Präzision Höchste Qualität und feinste Oberflächen

Redakteur: Anne Richter

Vielfältige Präzisions-Drehmaschinen für Ausbildung, Reparatur, Werkzeugbau und Produktion zeigte Weiler auf der AMB in Stuttgart. Von der Prototypen- und Einzelteilfertigung bis zur Grossserie versprechen die Maschinen höchste Qualität und beste Oberflächen.

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Neues und vollständig überarbeitetes Design mit der neuen Steuerung SL2.
Neues und vollständig überarbeitetes Design mit der neuen Steuerung SL2.
(Bild: Weiler)

ari. Neun Präzisions-Drehmaschinen und eine Radial-Bohrmaschine für die effiziente und präzise Fertigung zeigte Weiler in diesem Jahr auf der AMB in Stuttgart. Damit gibt der fränkische Maschinenbauer einen Überblick über sein umfangreiches Programm konventioneller, servokonventioneller, zyklengesteuerter und CNC-Präzisions-Drehmaschinen. Alle Modelle bestechen durch vielfältige Einsetzbarkeit, stabile Bauweise und grosse Laufruhe über den gesamten Drehzahlbereich sowie exzellente Zerspanungsleistungen und hohe Produktivität. Ihre langlebige Genauigkeit gemäss der anspruchsvollen Weiler-Abnahmenorm übertrifft die Werkzeugmachergenauigkeit der DIN 8605 deutlich und gewährleistet feinste Oberflächen auch nach Jahren intensiven Einsatzes. Der Marktführer bei konventionellen Präzisions-Drehmaschinen im deutschsprachigen Raum zeigte aus seiner erfolgreichen Baureihe die Modelle Primus VCD, Praktikant GS, Condor VCplus und DA 260 AC x 1000. Sie kommen vor allem in der Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien zum Einsatz und zeichnen sich durch Präzision, Ergonomie, Zuverlässigkeit und Sicherheit aus.

Robuster, schwingungsdämpfender Aufbau

Mit einer Spitzenweite von 500 mm, einer Spitzenhöhe von 140 mm und einem Umlaufdurchmesser über Bett von 280 mm ist die Primus VCD Weilers kleinste Präzisions-Drehmaschine. Ein robuster und schwingungsdämpfender Aufbau gewährleistet trotz der kompakten Masse jederzeit präzises Arbeiten. Dank eines grossen, stufenlos einstellbaren Drehzahlbereichs von 30 bis 5000 U/min werden genaueste Ergebnisse auch bei kleinen Werkstücken erreicht. Der Zusatz «VCD» steht für die gleichnamige neue digitale Bildschirmanzeige mit übersichtlichem 8-Zoll-Farbbildschirm. Mit ihr können beispielsweise konstante Schnittgeschwindigkeiten mit Drehzahlbegrenzung eingestellt und Drehzahl und Schnittgeschwindigkeit für bis zu 99 Werkzeuge gespeichert werden.

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Bei der Praktikant GS steht – ebenso wie für alle Weiler-Produkte – höchste Bedienersicherheit im Zentrum, weshalb die Präzisions-Drehmaschine zahlreiche Details wie eine automatische Handradausrückung, eine Leit- und Zugspindelabdeckung und eine Spindelbremse aufweist. Für den Einsatz in Ausbildung und Industrie bietet sie eine Spitzenweite von 650 mm, einen Umlaufdurchmesser über Bett von 320 mm und verfügt über ein Schaltgetriebe mit 16 Getriebestufen, über das Drehzahlen zwischen 48 und 2 500 U/min anwählbar sind.

Etwas grösser und komfortabler als die Praktikant-Modelle ist die Condor VCplus mit einer Spitzenweite von 800 mm und einem Umlaufdurchmesser über Bett von 360 mm. Der Drehzahlbereich reicht von 30 bis 4000 U/min. Ausgestattet ist die Präzisions-Drehmaschine mit der Anzeige- und Regelelektronik Weiler VCplus. An einem übersichtlichen 8-Zoll-Farbbildschirm können bequem die Parameter für verschiedene Fertigungsschritte eingegeben werden, beispielsweise für das Arbeiten mit konstanter Schnittgeschwindigkeit, das mühelose Drehen von Kegeln und das Schneiden sämtlicher Gewinde.

Erhältlich für den Einsatz in der Ausbildung ist das Lehrer-Identifikations-System «e-LISSY», bei dem mit unterschiedlichen Codierchips individuelle Zugangsberechtigungen entsprechend dem Lernstand der Auszubildenden vergeben werden können. Wie andere Weiler-Modelle auch ist die Condor VCplus zudem mit dem Energieeffizienzsystem «e-TIM» ausgerüstet, das über verschiedene Funktionen den Energieverbrauch senkt.

