Euroblech 2014: Trennen und Verbinden

Kombiniert, flexibel und dazu massgeschneidert

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Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT arbeitet daran, die Fünf-Achs-Wasserstrahltechnologie über die bisherigen Einsatzgebiete hinaus weiterzuentwickeln: Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt «HydroMill» sollen die Fertigungsprozesse qualifiziert und spezielle Software-Tools zur 3D-Bearbeitung entwickelt werden. Ziel ist es, die Technologie auch im Bereich der Hochleistungswerkstoffe für verschiedene Anwendungsfelder einsatzfähig zu machen. Gemäss Fraunhofer-IPT stellt dies für das Wasserstrahlschneiden ein enormes Zukunftspotenzial dar.

Passende Technologie

Neben den gedeihenden Möglichkeiten von 3D-Technologien sind nach wie vor Präzision und Geschwindigkeit auch bei schwer zerspanbaren Materialien gefragt. In der Sägetechnik und bei den Elektrowerkzeugen sind gerade kürzlich Sägeblätter oder Trennscheiben entwickelt worden, die so leistungsstark und robust sind wie noch nie zuvor. Ausserdem werden solche Werkzeuge im Zuge der sich immer weiter entwickelnden Batterieladetechnik langsam, aber sicher immer mobiler.

Im Auge zu behalten ist mit der Entwicklung der einzelnen Verfahren auch der passende Einsatz bestimmter Technologien. So muss das sauberste und schnellste Trennverfahren nicht immer das beste in der spezifischen Anwendung sein. Es gilt einerseits, das passende Verfahren für seine Bedürfnisse ausfindig zu machen (und nach ein paar Jahren abzuklären, ob die Situation immer noch die gleiche ist), und andererseits, die nötige Flexibilität beizubehalten.

Die Plasmatechnologie zum Beispiel kann sich als effiziente Alternative zur Lasertechnologie durchsetzen, wie Igor Mikulina, Geschäftsführer der Microstep Europa GmbH, erläutert: «Von unseren Kunden wird das Plasmaschneiden in vielen Produktionsbereichen zunehmend als qualitativ hochwertige und im Vergleich zum Laser äusserst effiziente Alternative angesehen. Je nach Anforderung ist Plasma hinsichtlich der Investitions- und Betriebskosten klar im Vorteil – und was die Präzision und Qualität unserer modernen Plasmaschneidanlagen angeht, sind unsere Kunden unglaublich positiv überrascht. Lediglich bei relativ dünnen Materialstärken, die mit absolut maximaler Präzision geschnitten werden müssen, ist der Laser nach wie vor die erste Wahl.»

Ganze Prozessketten im Visier

Abschliessend zu einem wichtigen Trend, der sich sowohl beim Trennen als auch beim Verbinden wie auch in anderen Industrien beobachten lässt: die nahtlose Integration in die Prozesskette. Wer sich eine Trennmaschine kauft, sei das eine kleine Säge- oder eine grosse Flachbettanlage, möchte oft nicht nur Komponenten auf die gewünschte Länge bringen. Die Anbindung an Lagersysteme, Zu- und Abführeinrichtungen, Sortiersysteme und Steuerungen ist von zentraler Bedeutung, wenn ein Unternehmen seine Materialfluss- oder Logistikprozesse optimieren will. Johan Elster, Leiter der Business Unit Markets bei Bystronic, sagt diesbezüglich: «Wer möglichst gewinnbringend produzieren möchte, muss dafür sorgen, dass alle Bearbeitungsschritte nahtlos ineinandergreifen. Hierbei spielen nicht nur moderne Maschinensysteme eine wichtige Rolle, sondern auch ergänzende Dienstleistungsfunktionen.» <<

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