SMM Kongress 2019: Flüssiges Werkzeug

Kühlschmierstoffe: Mit flüssigem Werkzeug zum technologischen Weltmarktführer

| Redakteur: Anne Richter

Im hauseigenen Technologie-Center von Blaser Swisslube werden praxisnahe Zerspanversuche mit verschiedensten Materialien und Prozessen durchgeführt.
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Im hauseigenen Technologie-Center von Blaser Swisslube werden praxisnahe Zerspanversuche mit verschiedensten Materialien und Prozessen durchgeführt. (Bild: Blaser Swisslube)

Blaser Swisslube hat sich von einem Kleinbetrieb zu einem technologischen Weltmarktführer entwickelt. Mit seinen Kühlschmierstofflösungen ermöglicht Blaser ihren Kunden die Produktivität und Wirtschaftlichkeit substantiell zu steigern. Darüber wird GF Marc Blaser auf dem SMM Kongress berichten.

1936 wurde das Unternehmen von Willy Blaser gegründet, dem Grossvater des heutigen CEO Marc Blaser. Im Alter von 20 Jahren wagte der gelernte Maler den Schritt in die Selbstständigkeit. Sein erstes Produkt, eine wasserabweisende, lederweichmachende Schuhcreme, hat er zu Hause auf einer Kochplatte entwickelt und verfeinert. Seit 1936 ist viel Wasser die Emme heruntergeflossen. Produkte zu entwickeln, die dem Kunden einen Mehrwert bringen und dabei Mensch und Umwelt schonen, blieb aber seit dem ersten Tag die Triebkraft des Unternehmens. 1973, mit dem Eintritt von Peter Blaser in die Firma, fokussierte sich das Unternehmen auf Kühlschmierstoffe, Schneid- und Schleiföle für die Metallbearbeitung. Dies ermöglichte dem Unternehmen die Expansion ins Ausland.

Produktivitäts-Boost durch flüssiges Werkzeug

Produktivitätstrophäe

Produktivitäts-Boost durch flüssiges Werkzeug

11.09.18 - Das Basler Medizintechnikunternehmen Medartis hatte bei der Fertigung von Titanplatten Probleme bei Standzeiten von Werkzeugen und Kühlschmierstoff (KSS). Durch den Wechsel auf ein KSS von Blaser Swisslube konnten die Probleme behoben und die gesamte Produktivität erhöht werden. lesen

Von Schuhcreme zum Kühlschmierstoff

80 Jahre Blaser Swisslube

Von Schuhcreme zum Kühlschmierstoff

20.10.16 - In diesem Jahr begeht Blaser Swisslube sein 80 jähriges Jubiläum. In dieser Zeit hat sich das Unternehmen von einem Kleinbetrieb für Schuhcreme zu einem Global Player für Kühlschmierstoffe entwickelt. Im hauseigenen Technologie Center wird der Fokus voll auf Forschung und Entwicklung gelegt. lesen

Heute entwickelt, produziert und verkauft das Unternehmen qualitativ hochwertige Kühl- und Schmierstofflösungen, welche in Branchen wie zum Beispiel Bau und Transport, Medizintechnik, Luftfahrt, Teilefertigung, Maschinenbau und Automobilindustrie ihren Einsatz finden. Das unabhängige Schweizer Unternehmen wuchs von einem regionalen Kleinbetrieb zu einem Global Player mit weltweit gegen 600 Mitarbeitenden. Mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertretungen ist Blaser in rund 60 Ländern vertreten.

Das flüssige Werkzeug von Blaser Swisslube

Blaser Swisslube betrachtet den Zerspanungsprozess des Kunden als Ganzes. Mit allen Faktoren wie Maschine, Werkzeug, Prozess und natürlich der passenden Kühlschmierstofflösung. Denn der richtige Kühlschmierstoff, abgestimmt auf die Prozess­anforderungen des Anwenders, wird zu einem flüssigen Werkzeug. Mehr als 10 000 Produktivitätsstudien belegen, dass der Anwender mit der passenden Kühlschmierstofflösung nachweislich die höchste Produktivität, die beste Bearbeitungsqualität sowie reduzierte Bearbeitungskosten erzielt.

Die Zauberformel für den Erfolg:

Kundenfokus: Wie lässt sich die Erfolgsgeschichte von Blaser Swisslube erklären? Neben dem Engagement der Mitarbeiter während der letzten 82 Jahre darf das Glück nicht fehlen. Oftmals hat sich der richtige Entscheid überproportional ausgezahlt und ein Fehlentschluss war zwar ein Lehrblätz, jedoch von geringer Bedeutung für das Wachstum des Unternehmens. Seit der Firmengründung stand immer der Kunde und der für ihn generierte Mehrwert im Fokus. Dies hat sich und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. «Erst wenn wir die Bedürfnisse aus der Anwendung kennen, können wir diese mit unseren Kompetenzen und Kühlschmierstofflösungen verbinden und dabei aussergewöhnliche Lösungen realisieren. Unser Ziel ist es, unsere Kunden zu begeistern», so Marc Blaser, CEO des Unternehmens.

