Kunststofftechnik Kundenspezifische Kunststofflösungen

Redakteur: Luca Meister

Die Wagner AG hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von besonderen Formteilen spezialisiert. Das im Jahre 1945 gegründete Familienunternehmen hat seinen Hauptsitz im appenzellischen Waldstatt. Das international tätige Unternehmen entwickelt, konstruiert und produziert mit rund 200 Mitarbeitern Formteile und Baugruppen aus Aluminium-, Zinkdruckguss und Thermoplastspritzguss.

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Gehäuse aus Polyamid (l.) und Zink (r.) aus dem gleichen Werkzeug.
Gehäuse aus Polyamid (l.) und Zink (r.) aus dem gleichen Werkzeug.
(Bild: Wagner)

Im Druckgussbereich verarbeitet die Wagner AG die Legierungen 231, 226 und 239 im Kaltkammerverfahren. Im Warmkammerverfahren wird die Zinklegierung Zamak 410 angeboten. Im Thermoplastspritzguss-Bereich können Formteile aus allen gängigen Kunststoffmaterialen gefertigt werden. Spezialisiert hat sich die Firma insbesondere auf die Fertigung von Funktionsteilen aus Hochleistungspolymeren.

Werkstoffneutral

Durch langjährige Erfahrung hat Wagner enorme Kenntnisse über die Vor- und Nachteile verschiedener Werkstoffe und deren Verarbeitungsverfahren. Dieses Wissen gibt sie auch an die Kunden weiter. In Zusammenarbeit mit ihnen unterstützen die Berater der Wagner AG bei der Auswahl des richtigen Werkstoffes, um ausgereifte und technisch wie wirtschaftlich optimierte Endprodukte zu erhalten. Aufgrund des breiten Maschinenparks ist man zudem nicht auf ein einzelnes Fertigungsverfahren fixiert, sondern kann produktgerechte individuelle Lösungen anbieten.

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Ersatz von Aluminium oder Zink

Die neuen Hochleistungspolymere ersetzen vielfach Aluminium oder Zink. Bei entsprechender Geometrie und entsprechendem Anforderungsprofil des Bauteils kann häufig mit einer Kunststofflösung ein grosser Kosten- und Gewichtsvorteil erzielt werden. Das Fertigungsverfahren von Kunststoffspritzgussteilen ist bedeutend weniger personalintensiv, da die Formteile bereits im fertigen Zustand aus dem Werkzeug fallen. Beim Druckguss sind dagegen oft nachfolgende Arbeitsgänge wie Gleitschleifen oder Strahlen notwendig.

Oft ist es schwierig, ein Material ohne Prototypenteile zu bestimmen. Mit einer speziellen Werkzeugauslegung ist es bei der Wagner AG möglich, Prototypenteile aus verschiedenen Werkstoffen herzustellen, was dem Kunden bei der Materialwahl dient.

Kleine Serien, Baugruppen

Die modularen Fertigungszellen können mit geringem Aufwand umgerüstet werden, was auch kleinere Losgrössen mit Einlegeteilen zu marktfähigen Preisen erlaubt.

Die Endmontage ist oftmals direkt bei der Halbzeugerstellung am günstigsten. Verpackungsarbeitsgänge und Lagerkosten werden durch die Montage vor Ort hinfällig. Durch die Lean-Fertigung werden Baugruppen aus Kunststoff-Aluminium, Zink und auch Zukaufteilen effizient montiert. <<

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