Zur Herstellung von Spannsystemen verwendet die Erwin Halder KG gehärteten Stahl. Dessen Bearbeitung bereitete dem Spezialisten für Normteile allerdings Probleme. Die Standzeit des bis dato eingesetzten Werkzeugs war zu gering und die Prozesssicherheit nicht gegeben. Einen neuen Weg schlug das Unternehmen gemeinsam mit den Werkzeug-Experten von Iscar ein. Seit der «VHM-Torusfräser Z7» (bis 72 HRC) im Einsatz ist, hat sich die Standzeit signifikant erhöht, die Bearbeitung läuft prozesssicher durch und Halder konnte die Zeit beim Hartfräsen um 55 Prozent senken.
Mit dem VHM-Torusfräser erzielt der Hammer-Spezialist Halder eine um zwei Drittel kürzere Bearbeitungszeit beim Hartfräsen.
(Bild: Iscar)
Firmengründer Erwin Halder wählte im Jahr 1938 den Weg in die Selbstständigkeit, um seine Erfindung in Eigenregie auf den Markt zu bringen – den Simplex-Schonhammer. Das Prinzip hat sich bis heute nicht verändert: Durch einfach auswechselbare Schlageinsätze in unterschiedlichen Härtegraden lässt sich der Hammer individuell an das zu bearbeitende Material anpassen. Dadurch kann der Anwender das Werkstück schonender bearbeiten, und seine Gelenke sind weniger beansprucht.
Heute beschäftigt das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Achstetten-Bronnen 200 Mitarbeitende. Aus der kleinen Werkstatt des Firmengründers ist ein Areal von 18 000 Quadratmetern Produktionsfläche mit modernem Maschinenpark geworden.
Im Lauf der Jahre hat sich die Produktpalette stetig erweitert. Neben Schonhämmern und Forstwerkzeugen produziert Halder präzise Normalien, Vorrichtungen zur Werkstückspannung und Luftfahrtprodukte. Die Kunden aus Industrie, Handwerk und Handel sind über den Globus verstreut.
Bisheriger Fräser: Probleme beim Hartfräsen der Nuten
Für Spannsysteme verwendet Halder Stahl mit Härte 55 HRC. Um passende Nuten einzubringen, war Hartfräsen angesagt. Mit der Bearbeitung waren die Zerspaner aber nicht zufrieden. Beim eingesetzten Werkzeug eines Iscar-Wettbewerbers war die Standzeit ein grosses Problem.
«Der Fräser hat bestenfalls für ein Werkstück gereicht, ehe er stark verschlissen war», schildert Patrick Ehringer, Meister in der Fertigung bei Halder. Zudem war die Qualität der Nuten nicht gleichbleibend hoch. «Es kam immer wieder vor, dass der Bediener die Bearbeitung mit einem neuen Fräser erneut durchlaufen lassen musste. Dieses Werkzeug war nicht prozesssicher», fasst er zusammen.
«VHM-Torusfräser Z7» zur Hartbearbeitung bis 72 HRC
Auf der Suche nach einer Alternative wurden die Schwaben schliesslich bei Iscar fündig. Florian Schöffler, Beratung und Verkauf, und Martin Staudacher, Technische Beratung und Vertrieb, nahmen sich der Sache an. Nach gründlicher Analyse schlugen sie den «VHM-Torusfräser Z7» zur Hartbearbeitung bis 72 HRC vor.
Iscar hat sein Portfolio als Vollsortimenter um die Hochleistungswerkzeuge der Linie «Solidmill High-Hard» erweitert. Angeboten werden Kugel-, Hochvorschub- und Torusfräser. Die Werkzeuge besitzen eine spezielle Mikrogeometrie und widerstandsfähige Substrate zur wirtschaftlichen Bearbeitung von gehärtetem Stahl, PM-Stahl und HSS. «Die Fräser punkten durch die Kombination aus Produkt-Weiterentwicklung und Bearbeitungsstrategie. Dabei muss der Kunde freilich bereit sein, diesen Weg einzuschlagen», erklärt Florian Schöffler.
Eindeutige Testergebnisse
Genau auf diese Bereitschaft sind die Iscar-Experten bei Halder gestossen. «Wir haben intern das passende Werkzeug ausgesucht und dieses gemeinsam am Bauteil eingefahren», sagt Martin Staudacher. Die Ergebnisse waren eindeutig: Im Vergleich zum Wettbewerb bearbeitete der «Torusfräser Z7» deutlich mehr Spannsysteme pro Stunde. Die Maschinenkosten pro Bauteil lagen klar unter dem Wettbewerbsprodukt, und das Zeitspanvolumen hat sich erhöht. «Diese Ergebnisse haben uns überzeugt. Wir haben den Fräser von den Tests direkt in die Produktion übernommen», schildert Patrick Ehringer.
Zehn statt zwei Bauteile und doppelt so schnell
Eine Entscheidung, die Halder keine Sekunde bereut hat. Seit der VHM-Fräser mit Durchmessern von sechs, acht und zehn Millimetern im Einsatz ist, erzielen die Zerspaner beim Hartfräsen eine deutlich kürzere Bearbeitungszeit. Pro Fräser können jetzt zehn anstatt bisher lediglich zwei Bauteile bearbeitet werden.
«Das Werkzeug weist einen deutlich geringeren Verschleiss auf als der Vorgänger, und die Prozesssicherheit ist gegeben», schildert Patrick Ehringer. Halder spart mit der Iscar-Lösung Zeit und Geld. «Die Bediener müssen bei einem Werkzeugwechsel nicht nachjustieren, und wir haben beim Hartfräsen nur noch die halbe Bearbeitungszeit», weiss Patrick Schneider, CAM-Programmierer bei Halder.
Sehr positiv bewerten die Anwender auch die langjährige Zusammenarbeit mit Iscar. «Die Betreuung ist sehr gut, die Mitarbeiter sind immer erreichbar, und Iscar reagiert auf unsere Anfragen immer schnell», sagt Patrick Ehringer. Der erfolgreiche Einsatz des Iscar-Werkzeugs hat dazu geführt, dass auch andere Bauteile mit dem VHM-Fräser bearbeitet werden. Patrick Ehringer fasst zusammen: Wir stellen komplett um. Was hart gefräst wird, wird mit Iscar gefräst.»
Stand vom 30.10.2020
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