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Automatisierungstechnik Innovative Lösungen für intelligente Maschinen

| Redakteur: Silvano Böni

Ein griechischer Philosoph sagte einst: «Veränderung ist eine Konstante.» Daran glauben auch die Mitarbeiter von Parker Hannifin und arbeiten aktiv daran, die innovativsten Trends aus dem Bereich des Maschinenbaus in die nächste Generation ihrer Produkte einfliessen zu lassen.

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Bis zu 75 Prozent des gesamten Industrie-Energiebedarfs werden für die Steuerung von industriellen Elektromotoren verbraucht.
Bis zu 75 Prozent des gesamten Industrie-Energiebedarfs werden für die Steuerung von industriellen Elektromotoren verbraucht.
(Bild: Parker)

Eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft sind die immer weiter steigenden Anforderungen an die Energiewirtschaftlichkeit von Industriemaschinen. Diese Forderung kommt direkt von den Maschinenbauern, aber auch seitens der Regierung, die mit der «Energiestrategie Schweiz 2050» ein Massnahmenpaket vorgestellt hat, welches die Industrie und die Gesellschaft in die Verantwortung einbindet.

Clevere Steuerungen

Wie kann ein Regelantrieb nun bei dem Vorhaben, mit weniger Energie zu produzieren, helfen? Ein Regelantrieb allein kann dieses Ziel natürlich nicht erreichen. Wenn er aber Teil einer energieeinsparenden Lösung ist, kann er sehr wohl zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Die Schätzungen variieren zwar, doch man nimmt an, dass bis zu 75 Prozent des gesamten Industrie-Energiebedarfs für die Steuerung von industriellen Elektromotoren verbraucht werden. Noch erstaunlicher ist, dass nur 10 Prozent dieser Motoren überhaupt mit einer intelligenten Steuerung ausgerüstet sind. Die Mehrzahl wird durch mechanische Eingriffe in Form von Dämpfern, Ventilen oder Kupplungen gesteuert. Das ist, als würde man auf der Autobahn gleichzeitig das Gaspedal voll durchtreten und dabei die Bremsen betätigen, um nicht zu schnell zu fahren. Es gibt sicherlich Industrie-Anwendungen, bei denen Motor und Mechanik ununterbrochen laufen, und dies auch perfekt aufeinander abgestimmt. Der Einsatz einer intelligenten Steuerung wäre für solche Maschinen weniger rentabel, bei vielen anderen allerdings durchaus.

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Umrüstung lohnt sich

Was ist aber mit den klassischen Einwänden, die Umsetzung sei zu schwierig oder die Kosten seien nicht zu rechtfertigen? Sie fallen unter das Motto «Solange es funktioniert, muss auch nichts verändert werden» – das ist zwar eine mögliche Betrachtungsweise, diese führt jedoch letztendlich zu ineffizienten Prozessen, längeren Ausfallzeiten und höheren Wartungskosten.

In den meisten Fällen kann ein Motor einfach innerhalb weniger Stunden mit einem Frequenzumrichter ausgestattet werden. Die Energieeinsparungen zeigen sich umgehend und die Investition zahlt sich bereits nach wenigen Monaten aus. Ebenfalls in die Amortisationsrechnung miteinzubeziehen sind ein geringerer Strombedarf, reduzierte mechanische Erschütterungen und ein geringerer Verschleiss der Anlage, eine längere Lebensdauer von Filtern, Lagern und Riemen, eine gesteigerte Produktivität und ein deutlich verminderter Wartungsaufwand.

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