Haimer bringt zahlreiche Innovationen und Systemlösungen Genial: Hoch automatisches Schrumpfen und Voreinstellen

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Auf der EMO in Hannover präsentierte Haimer zahlreiche Innovationen und praxisorientierte Systemlösungen für die moderne Fertigung – vom erweiterten Programm hochwertiger Werkzeugaufnahmen, über intelligente Digitalisierung im «Tool Room of the Future» bis hin zur vollautomatischen Werkzeugvorbereitung mit dem «Automation Cube One». Erstmals mit dabei: eine Automatisierungszelle zum Be- und Entladen eines vollautomatischen «Microset»-Voreinstellgerätes.

Mit dem «Haimer Automation Cube One» gelingt es in Minutenfrist, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.(Bild:  Haimer)
Mit dem «Haimer Automation Cube One» gelingt es in Minutenfrist, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.
(Bild: Haimer)

Die Zukunft der Metallzerspanung ist digital und automatisiert. Davon ist Andreas Haimer, Geschäftsführer der Haimer GmbH und President der Haimer Group, überzeugt: «Wir als System- und Lösungslieferant für den Zerspanungsprozess wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig Digitalisierung und Automatisierung sind. Schliesslich sind wir selbst ein produzierendes Unternehmen mit über 200 Werkzeugmaschinen und einem jährlichen Zerspanungsvolumen von 5 000 Tonnen. Auf der EMO 2025 zeigten wir dementsprechende Lösungen im Werkzeugmanagement, die wir in unserer eigenen Produktion tagtäglich leben.»

Haimer verloste einen «Tool Room» im Gewinnspiel auf der EMO

Bestes Beispiel ist der Werkzeugvoreinstellraum, den Haimer auf dem Messestand exakt so aufgebaut hatte, dass er dem der Produktionsstandorte in Igenhausen und Motzenhofen entspricht. Dieser «Tool Room of the Future» enthält aktuelle Haimer Schrumpf-, Wucht- und Voreinstellgeräte in i4.0-Version, die mit RFID-Chip und Scanner ausgestattet sind.

Sie sind mit dem neuen «Haimer Tool Room Manager (TRM)» verbunden, der die Prozesse im Werkzeugvoreinstellraum überwacht und dokumentiert und die Einhaltung der vorgegebenen Toleranzen trackt. Der Anwender erhält täglich Auswertungen zu seinen Werkzeugen und über sämtliche Schrumpf-, Wucht- und Messvorgänge. Er kann diese analysieren und hat damit einen sofortigen Nutzen von der Digitalisierung.

Als Highlight für alle Kunden verloste Haimer einen «Tool Room of the Future» im Gesamtwert von mehr als EUR 70 000 (mit Schrumpfgerät, Voreinstellgerät, «WinTool» Lizenz und «Toolbase» Werkzeugausgabesystem) exklusiv auf dem Messestand unter allen Besuchern.

Eineindeutiger Data-Matrix-Codes, der jegliche Verwechslung ausschliesst

Damit die digitalen Prozesse im Werkzeugmanagement zuverlässig funktionierten, sollten die Werkzeuge bzw. deren Spannfutter möglichst eineindeutig gekennzeichnet sein. Haimer lieferte daher alle Werkzeugaufnahmen mit einer Unique ID aus – in Form eines eingelaserten, eineindeutigen Data-Matrix-Codes, der jegliche Verwechslung ausschliesst. Zudem lassen sich damit zu jedem Werkzeug verschiedenste (Rüst-)Informationen in der Datenbank des «Haimer Tool Room Managers (TRM)» hinterlegen und bei Bedarf abrufen.

Haimer-Geschäftsführer Andreas Haimer: «Wir zeigten auf der EMO 2025 Lösungen im Werkzeugmanagement, die wir in unserer eigenen Produktion tagtäglich leben.»(Bild:  Holger Weiss)
Haimer-Geschäftsführer Andreas Haimer: «Wir zeigten auf der EMO 2025 Lösungen im Werkzeugmanagement, die wir in unserer eigenen Produktion tagtäglich leben.»
(Bild: Holger Weiss)

Eine zentrale Rolle im Haimer Werkzeugmanagement spielt die Software «WinTool», die Daten von Werkzeugen, Betriebsmitteln, Maschinenprogrammen, Prozessen und Stammdaten verwaltet. Haimer ist mit 25 Prozent an der «WinTool AG» beteiligt und strategischer Partner der TCM-Gruppe. «Deren Produktlinien ‹WinTool› und ‹Toolbase›, intelligente Werkzeugausgabesysteme, gehören seitdem zu unserem Lieferprogramm», erklärt Andreas Haimer. «Auf dem Messestand führten wir vor, wie unkompliziert sich in Sekunden ein digitaler Zwilling eines Komplettwerkzeugs erstellen lässt, wenn die Stammdaten in ‹WinTool› vorliegen.» Diesbezüglich war Haimer bereits in Vorleistung gegangen und hatte für seine Werkzeugaufnahmen sämtliche Parameter, Step- und DXF-Daten gemäss DIN 4000 bzw. ISO 13399 aufbereitet. Die Daten sind auf der Haimer Website und der Datenplattform «Tooltracer» für jeden zugänglich und downloadbar.

