Gemü GmbH: Spatenstich für neues Kunststoffwerk in Emmen

| Redakteur: Anne Richter

Es begann mit Ventilen, die heute dank laufenden Innovationen weltweit gefragt sind. (Bild: Gemü)
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Es begann mit Ventilen, die heute dank laufenden Innovationen weltweit gefragt sind. (Bild: Gemü)

>> Die Gemü GmbH in Rotkreuz produziert und verkauft Problemlösungen aus Kunststoff. Einsatzgebiete sind u.a. die Medizin- und Umwelttechnik. Für den Ausbau der Reinraum-Fertigung erfolgte der Spatenstich für einen Neubau im nahen Emmen. Hier wird sowohl Spritzguss als auch Montage stattfinden.

Die 1981 gegründete Gemü GmbH Schweiz ging aus der 1964 gegründeten deutschen Gemü hervor, ein führender Hersteller von Ventilen, die in über 50 Ländern gegen 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Asepik-Ventilen ist das Unternehmen Weltführer. Der Rotkreuzer Kunststoffspezialist ist eine der sechs Fertigungsstätten von Gemü international und hat sich mit über 130 Mitarbeitern auf Produkte für die Medizin- und Umwelttechnik sowie die Pharma- und das Nahrungsmittelwesen fokussiert.

Neue Fertigungskapazitäten im Reinraum

Auch nach dem jüngsten Ausbau der Kapazitäten in Rotkreuz drängte sich der Neubau für einen Betrieb auf, in dem das Reinraum-Fertigungszentrum untergebracht wird. Neue Märkte und neue Produkte verlangten innovative Technologien und damit neue Fertigungskapazitäten. Die neue Reinraumumgebung wird in je einen Bereich für Spritzguss- und für Montagetätigkeiten unterteilt werden.

Der Spatenstich «auf der grünen Wiese» im nahen Emmen erfolgte soeben.

Direkt neben dem Firmensitz des Milchverarbeiters Emmi gelegen, fanden sich über 70 Gäste ein, auch Firmengründer Fritz Müller mit Familienmitgliedern und einigen Kaderleuten der GEMÜ Deutschland. Müller, Jahrgang 1939, ein dynamischer ideenreicher Pionier, beendete in Emmen eine wochenlange Visite bei mehreren seiner europäischen Tochterfirmen. Sein 1963 erfundenes weltweit erstes Prozessventil aus Kunststoff hatte ihn dazu bewogen, sich 1964 selbständig zu machen. Er freute sich sichtlich über den neuen Meilenstein seines Lebenswerkes hier in der Schweiz. Müllers Credo für den Erfolg seines Familienunternehmens: «Die beste Idee ist nichts wert, wenn man sie nicht in die Tat umsetzt.»

Auf den Spritzgussmaschinen im heutigen Reinraum in Rotkreuz werden auch Produkte für die Medizintechnik hergestellt. Zu den Vorzeigedisziplinen gehört Spritzguss für Hochtemperatur-Kunststoffe. Innovative Eigenprodukte wie Handdesinfektionsgeräte und Reaktionsgefässe gehen in alle Welt. Zur Kernkompetenz gehört die Umsetzung von Ideen in fertige Produkte, die das Unternehmen entwickelt und herstellt. Diese werden vor allem in der Chirurgie, Analytik, Biotechnologie und Dentalmedizin eingesetzt. Nicht zuletzt montiert und prüft die GEMÜ Schweiz komplette Baugruppen für die Medizintechnik.

Interview zur Entwicklung von Gemü

Im Gespräch mit SMM ist der Geschäftsführer der Gemü Schweiz André Schüpfer.

SMM: Herr Schüpfer, was geht heute in Ihnen als langjähriger Geschäftsführer der Gemü Schweiz vor?

A. Schüpfer: Wir sind endlich am Ziel! Nach Jahren des Planens und Baulandsuchens stehe ich hier zum Spatenstich, wo ein in jeder Hinsicht perfektes Projekt realisiert wird.

Sie sind beim Unternehmen ein Mann der ersten Stunde. Wie war das damals?

Schüpfer: Ich begann vor 27 Jahren. Die Firma beschäftigte gerade mal drei Personen. Heute haben wir 130 Mitarbeiter.

Wie geht es zeitlich hier weiter?

Schüpfer: Der interne Ausbau des Kunststoffkompetenzzentrums der Gemü-Gruppe schreitet weiter voran. Dazu werden wir bereits im Herbst 2012 den Neubau beziehen können. – Eine weitere Ausbauphase wurde bereits konzeptionell berücksichtigt.

Welche Schwerpunkte hat das Unternehmen?

Schüpfer: Wir stellen Ventilsysteme für die Mikroelektronik, die allgemeine Industrie und die Wasseraufbereitung her und bauen den Fachbereich Medizintechnik weiter aus.

Sie sind offensichtlich auch international als Hersteller von Präzisionsprodukten wettbewerbsfähig. Wie gross ist der Exportanteil?

Schüpfer: 85 bis 90 Prozent.

Wie geht es weiter?

Schüpfer: Die Gesamtfläche des Neubaus wird über 9000 Quadratmeter einnehmen. Mit einer Grundstückfläche des erworbenen Geländes von über 21 000 Quadratmetern signalisieren wir den Glauben in unsere Zukunft. <<

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