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Auf nationaler Ebene bleibt unbestritten, dass das Bau- und Baunebengewerbe, der Handel sowie Hotellerie und Gastro beim Schweizerischen Gewerbeverband tonangebend sind. Wie beurteilen Sie die Kräfteverhältnisse im Kanton Zürich?
M. Arnold: Wir kennen im Kanton Zürich keine Dominanz einzelner Branchen oder Branchengruppen. Unser Vorstand ist breit abgestützt, und wir legen Wert darauf, dass bei der Neubesetzung des Vorstandes eine möglichst ausgewogene Zusammensetzung erzielt werden kann. Mir scheint es jedoch wichtig, dass gerade Branchen, die in unserem Kanton stark vertreten sind, sich auch mit entsprechender Stärke im Vorstand des KGV repräsentieren.
Welche Bedeutung nimmt die SWISSMECHANIC Sektion Zürich in Ihrer Organisation wahr?
M. Arnold: SWISSMECHANIC hat grundsätzlich eine grosse Bedeutung. Zu meinem Bedauern muss ich feststellen, dass man SWISSMECHANIC, gemessen Grösse und Gewicht des Verbandes, kaum wahrnimmt. Möglicherweise liegt es auch in der bisherigen Ausgangslage, dass eine gewerblich/industriell geprägte, exportorientierte Branche, wie SWISSMECHANIC sie darstellt, sich zu wenig vom Gewerbeverband angesprochen fühlte. Ich bin jedoch überzeugt, dass die seit geraumer Zeit stattfindenden regelmässigen Kontakte viel zur weiteren Annäherung beitragen werden. Es gehört ja bekanntlich zu unseren Aufgaben, Anliegen unserer angeschlossenen Verbände wahrzunehmen und nach Möglichkeit im Sinne des jeweiligen Verbandes zu handeln.
Die SWISSMECHANIC-Dachorganisation ist Mitglied einerseits beim Schweizerischen Gewerbeverband und anderseits auch beim Schweizerischen Arbeitgeberverband. Als grösste nationale Organisation der KMU-MEM-Branche mit über 70 000 Mitarbeitenden (durchschnittliche Betriebsgrösse ca. 50 Mitarbeitende), davon beinahe 6500 Lernende, und einem Umsatz von gegen 20 Milliarden Franken, gibt es viele Stimmen bei uns, die meinen, dass wir von keinem der beiden Dachverbände in unserem Sinne vertreten werden. So sind wir in der Umsetzung der Bildungspolitik eher in der Nähe des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Hingegen fühlen wir uns bezüglich wirtschaftspolitischer Anliegen besser durch den Schweizerischen Arbeitgeberverband vertreten. Wie schätzen Sie diese Situation ein?
M. Arnold: Ich finde die Doppelmitgliedschaft für SWISSMECHANIC bestimmt keine schlechte Lösung. Sowohl der Arbeitgeber- wie auch der Gewerbeverband sind auf nationaler Ebene Organisationen, die durchaus eine entsprechende Gewichtung in der nationalen Politik aufweisen. Je nach Anliegen sollte SWISSMECHANIC von dieser Konstellation auch profitieren können.
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