Automatisierung entlastet die Facharbeiter

Neben der Digitalisierung war auch die Automatisierung ein dominierendes Thema auf dem Messestand. Wie schon auf der letzten EMO und der AMB zeigte Haimer seinen vollautomatisierten «Automation Cube One». Er erledigt das Aus- und Einschrumpfen sowie das Vermessen von Gesamtwerkzeugen automatisch und kann dabei bis zu drei verschiedene Werkzeugschnittstellen gleichzeitig managen. Bis zu zwölf Achsen stehen für das Teilehandling zur Verfügung. So gelingt es dem «Automation Cube One» in Minutenfrist, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.

Integriert: «Keyence-Kamerasystem» und Ultraschallreinigungsbad

In die jetzt präsentierte finale Version waren nochmals signifikante Optimierungen eingeflossen. Dazu zählt beispielsweise ein geänderter Ablauf beim Einsetzen des Werkzeugs ins Futter, der Bedienerfehler ausschliesst. Dazu trägt unter anderem ein ergänztes «Keyence-Kamerasystem» bei, das am Werkzeug verschiedene Merkmale überprüft und bei Fehlern ein Ausschleusen des Werkzeugs veranlasst. Neu war ausserdem ein integriertes Ultraschallreinigungsbad.

Der «Automation Cube One» lohnt sich vor allem für Unternehmen mit einer Vielzahl an Werkzeugwechseln pro Tag. Eine Automatisierung im Werkzeugmanagement ist jedoch für viele Anwender sinnvoll. Daher stellte Haimer auf der EMO eine einfachere Automatisierungszelle vor, die mit einem «Fanuc Cobot» die Be- und Entladung eines «Microset VIO»-Voreinstellgerätes übernahm. Sie hilft, den Engpass an qualifizierten Mitarbeitern im Bereich Werkzeugtechnologie auszugleichen und Werkzeuge, die für einen Gesamtauftrag vorbereitet werden müssen, automatisiert zu vermessen.

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Schwingungsdämpfende Eigenschaften ähnlich wie Hochleistungsschrumpffutter

Das «Haimer Hybrid Chuck» kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungsschrumpffutters.(Bild:  Haimer)
Das «Haimer Hybrid Chuck» kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungsschrumpffutters.
(Bild: Haimer)

Neben den zukunftsweisenden Digital- und Automatisierungsentwicklungen stellte Haimer auch zahlreiche Neuheiten und Verbesserungen bei den Basiskomponenten vor. Das vor zwei Jahren erstmals präsentierte «Haimer Hybrid Chuck» ist inzwischen in zahlreichen Längen und Grössen verfügbar. Diese Spanntechnologie kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungsschrumpffutters. Zahlreiche Versuche und Langzeittests haben gezeigt, dass damit die Bearbeitungszeiten kürzer, die Werkzeugstandzeiten länger und die Produktivität merklich höher werden.

Auch das Mikrospannzangenfutter «Micro Collet Chuck» ist mittlerweile zur Serienreife gelangt. Es eignet sich für Schaftdurchmesser ab 1 mm und trägt der Kundenanforderung Rechnung, höchsten Rundlauf bei gleichzeitig einfachster Handhabung zu erzielen.

Zudem hat Haimer sein Angebot an PSC-Werkzeugaufnahmen mit Polygonschaft ISO 26623 erweitert. Neben den bisher verfügbaren Grössen PSC32/40/50/63 sind jetzt auch «Haimer PSC80»-Aufnahmen im Sortiment – selbsterklärend mit Kühlmittelübergaberohren der neuesten Norm entsprechend.

Hochleistungs-VHM-Schaftfräser bringt hohes Zeitspanvolumen

Den neuen VHM-Schaftfräser «Haimer Panther Mill» gibt es mit Glatt-, Safe-Lock- (im Bild) und Weldonschaft.(Bild:  Haimer)
Den neuen VHM-Schaftfräser «Haimer Panther Mill» gibt es mit Glatt-, Safe-Lock- (im Bild) und Weldonschaft.
(Bild: Haimer)

Für grosse Aufmerksamkeit sorgte – so der Hersteller - seit kurzem der neue Vollhartmetall-Schaftfräser «Haimer Panther Mill». Den Namen trägt er völlig zurecht, denn er hat wesentliche Eigenschaften des Raubtiers adaptiert: Ob beim Besäumen, Nuten, Wälzen oder Rampen – stets zeigt er sich als Hochleistungswerkzeug, das ein hohes Zeitspanvolumen generiert und für alle Stahl- und rostfreien Werkstoffe optimal ausgelegt ist. Vier Schneiden mit ungleicher Teilung, eine optimierte Schneidengeometrie, der angepasste Drallwinkel von 36°/38° und eine stabile Stirngeometrie sorgen für ein Optimum an Leistung und Produktivität.

(böh)

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