Product Lifecycle Management

>> PLM und der soziale Aspekt

| Redakteur: Luca Meister

Das Swiss PLM-Forum an der Hochschule für Technik Rapperswil bot zahlreiche Referate über den Einsatz von Product Lifecycle Management in der Praxis.
Das Swiss PLM-Forum an der Hochschule für Technik Rapperswil bot zahlreiche Referate über den Einsatz von Product Lifecycle Management in der Praxis. (Bild: SMM)

Am 8. November fand das Swiss PLM-Forum am Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion IPEK der HSR Hochschule für Technik Rapperswil statt. Die Tagung befasste sich mit der Bedeutung von PLM im globalisierten Umfeld und bot diesbezüglich praxisbezogene Anwendervorträge, die sich anhand aktueller Projekte mit der Thematik auseinandersetzten.

mei. Neben den Anwendern waren auch Software-Anbieter mit Ständen im Ausstellungsbereich präsent. Die Procad Schweiz, zum Beispiel, nutze die Gelegenheit und stellte vorort die neuste Version des Systems «Pro.File 8.4» vor. Im Zentrum der neuen Version stehen die standortübergreifende Handhabung von Produktdaten sowie der Austausch von Unterlagen mit Entwicklungspartnern. Mit dem neuen Modul «Proom» können grosse Dokumente und CAD-Unterlagen über die Cloud einfach und sicher mit Partnern und Kunden ausgetauscht werden. Um den standortübergreifenden Datenaustausch ging es auch in der Veranstaltung.

Handhabung von Produktdaten problematisch

Ein von mehreren Referenten angesprochenes Thema war der Technologietransfer. Die Auslagerung der Fertigung in Niedriglohnländer kann, wie ein namhafter Werkzeugmaschinenhersteller erklärte, einige Probleme mit sich bringen. Diese ergäben sich nicht aus technischen Hürden, sondern oft aufgrund arbeitsphilosophischen Differenzen der einheimischen Mitarbeiter (hier ist nicht etwa die Motivation gemeint, sondern die Arbeitsweise oder Methodik).

Lokale Fertigungsgegebenheiten dürfen nicht ignoriert oder durch heimische ersetzt, sondern müssen in den Prozessen berücksichtigt werden. Diese Prozesse dürfen aber nicht einfach vom Mutterhaus kopiert werden – das wäre zu heikel, was den Schutz von Produktdaten angeht. Die bisher wohl beliebteste Lösung ist die Anwendung verschiedener Zugriffsstufen. Meist haben asiatische Standorte weniger Zugriffsrechte als ihre westlichen Zentralen, um Know-how vor Plagiaten zu schützen. Wo aber die Zugriffsgrenze gesetzt wird, variert von Unternehmen zu Unternehmen und ist vielmals schwer zu bestimmen geschweige denn umzusetzen.

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