Differenzierung: Gegenüber den Mitbewerbern wird angestrebt, sich klar zu differenzieren und den extra Schritt für den Kunden zu gehen, um ihm die beste Lösung zu bieten. Neben dem grössten und modernsten Labor in der Branche wurde 2008 das hauseigene Technologiecenter eingerichtet. Dieses ermöglicht, die neu entwickelten Kühlschmierstoffe unter praxisnahen Bedingungen auf Herz und Nieren zu prüfen. Zu der topmodernen Infrastruktur gehören 5-Achsen-Bearbeitungscenter, Dreh- und Fräscenter, 5-Achsen-Werkzeugschleifmaschine sowie CAD/CAM-Arbeitsplätze. In Zusammenarbeit mit Kunden, Universitäten, Fachhochschulen oder -verbänden werden auch innovative Zerspanungstechnologien und neueste Werkstoffe mit verschiedenen Kühlschmierstoffen getestet.

Eventtipp: SMM-Kongress 2019 – Unternehmerische Erfolgsstrategien Welche Strategien wählen erfolgreiche Schweizer Unternehmer für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg und welche Herausforderungen und Chancen sehen sie für die Schweizer Industrie? Der SMM-Kongress gibt den Teilnehmern die exklusive Gelegenheit, Einblicke in die Strategien von Schweizer Technologieführern zu erhalten.
Special Guest: Dieter Meier, Künstler und Unternehmer (Yello)
Keynotes: Klaus Endress (Endress+Hauser Gruppe), Prof. Hans Gut (MAN Energy Solutions Schweiz)
Wann: Dienstag, 26. März 2019
Wo: Forum der Messe Luzern
Informationen: www.smm-kongress.ch

Teamarbeit: Die Mitarbeiter engagieren sich mit ihren Fähigkeiten und ihrer Begeisterung für die Unternehmensziele. Blaser glaubt an die langfristige Orientierung, deshalb ist es wichtig, über Vision und Strategie den Mitarbeitern Sinn für ihre Tätigkeit zu liefern. Ein gutes Betriebsklima wird erzielt, wenn auf Vertrauen, Zusammenarbeit, Offenheit und gegenseitiger Achtung aufgebaut werden kann. Dies ist die Basis für den nachhaltigen Erfolg. Verbesserungen durch Mitarbeitende werden gefördert. Hierfür braucht es Mut zu direkter Kritik auf allen Ebenen und die Möglichkeit, die Verbesserung anzugehen und umzusetzen. Alle machen Fehler, und es werden Fehlentscheide getroffen. «Wichtig ist, aus den gemachten Fehlern zu lernen und das Unternehmen weiterzubringen. Denn begeisterte Kunden entstehen nur durch begeisterte Mitarbeitende», schliesst Marc Blaser ab.

Führen und Fördern: Das Bestreben ist, eigenverantwortliches Handeln sowie Eigenkontrolle zu erreichen. Blaser setzt hierbei auf regelmässige Gespräche, welche die Entwicklung der Mitarbeitenden und zeitgleich der Vorgesetzten fördert. Um die gemeinsamen Ziele zu erreichen, braucht es einen regelmässigen Informationsfluss. Das Informationsbedürfnis ist individuell, deshalb müssen auf allen Stufen Fragen gestellt und verständlich beantwortet werden. Bestehen Lücken im Bereich Fachwissen oder der Persönlichkeitsentwicklung, so können diese mittels interner oder externer Weiterbildung geschlossen werden. Seit rund zehn Jahren besteht das Blaser College, welches die Mitarbeitenden intern in diversen Fachgebieten schult und Fachkenntnisse in der Zerspanung vermittelt.

Schlanke Organisation: Die Organisation muss einfach, klar und allen bekannt sein. Kompetenzen, Rechte und Pflichten sind funktionsbezogen und schaffen auf jeder Stufe grosse Handlungsspielräume. Blaser hat sich zum Ziel gesetzt, auf jeder Stufe unternehmerisches Denken und Handeln zu ermöglichen.

Was die Zukunft bringt

Was die Zukunft für Blaser bereithält, ist offen. Trotz des Frankenschocks vor vier Jahren hat das Unternehmen weiter expandiert und konnte sein Wachstum fortsetzen. Wichtig für die Zukunft ist dem Unternehmen, den Pioniergeist von 1936 weiterleben zu lassen und sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Der Wille zu steter Verbesserung, eine gute Portion Neugier und Hartnäckigkeit sollen sich in der Zukunft ausbezahlen. -ari- SMM

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