Bildungsgang Produktionstechnik Grosse Diplomfeier für Produktionsfachleute und Produktionstechniker HF
>> Am 1. März feierten in Lenzburg 57 Berufsleute den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung als Produktionsfachleute oder Produktionstechniker HF.
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Man traf sich in der gediegenen Atmosphäre des Alten Gemeindehauses unterhalb des Lenzburger Schlossberges: 38 Absolventen der eidgenössischen Berufsprüfung für Produktionsfachleute, 19 Diplomanden Techniker HF Maschinenbau mit Vertiefungsrichtung Produktionstechnik. Durch den Abend führte Hansjürg Winzeler, Geschäftsführer VMTW.
Praxisbezug garantiert Ausbildungserfolg
Der Praxisbezug ist die wichtigste Basis für die Relevanz einer beruflichen Qualifikation. Einleitend in seiner Festrede umriss Felix Stutz, Präsident des Dachverbands Swissmechanic und des VMTW, das eminente Engagement des Verbands für dieses Anliegen. Als Arbeitgeber, Fach- und Berufsverband der KMU in der mechanisch-technischen Branche ist Swissmechanic am Puls der industriellen Praxis und speist diese Erfahrung fortwährend in die berufliche Grund- und Weiterbildung ein: mit massgeschneiderten Ausbildungs- und Prüfungsunterlagen, dem Betrieb eigener Ausbildungszentren, einem vielfältigen Schulungsangebot für Berufsleute, Kader und Firmeneigner, schliesslich – last, but not least – mit dem Einsatz auf dem politischen Parkett für eine angemessene Unterstützung und Umsetzung im Bildungssystem.
Felix Stutz gratulierte den frischgebackenen Produktionsfachleuten und Produktionstechnikern HF zu ihrem Erfolg und dankte allen Beteiligten – Dozenten, Angehörigen, Betrieben – für die Unterstützung. Drei Empfehlungen gab er auf den Weg: Geduld – Veränderungen benötigen ihre Zeit –, Gelassenheit – ein Perspektivwechsel relativiert Probleme –, Ehrlichkeit – auch zu Fehlern zu stehen. Sie wären nun bestens für ihre künftigen Aufgaben gerüstet und fähig, Impulse zu setzen, daneben gälte es aber auch, den persönlichen Ausgleich mit Sport, Kultur und Beziehungspflege nicht zu vergessen.
Was wird von Vorgesetzten erwartet? Felix Stutz rät zur Freude an der Arbeit und zum Lob, zum Fördern, aber auch Fordern der Mitarbeiter. Allerdings gehöre neben dem Erfreulichen auch der Frust zum Betriebsalltag: Gerade da wären sie als Chefs mit Geduld und gelassenem Vertrauen in das eigene Können gefordert. Und in der Sandwichposition zwischen Führung und Mitarbeitern sei es wichtig, mit Persönlichkeit die angemessene Position in der Firma zu suchen. Zentral dabei wären ebenso ein gutes Gespür für das Machbare und die Individualität der Mitarbeiter wie eine klare Linie, die auch Kritik nicht scheut.
Felix Stutz beschliesst seine Festrede mit der Überzeugung, dass die Maschinenindustrie gerade sie benötige: Leute mit einer qualitativ hohen Ausbildung als Produktionsfachleute und Produktionstechniker HF. Ihre Kompetenz und ihre Ideen wären sehr gefragt, damit die Schweizer MEM-Industrie weiterhin an der Weltspitze mithalten kann. Und wenn der Zeitpunkt wieder mal kommt, würde er sich freuen, sie erneut bei einer Weiterbildung von Swissmechanic und VMTW zu finden.
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