Handelskammer Deutschland Schweiz: Wirtschaftsbeziehungen D-CH auf Erholungskurs
>> Die Handelskammer Deutschland Schweiz informierte an ihrer Jahrespressekonferenz über die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Der Wirtschaftsverkehr im Jahr 2010 stand ganz im Zeichen der Erholung, nachdem im Vorjahr einer der stärksten Rückgänge des Handelsvolumens beider Länder seit dem Zweiten Weltkrieg verkraftet werden musste. Allerdings konnte das hohe Niveau der Zeit vor der Krise noch nicht erreicht werden.
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Die Aussenhandelsergebnisse des Jahres 2010 unterstreichen einmal mehr die seit Jahren anhaltende solide und breit verankerte Wirtschaftspartnerschaft zwischen Deutschland und der Schweiz. Erkennbar ist dies auf beiden Seiten beim Export und Import:
Import und Export gestiegen
So verkauften Schweizer Unternehmen Waren im Wert von CHF 37,7 Mrd. nach Deutschland, was einer Zunahme von 6,8 % entspricht. Mit einem Exportanteil von 19,5 % blieb der nördliche Nachbar unverändert der wichtigste Zielmarkt für die Schweizer Exportwirtschaft.
In umgekehrter Richtung bezog die Schweiz Waren im Wert von CHF 57,2 Mrd. aus Deutschland – ein Zuwachs von CHF 3,4 Mrd. bzw. 6,3 %. Mit 32,9 % Importanteil bleibt Deutschland unverändert der wichtigste Beschaffungsmarkt für die Schweiz, auch wenn der Anteil geringfügig tiefer als im Vorjahr liegt.
Für die Dynamik im Aussenhandel Deutschland-Schweiz war weitgehend das weltweite Expansionstempo verantwortlich. In geringerem Masse waren auch die Einflüsse der Wechselkursverhältnisse sichtbar, wurden aber von der Konjunktur positiv überlagert.
Internationaler Vergleich
Im internationalen Vergleich ist Deutschland für die Schweiz mit Abstand der wichtigste Import- und Exportmarkt. Auf Seiten der Importe steht Italien mit 10,6 % Anteil an zweiter Stelle, gefolgt von Frankreich (8,8 %), den Niederlanden (4,8 %) und den USA (4,7 %). Auf Seiten der schweizerischen Exporte sind die USA mit 10,1 % die zweitbesten Abnehmer von Schweizer Produkten. Auf den drei nachfolgenden Rängen finden sich – wie in den Vorjahren – Italien (8,0 %), Frankreich (7,8 %) und Grossbritannien (4,7 %). Aus deutscher Perspektive bleibt die Schweiz mit einem Anteil von 4,0 % der Gesamtimporte der neuntwichtigste Lieferant. Die Schweiz nimmt 4,3 % der deutschen Exporte ab und belegt damit ebenfalls den neunten Rang.
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