Stromgittermasten Grosse Winkelprofile ordentlich richten

Redakteur: Luca Meister

Über die Tagesmedien hört man immer wieder: Deutschland braucht neue Stromtrassen. Dafür werden jede Menge Masten für die Aufhängung der Leitungen benötigt, die beispielsweise von der AGO Stahlbau aus Profilstahl hergestellt und geliefert werden. Für die Bearbeitung ist es aber dringend notwendig, dass die Profile eine absolute Geradheit aufweisen.

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Mit der neuen Richtmaschine der Stierli-Bieger AG werden grosse Winkelprofile vermessen, protokolliert und bei einer Abweichung über den unternehmenseigenen Qualitätsanspruch auch gerichtet. V.l.n.r.: Oliver Meyer (CEO von OM Datacom), Claudio Müller (Technischer Leiter bei der Stierli-Bieger AG), Manfred Vonau (Fertigungsleiter bei AGO Stahlbau) und Thomas Stierli (CEO der Stierli-Bieger AG).
Mit der neuen Richtmaschine der Stierli-Bieger AG werden grosse Winkelprofile vermessen, protokolliert und bei einer Abweichung über den unternehmenseigenen Qualitätsanspruch auch gerichtet. V.l.n.r.: Oliver Meyer (CEO von OM Datacom), Claudio Müller (Technischer Leiter bei der Stierli-Bieger AG), Manfred Vonau (Fertigungsleiter bei AGO Stahlbau) und Thomas Stierli (CEO der Stierli-Bieger AG).
(Bild: Stierli-Bieger)

mei. Die Stierli-Bieger AG hat eine neue automatische Richtmaschine für Winkelprofile an den deutschen Gittermasthersteller AGO Stahlbau Neuwied GmbH geliefert. Innerhalb weniger Monate haben die beiden Unternehmen eine neue Anlage entwickelt.

220 Tonnen Druckkraft

Die automatische Richtmaschine besitzt eine Druckkraft von 220 Tonnen und wird für die Fabrikation von Stromgittermasten benötigt. Diese werden in Deutschland für neue Stromleitungen vom Norden (Stromerzeugung) in den Süden (Stromkonsum) gebaut. Dafür braucht es Masten, die aus unterschiedlichen Winkelprofilen gefertigt werden.

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«Die Richtmaschine spielt dabei eine zentrale und wichtige Rolle in der Produktion von AGO», betont Manfred Vonau von der AGO Stahlbau Neuwied GmbH. Leider kommt es nicht selten vor, dass der Strommastenproduzent Winkelprofile aus verschiedenen Walzwerken erhält, die in ihrer Geradheit ausserhalb der vorgegebenen Norm liegen. Bei grossen Winkelprofilen kann selbst die Einhaltung der zulässigen maximalen Toleranz der Norm zu Bearbeitungsproblemen auf modernen AGO-Fertigungsanlagen führen.

Mit der neuen Richtmaschine der Stierli-Bieger AG werden die angelieferten grossen Winkelprofile vermessen, protokolliert und bei einer Abweichung, die über den unternehmenseigenen Qualitätsanspruch hinausgeht, gerichtet.

Messen und Richten automatisch

Auf den ersten Blick erkennen nur Experten, was diese Richtmaschine alles kann. Thomas Stierli, Geschäftsführer, erklärt deshalb die raumfüllende Anlage wie folgt: «Die Winkelprofile werden vom Kunden für den Transport auf die Kettenförderer gelegt, danach werden sie automatisch gemessen und gerichtet. Verantwortlich für die Vermessung sind neun Laser, die fähig sind, unterschiedlich grosse Winkelprofile – bis zu einer Länge von 12 Meter – aus welchem Material auch immer, zu messen.» Die Vermessung des Winkelprofils ist notwendig, damit die Krümmung des Profils ermittelt werden kann und anschliessend mit diesen Angaben das Profil in der Maschine gerade gerichtet werden kann.

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