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Interview mit Pascal Blanc, Bereichsleiter «Industrie und Technik», Bernexpo Innoteq 2021 startet digital

Autor / Redakteur: Matthias Böhm, Chefredaktor / Matthias Böhm

Die neu lancierte Innoteq wird 2021 in digitaler Form stattfinden. Dies nachdem die Verbände Swissmechanic, Swissmem und Tecnoswiss zusammen mit der Veranstalterin Bernexpo entschieden haben, die hybride Lancierung in das Jahr 2023 zu verschieben. Pascal Blanc, Bereichsleiter «Industrie und Technik» bei der Bernexpo, zeigt im SMM-Exklusivinterview, wie es dazu kam und was im März an der digitalen Innoteq geboten wird.

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«Hinter der Innoteq stehen die Trägerverbände Swissmechanic, Swissmem und Tecnoswiss. Gemeinsam mit Ihnen prägt die Benexpo die neue Messe.» Pascal Blanc (Bereichsleiter Industrie und Technik, Bernexpo)
«Hinter der Innoteq stehen die Trägerverbände Swissmechanic, Swissmem und Tecnoswiss. Gemeinsam mit Ihnen prägt die Benexpo die neue Messe.» Pascal Blanc (Bereichsleiter Industrie und Technik, Bernexpo)
(Bild: Abetare Caqiki)

Seit der Erstankündigung 2019 ist vieles passiert. Wofür steht die Innoteq heute?

Pascal Blanc: Die Bernexpo hat sich von Beginn weg gemeinsam mit den Trägerverbänden zum Ziel gesetzt, die Innoteq langfristig zur führenden hybriden Plattform der Schweizer Fertigungsindustrie zu entwickeln. Darunter verstehen wir eine Informations-, Wissens-, Dialog- und Netzwerkplattform – live und digital. Die zwischenzeitlichen Entwicklungen haben an diesem Grundgedanken wenig verändert, kurzfristig führen sie jedoch dazu, dass die Plattform 2021 nicht hybrid sondern vorerst digital lanciert wird.

Wodurch will sich die Innoteq von vergleichbaren Formaten differenzieren?

P. Blanc: Hinter der Innoteq stehen neben der Bernexpo die drei Trägerverbände Swissmechanic, Swissmem und Tecnoswiss. Gemeinsam entwickeln wir den neuen Branchentreffpunkt der Schweizer Fertigungsindustrie und werden diesen in den kommenden Jahren laufend ausbauen. Neben dem Herzstück der hybriden Messe in Bern werden weitere Formate hinzukommen. Die digitale Plattform ermöglicht zudem auch den ganzjährigen Austausch mit allen Stakeholdern. Dadurch entsprechen wir den heutigen Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden, ermöglichen Begegnungen und Dialoge und daraus neue Ideen und Kooperationen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.

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Welche Faktoren führten zum Entscheid, die Innoteq digital durchzuführen?

P. Blanc: Die aktuellen Rahmenbedingungen, die vorherrschende Planungsunsicherheit und die damit verbundenen herausfordernden wirtschaftlichen Perspektiven erschweren aktuell eine erfolgreiche Lancierung der hybriden Plattform. Die qualitativen und quantitativen Erwartungen der Bernexpo und der Trägerverbände können in der jetzigen Situation nicht garantiert werden. Die verantwortlichen Partner entsprechen mit diesem Entscheid dem klaren Bedürfnis der Ausstellenden, welche sich im Rahmen einer durchgeführten Befragung ebenfalls für die Verschiebung der Live-Veranstaltung in das Jahr 2023 ausgesprochen haben. Im Gegensatz dazu sehen wir in der Lancierung des digitalen Formats grosse Chancen.

Bereits das Kickoff der Innoteq musste im März 2020 kurzfristig digital angesetzt werden, im August folgte dann die Ankündigung der hybriden Durchführung, nun der Entscheid der digitalen Plattform. Wie sehen Sie als Veranstalterin von Schweizer Industriemessen die aktuellen Entwicklungen?

P. Blanc: Seitens Bernexpo und dem Messeteam der Innoteq sehen wir in dieser Entwicklung viel Positives und grosses Potenzial. Die digitale Verlängerung der physischen Veranstaltung ist ein zentrales Thema, mit welchem wir uns bereits länger beschäftigen. Die aktuelle Pandemiesituation hat die laufenden Prozesse nun beschleunigt. Wir wissen um den dringenden Bedarf der Branche, gerade jetzt und unter diesen erschwerten Umständen im Markt präsent zu sein, Lösungen zu präsentieren und Networking zu betreiben. Deshalb freuen wir uns umso mehr, eine passende digitale Antwort bereit zu haben, gemeinsam auf den Re-Start-Button zu drücken und gemeinsam mit unseren Ausstellenden und Besuchenden diese spannenden Reise zu beginnen.

Viele Live-Veranstaltungen werden aktuell in den digitalen Raum verlagert. Was dürfen Ausstellende und Besuchende von der neuen Plattform erwarten?

P. Blanc: Die digitale Plattform wird analog der hybriden Veranstaltung die Akteure der Schweizer Fertigungsindustrie verbinden. Neben Live-Streams, virtuellen Sales- und Meetingräumen, interaktiven Workshops und digitalem Networking wird sich alles um die besten Lösungen, Innovationen und relevante Branchenthemen drehen. Aber auch die «echte» Veranstaltungsatmosphäre soll nicht zu kurz kommen: Ein Live-TV sorgt für virtuelle Unterhaltung und hält Überraschungen für die Besuchenden bereit. Zudem sehen wir Potenzial hinsichtlich der digitalen Reichweite, der europäischen Ausrichtung sowie der Inhaltsbreite und -vielfalt der Plattform.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?

P. Blanc: Die Bernexpo setzt die digitale Innoteq in exklusiver Zusammenarbeit mit einem innovativen Partner aus der deutschen Messelandschaft um, welcher die Lösung bereits im Oktober an zwei digitalen Veranstaltungen erfolgreich umgesetzt hat. Wir sind überzeugt, unseren Ausstellenden, Partnern und Besuchenden mit der neuen Plattform ein attraktives und vielseitiges digitales Messeerlebnis bieten zu können.

Wie geht es nun weiter?

P. Blanc: Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an der Programmation der digitalen Plattform. Am 18.November 2020 findet der Kickoff-Event der digitalen Innoteq statt. Alle Infos dazu finden Sie unter www.innoteq.ch.

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