelegt, um ihre chemische Beständigkeit zu prüfen. Gemessen wurden danach deren Abmessungen, Härte und Elastizität. Sie waren unverändert gegenüber den Merkmalen nach ihrer Fertigung und ihrem Einbau in die Dosierpumpen. Somit gibt es keine Wechselwirkungen zwischen den zu fördernden Klebstoffen und den Elastomeren der Statoren.

Dosieren und prüfen

Gefördert und dosiert wurden zur Prüfung sechs Epoxidharze von Delo, die zu 25 bis 50 Prozent Anteil am Gesamtvolumen mit unterschiedlichen Füllstoffen versehen waren. Jeweils 2 s Dosieren wechselten mit 1 s Pause. Das simuliert ein in Fertigungsprozessen übliches Dosieren. Pro Versuchsreihe durchliefen die Dosieranlagen knapp 300 000 Dosierzyklen. Die Dispenser eco-PEN förderten dabei etwa 30 kg, die Dispenser RD etwa 240 kg gefüllten Epoxidharz-Klebstoff.

Nach jeweils 20 Stunden wurden drei Dosierschüsse gewogen und über den gesamten Prüfverlauf die Massen der einzelnen Dosiermengen verglichen. Dabei ergaben sich allerdings keine Abweichungen. Karl Bitzer, Gesamtleiter Produktmanagement bei Delo Klebstoffe, beurteilt das Prüfergebnis: «Die Versuche zeigen, dass selbst harte Füllstoffe in Kombination mit hohen Füllgraden einer dauerhaft zuverlässigen und reproduzierbaren Dosierung unserer High-Performance-Klebstoffe nicht im Weg stehen.»

Kein Verschleiss

Vor und nach den lange laufenden Prüfungen wurden zudem die aus hartverchromtem Edelstahl bestehenden Rotoren und die aus Elastomeren gefertigten Statoren der Dosiergeräte gemessen. Nach jeweils knapp 300 000 Dosierzyklen waren die Rotoren nicht, die Statoren nur minimal verschlissen. Die Änderungen an den Konturen und Geometrien der Statoren waren aber derart klein, dass sie nicht von den üblichen Fertigungstoleranzen abwichen.
Manuel Paintmayer, Relationship Management Material Manufacturing bei ViscoTec, bestätigt: «Mit allen Dispensern und Statoren liess sich dauerhaft wiederholgenau und präzis dosieren. Dies zeigt, dass trotz der abrasiven Testmedien und der vielen Dosierzyklen ein Ende der Lebenszeit unserer Dosiergeräte innerhalb der Testdauer nicht erreicht werden konnte.» - kmu - SMM

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