Igus auf der Automatica 2025: Halle A4, Stand 103 Humanoide unterstützen industrielle Fertigung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Igus stellt seinen humanoiden Roboter «Iggy Rob» vor. Er hat zwei Arme und besteht aus hochwertigen Kunststoffen. Wirtschaftlicher und beweglicher als andere Roboter soll er künftig Personal in der Fertigung, beim Transport und im Service unterstützen.

Künftig Kollege in Werkshallen: Humanoide Roboter wie der «Iggy Rob» von Igus sollen industrielle Tätigkeiten wie Transporte und Service übernehmen.(Bild:  Igus)
Künftig Kollege in Werkshallen: Humanoide Roboter wie der «Iggy Rob» von Igus sollen industrielle Tätigkeiten wie Transporte und Service übernehmen.
(Bild: Igus)

Humanoide Roboter stehen kurz davor, die Industrie kräftig umzukrempeln. Bisherige Systeme erfordern allerdings hohe Investitionen. Dahingegen erweist sich der humanoide «Iggy Rob» von Igus als besonders wirtschaftlich. Fertigungsunternehmen können ihn zunächst testen und seine Möglichkeiten prüfen, bevor sie investieren.

Chancen erkennen

Der Trend zeigt klar in eine Richtung. Schätzungen zufolge könnten bis zum Jahr 2030 20 Millionen humanoide Roboter in der Industrie im Einsatz sein. Die Nachfrage nach der Technologie steigt auch bei europäischen Unternehmen. Allerdings gilt es, eine Hürde zu überwinden. Humanoide Roboter erfordern bisher wegen ihrer komplexen Technik hohe Investitionen. Zudem sehen zahlreiche Unternehmen noch nicht geeignete Anwendungen, die solche Investitionen rechtfertigen. Die Experten für Kunststoffe und Automation beim Hersteller Igus in Köln beabsichtigen, dies zu ändern. Mit dem Humanoiden «Iggy Rob» stellt das Unternehmen einen humanoiden Roboter bereit, der dank seiner zwei Arme und eines stabilen, auf angetriebenen Rädern aufgebauten Unterbaus eine Vielzahl von Anwendungen ermöglicht. «Die Welt ist für den Menschen geschaffen, das Potenzial für humanoide Roboter ist deshalb riesig», erklärt Alexander Mühlens, Leiter Geschäftsbereich Low-Cost-Automation bei Igus.

Pausenlos arbeiten

Der humanoide Roboter «Iggy Rob» ist etwa 1700 mm hoch. Er kann sich acht Stunden lang mit nur einer Akkuladung bewegen. Ausgestattet mit einem Lächeln begrüsst er seine Kolleginnen und Kollegen mit zwei Cobot-Armen und zwei bionischen Händen. Der Roboter verfügt über einen LIDAR-Sensor und 3D-Kameras zum Erkennen seiner Umgebung und navigiert damit problemlos durch sein Umfeld. Zur Steuerung nutzt der Hersteller die selbst entwickelte Steuerung Robot Control. Der Roboter ist nach VDE 5050 für das Flottenmanagement zugelassen und besitzt eine CE-Zertifizierung. Ergänzt um eine ROS2-Schnittstelle erfüllt er die Anforderungen an aktuelle Robotik.

Auf Basis autonomer mobiler Robotik

Die Basis des Humanoiden bildet der Autonome Mobile Roboter (AMR) «ReBeL Move». Die mobile Plattform ist dank einer Dreipunktlagerung sehr stabil. Bewusst haben die Konstrukteure beim humanoiden Roboter auf Beine verzichtet, da die Infrastruktur für AMR in vielen Werkstätten bereits fortgeschritten ist. Mit 50 kg Tragfähigkeit und 100 kg Zuladung schafft der AMR die Voraussetzungen für Bewegungen unabhängig von definierten Arbeitsplätzen. Somit kann der Humanoid als Serviceroboter am Empfang arbeiten, Transportaufgaben in der Fabrik übernehmen oder in der Kantine Besteck abräumen. Der Kölner Hersteller plant, den Humanoiden in seinem Unternehmen zunächst beim Einlegen von Bauteilen in Spritzgussmaschinen zu nutzen. «Wir gehen davon aus, dass humanoide Roboter zu Beginn vor allem für industrielle Zwecke interessant sind», erklärt Alexander Mühlens.

Gemeinsam entwickeln und optimieren

Um den humanoiden Roboter zu verbessern, erfragt der Hersteller Meinungen erster Anwender ausserhalb des eigenen Fertigungsbetriebs. Der Hersteller stellt dazu das Programm «Test before Invest» zur Verfügung. Beabsichtigt ist, dass Teams aus Ingenieuren und Technikern des Herstellers und von Anwendern Potenziale der Robotertechnologie evaluieren und Einsatzmöglichkeiten prüfen.

(kmu)

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