Gesamte Prozesskette Investitionen und Wachstumskurs

Redakteur: Anne Richter

>> Mit neuen Maschinen und Investitionen in neue Verfahren will Emag seinen Wachstumskurs fortsetzen. Gegenüber dem Jahr 2011 konnte der Umsatz der gesamten Gruppe um 24 Prozent auf 473 Mio. Euro in 2012 gesteigert werden. Emag wächst in allen Märkten, vor allem in Asien und in den USA. Zusätzliche Produktionskapazitäten in China sollen in der Zukunft zum Umsatzwachstum beitragen.

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Neue Möglichkeiten für die Emag Gruppe: Durch die Integration der Eldec Schwenk Induction GmbH kann die gesamte Prozesskette inklusive Härten abgebildet werden.
Neue Möglichkeiten für die Emag Gruppe: Durch die Integration der Eldec Schwenk Induction GmbH kann die gesamte Prozesskette inklusive Härten abgebildet werden.
(Bild: Emag)

ari. Für die Emag Gruppe, Hersteller von Maschinen und Fertigungssystemen zur Bearbeitung von scheibenförmigen, wellenförmigen und kubischen Werkstücken mit Firmensitz im schwäbischen Salach, war das Jahr 2012 geprägt durch Neuentwicklungen. So wurden erstmals die Wellendrehmaschine VTC 100-4 und die vertikale Schleifmaschine VLC 100 G präsentiert. Diese Maschinen komplettieren das Maschinenangebot für Futter- und Wellenteile bis 100 mm Werkstückdurchmesser. Im April 2013 stellte Emag erstmals die 4-achsige Wellendrehmaschine VT 2-4 vor. Zudem zeigte das Unternehmen auf der Hausausstellung (Technologieforum) in Salach die neu entwickelte VL 2. Die VL 2 ist eine einspindlige vertikale Pick-up-Drehmaschine, die sich durch einen extrem kompakten Aufbau und starke Leistungswerte auszeichnet.

Investitionen in China

Durch die Globalisierung wachsen die Märkte weltweit immer stärker zusammen. Vor allem China ist der wichtigste Zukunftsmarkt für die Emag Gruppe. So entsteht in Jintan bis Ende 2013 das erste chinesische Produktionswerk der Unternehmensgruppe. Die Fundamente sind bereits gegossen, derzeit werden die Hallen errichtet. Zusätzlich wollen die Maschinenbauer speziell auf den asiatischen Markt zugeschnittene Maschinen entwickeln. Auch deutsche Standorte sollen von dieser Strategie profitieren.

«Wir wollen aus Emag in den nächsten Jahren einen internationalen Werkzeugmaschinenbauer machen», erklärt Dieter Kollmar, CMO der Emag Holding GmbH. «In der Vergangenheit waren wir sehr stark auf Deutschland und Europa ausgerichtet. In Asien haben wir zum Grossteil Spezialmaschinen verkauft. Diese Ausrichtung ändert sich jetzt.»

Auch der amerikanische Markt entwickelt sich sehr positiv und wird intensiv bearbeitet. Produktionskapazitäten werden momentan in den USA weiter aufgebaut. Dieser Markt hat sich in den letzten drei Jahren stark belebt und gilt heute als einer der Wachstumstreiber für die Werkzeugmaschinenindustrie.

Härtemaschinen auf Bedarfe zugeschnitten

Das Unternehmen Eldec mit Hauptsitz in Dornstetten bei Freudenstadt in Deutschland entwickelt seit Jahrzehnten komplette Härtemaschinen, die per Baukastenprinzip perfekt auf unterschiedlichste Werkstückabmessungen, das Härtebild oder die gewünschten Losgrössen zugeschnitten werden. Selbst die Erwärmungswerkzeuge (Induktoren) werden dafür bei Eldec konstruiert und hergestellt. Seit Februar 2013 sind die Spezialisten für Erwärmungstechnologie ein Teil der Emag Gruppe. Damit übernimmt Emag ein Unternehmen, dessen Technologie sich perfekt in viele Emag-typische Produktionsprozesse einpasst.

Das Induktivhärten ist für eine Vielzahl von Werkstücken, die auf Emag-Maschinen bearbeitet werden, interessant. Zum Beispiel bei Elektrolenkungsteilen und Ausgleichsgetrieben kommen Werkstücke zum Einsatz, die nach der Weichbearbeitung induktiv gehärtet werden. Emag ist damit in der Lage, den gesamten Prozess zu liefern.

Konturgetreue Randschichthärten

Eldec Induktionshärtemaschinen mit SDF-Generatoren eignen sich durch ihre Frequenzeinstellbarkeit und höchste Energiedichte hervorragend für das konturgetreue Randschichthärten komplexer Oberflächengeometrien. Durch die kurze Prozessdauer werden die Bauteilverzüge minimiert. Der Nachbearbeitungsaufwand sowie die notwendigen Aufmasse können so reduziert werden. Aber auch als hochflexible Lösung für kleinere Losgrössen ist die SDF-Technologie hervorragend geeignet, da Mittel- und Hochfrequenz vollkommen getrennt voneinander nutz- und regelbar sind. <<

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