Gutes Klima dank sicheren Verbindungen

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Extreme Belastungen

Ziehl-Abegg setzt Pias-Einstanzmuttern von Arnold & Shinjo bei Axialventilatoren unterschiedlicher Ausprägungen ein, die vor allem unter Sicherheitsaspekten höchste Qualitätsansprüche erfüllen müssen. Sie zeichnen sich durch ein vergleichsweise hohes Eigengewicht von bis zu 50 Kilogramm aus und produzieren unter Umständen entsprechend hohe Ausreisskräfte.

Zusätzlich belasten widrige externe Faktoren die Funktionalität des Aussenläufermotor-Konzepts. Installiert als Wärmetauscher auf den höchsten Dächern der Welt sind sie beispielsweise am bekannten, 312 Meter hohen Burj al Arab in Dubai extremen und kurzfristigen Temperaturstürzen von etwa 50°Celsius in der arabischen Mittagszeit bis zu Minustemperaturen in der Nacht ausgesetzt.

Konstruktionsbedingt belasten die Schwingungen des Rotors besonders die Verbindungselemente der Motoraufhängung zwischen Ventilator und Gehäuse. Korrosionseffekte in Meeresnähe oder chemische Einflussfaktoren wie Ammoniak in der Landwirtschaft stellen diese Kontaktpunkte vor weitere qualitative Herausforderungen. Vielfach in unmittelbarer Nähe von Arbeitsplätzen oder zur Belüftung von besucherintensiven Veranstaltungsplätzen wie Messen oder Stadien angebracht, müssen sie zwangsläufig höchs-ten Sicherheitsanforderungen genügen.

Lebenslange Verbindung

Pias-Einstanzmuttern haben sich unter diesen Voraussetzungen als Verbindungselemente erwiesen, die auch unter extremen Bedingungen weit über den Produkt-Lebenszyklus hinaus sämtliche sicherheitsrelevanten Prüfungen erfolgreich absolvieren. Im Rahmen zerstörender Dauerversuche im Ziehl-Abeggeigenen Entwicklungs- und Versuchslabor stellten die Verbindungen ihre Leistungsfähigkeit über die gesamte Zeitschiene eindrucksvoll unter Beweis: Eine Versuchsanordnung sah beispielsweise anstatt der betriebsüblichen Druckbelastung eine Belastung der Einstanzmutter unter Zug in Verbindung mit starker Unwucht vor. Während die gestanzte Verbindung stabil überdauerte, riss die Blechperipherie ein.

Dabei ist das Prinzip der Einstanzmutter so einfach wie genial. Das Verbindungselement wird durch ein standardisiertes Werkzeug lagerichtig an die Verarbeitungsstelle herangeführt und die Mutter positionsgenau eingestanzt. Der Stanzbund stanzt ein Loch in das Blech, anschliessend wird das Blech in das Verbindungselement gepresst. Der Stanzabfall wird durch die Matrize abgeführt.

Systemlösung rechnet sich

Als entscheidender Wettbewerbsvorteil hat sich für Arnold & Shinjo die Tatsache erwiesen, dass man Ziehl-Abegg gleich die zum Produkt passende Verarbeitungstechnik mitliefert. Die massgeschneiderte Systemlösung besteht aus Stanzkopf und -Matrize. Zusätzlich liefern die Verbindungsspezialisten die notwenige Förder- und Steuertechnik. Lediglich das Werkzeug entwickelten die Ventilatorenhersteller selbst.

Die Kombination ermöglicht einen Verarbeitungsprozess, der bis zu achtmal schneller ist als das vorher eingesetzte Verfahren. Wurde bei der konventionellen Lösung in der Vergangenheit die Mutter einzeln eingenietet, erlaubt das neue Konzept die zeitgleiche Einbringung von bis zu vier Stanzmuttern in einem Arbeitsgang. Die Verbindungselemente werden über Schläuche an das Werkzeug geführt und dort über den Arnold & Shinjo-Multiverteiler an die jeweiligen Stanzköpfe verteilt. Gleichzeitig reduziert der Multiverteiler im System die konventionell benötigten Schnittstellen zum Werkzeug.

Zusätzlich setzt das System Akzente unter qualitativen Aspekten. Einstanzmuttern garantieren hohe Prozesssicherheit. Durch die Verarbeitung im Werkzeug sind erheblich geringere Positionstoleranzen notwendig, als bei der Einzelelement-Variante. Die Mutter stanzt sich das Loch selbst und ist daher exakt im Bauteil positioniert. Der relative Lochabstand zueinander bleibt stets gleich, es existieren keine Toleranzen zwischen den Muttern untereinander.

Zeitsparender Verarbeitungsprozess

Die Verwendung von Pias-Einstanzmuttern hat sich auch in Einsatzorten, die unter hohen Belastungen unterschiedlicher externer Kräfte stehen, bewährt. Bei Ziehl-Abegg sind die Einstanzmuttern als Systemlösung in Verbindung mit der passenden Verarbeitungstechnik etabliert und zeigen unter Qualitätsaspekten beeindruckende Ergebnisse. Ausserdem senkt der zeitsparende Verarbeitungsprozess Kos-ten. Maschinenbautechniker Patrick Neumaier von Ziehl-Abegg bezeichnet das Konzept als innovative Lösung: «Arnold & Shinjo ist für uns nicht nur ein seit Jahren verlässlicher Lieferant, sondern vor allem in technologischer Hinsicht ein strategischer Partner im zunehmenden Wettbewerb.»

InformationArnold & Shinjo GmbH & Co.KGMax-Planck-Strasse 19D-74677 DörzbachTel. +49 7937 8031 0 Fax +49 7937 8031 50info@arnold-shinjo.dewww.arnold-shinjo.de

AnwenderZiehl-Abegg AGHeinz-Ziehl-StrasseD-74653 Künzelsauwww.ziehl-abegg.de

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