Die grösste der ausgestellten konventionellen Präzisions-Drehmaschinen ist das vielfältig einsetzbare Universalmodell DA260 AC. Erhältlich ist es mit Spitzenweiten von 1000 mm und 2000 mm und einem Umlaufdurchmesser über Bett von 535 mm, der über zwölf Stufen einstellbare Drehzahlbereich reicht von 20 bis 2 000 U/min.

Manuell drehen mit Zyklenunterstützung

Zwischen den konventionellen und den zyklengesteuerten Präzisions-Drehmaschinen angesiedelt ist die Baureihe servokonventioneller Modelle. Bei ihnen erleichtert eine Auswahl von Einfachzyklen das manuelle Arbeiten. Repräsentiert wurde diese Produktfamilie auf der AMB durch die C30, die mit konstanter Schnittgeschwindigkeit, Werkzeugmachergenauigkeit und dem Positionieren im µ-Bereich – auch über elektronische Handräder – punktet. Zyklen zum Kegel- und Radiendrehen können bequem über vorgefertigte Eingabemasken angewählt werden, so dass das Arbeiten merklich vereinfacht wird. Für ein breites Anwendungsgebiet ist die C30 dank einer Spitzenweite von 750 mm, einem Umlaufdurchmesser über Bett von 330 mm und einem stufenlos anwählbaren, grosszügigen Drehzahlbereich von 1 bis 4 500 U/min geeignet.

Die zyklengesteuerte Präzisions-Drehmaschine in neuem Design

Ausserdem präsentierte Weiler auf der AMB als Messeneuheit die Präzisions-Drehmaschine E50 SL2 E50HD, die neben vieler konstruktiver Innovationen auch ein vollständig überarbeitetes Design erhalten hat und mit der neuen Weiler SL2-Steuerung ausgestattet ist. Die komfortable Zyklensteuerung basiert auf einer eigenentwickelten, anwenderorientierten Software in der neuen Version SL2 mit einer intuitiv verstehbaren Benutzeroberfläche, die über einen grossen, übersichtlichen 15-Zoll-Bildschirm bedient wird. Aufbauend auf der 840-DSL-Grundsteuerung des Partners Siemens kann sie ohne Programmierkenntnisse schnell und einfach verwendet werden. Zahlreiche Zyklen vom Abspanen über Einstechen und Gewindeschneiden bis hin zum Bohren lassen sich am grosszügigen Display abrufen. Einzeln oder aneinandergereiht laufen sie automatisch ab und sorgen für höchste Präzision und Oberflächengüte.

Für ein breites Anwendungsgebiet der E50HD sorgen der Umlaufdurchmesser über Bett von 570 mm, eine Spitzenweite von wahlweise 1000 oder 2000 mm, die Spindelbohrung von 83 mm bis alternativ 165 mm – und die kraftvolle Zerspanungsleistung des 20 kW starken Antriebs. Mit der E40 steht eine kleinere Version zur Auswahl, die bei gleicher Antriebsleistung einen Umlaufdurchmesser über Bett von 435 mm und eine Spindelbohrung von 66 mm bietet.

Für die Energietechnik, den allgemeinen Maschinenbau und die Schiffbauindustrie steht aus dem oberen Segment die E110 x 3000 mm zur Verfügung. Spitzenweiten zwischen 2000 mm und 15 000 mm bei einem Umlaufdurchmesser über Bett von 1100 mm, Spindelbohrungen zwischen 128 mm und 362 mm und eine Antriebsleistung von 45 kW machen sie zur ersten Wahl unter den Zyklenautomaten für die Schwerzerspanung.

Hochproduktives CNC-Drehzentrum

Als hochproduktives CNC-Drehzentrum zeigte Weiler auf der Messe die DZ45 AGY mit einer zusätzlichen Y-Achse mit Verfahrwegen von +45 mm und -35 mm und der Einsatzmöglichkeit für angetriebene Werkzeuge. Komplexe Werkstücke lassen sich mit ihm in einer Aufspannung bearbeiten. Dank kurzer Rüstzeiten, hoher Eilgangsgeschwindigkeiten und umfangreicher Bearbeitungsmöglichkeiten ist die DZ45 AGY bestens für die effiziente Serienfertigung geeignet.

Aus der Reihe der Weiler-Radialbohrmaschinen zeigte der Maschinenbauer das Modell VO75 mit einem 7,5-kW-Spindelmotor. Konzipiert ist die Maschine zum Bohren, Ausbohren, Ausreiben und Gewindeschneiden an grossen Werkstücken. Dabei zeichnet sich die schwergewichtige und einfach bedienbare VO75 durch grosse Verfahrwege und eine hohe Bohrleistung aus. Eingesetzt werden die Radialbohrmaschinen sowohl in der Einzelteilfertigung als auch in der Serienproduktion. <<

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