Effizienzsteigerung und höhere Autonomie in der Medtech-Fertigung der Diener AG Automation erweitert bestehende Laserbeschriftung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Um den steigenden Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Prozessfähigkeit und regulatorische Konformität gerecht zu werden, müssen Fertigungsprozesse in der Medizintechnik nicht nur sicher, sondern auch effizient und autonom gestaltet sein. Diener AG hat daher ihre bestehende Foba-Laserbeschriftungsanlage gezielt automatisiert. Der Automationsanbau wurde durch Wenger Automation & Engineering AG realisiert und in enger Zusammenarbeit mit Teltec Systems AG als Foba-Partner integriert. Das Ergebnis: deutlich reduzierte Personalzeiten, höhere Autonomie und stabile Prozesse, bei unverändert hoher Markierqualität.

V. l. n. r.: Michael Wenger (CEO, Wenger AG), Matthias Demuth (Laser-Einrichter und Programmierer, Diener AG) und Thomas Anner (CEO, Teltec Systems AG) vor der automatisierten Foba­Laseranlage.(Bild:  Teltec Systems AG)
V. l. n. r.: Michael Wenger (CEO, Wenger AG), Matthias Demuth (Laser-Einrichter und Programmierer, Diener AG) und Thomas Anner (CEO, Teltec Systems AG) vor der automatisierten Foba­Laseranlage.
(Bild: Teltec Systems AG)

Als ISO-13485-zertifizierter Lohnfertiger bearbeitet die Firma Diener AG ein breites Spektrum medizintechnischer Bauteile aus Titan, Edelstahl, Aluminium und Kunststoffen. Unterschiedliche Geometrien und Oberflächen stellen hohe Anforderungen an Positioniergenauigkeit, Code-Lesbarkeit und Prozessstabilität.

Die Laserbeschriftung war bislang stark manuell geprägt. Ziel des Projekts war es, die bestehende Foba-Anlage durch einen Automationsanbau zu erweitern, ohne zusätzliche Validierungsaufwände und ohne Qualitätskompromisse. Gleichzeitig sollten steigende Anforderungen an UDI-Kennzeichnung, Audit-Trail und dokumentierte Prozessfähigkeit erfüllt werden.

Nahtlose Integration in die Foba-Laseranlage

Matthias Demuth (Laser-Einrichter und Programmierer, Diener AG) demonstriert das Beladen des «Wenger WeStore».(Bild:  Teltec Systems AG)
Matthias Demuth (Laser-Einrichter und Programmierer, Diener AG) demonstriert das Beladen des «Wenger WeStore».
(Bild: Teltec Systems AG)

Die realisierte Lösung basiert auf der bestehenden Foba-Laseranlage, die durch einen Paletten-Stacker von Wenger AG ergänzt wurde. Wenger AG übernahm den mechanischen und automatisierungstechnischen Anbau sowie das Tray-Handling. Teltec Systems AG unterstützte als Foba-Vertretung die Integration, Applikationsoptimierung und die Abstimmung der Schnittstellen.

Dank der standardisierten Kommunikation zwischen Foba-Laser und dem «Wenger WeStore» konnte die Erweiterung sehr effizient ohne erneute Validierung umgesetzt werden.

Teilautomatisches Tray-Handling mit kontinuierlichem Betrieb

Mecid Birinci (Leiter Finishing, Diener AG) erklärt den Aufbau der unterschiedlichen Trays zur Aufnahme der Werkstücke.(Bild:  Teltec Systems AG)
Mecid Birinci (Leiter Finishing, Diener AG) erklärt den Aufbau der unterschiedlichen Trays zur Aufnahme der Werkstücke.
(Bild: Teltec Systems AG)

Die Werkstücke werden in Trays eingelegt, wobei ein Tray mehrere Bauteile aufnehmen kann. Bis zu 20 Trays können in den Wenger-Stacker geladen werden, der als Puffer- und Zuführsystem für die Foba-Laseranlage dient.

Im Betrieb werden die Trays automatisch aus dem Stacker entnommen und in den Arbeitsbereich des Lasers eingeschoben. Dort erfolgt die automatische Abarbeitung der Teile. Eine kameragestützte Vision-Funktion richtet die Markierung präzise aus, um die geforderte Positioniergenauigkeit und Codequalität sicherzustellen. Nach Abschluss des Markierprozesses werden die Trays automatisch wieder in den Stacker zurückgeführt.

Ein wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit, Trays während des laufenden Laserprozesses zu be- oder entladen. Neue Aufträge können vorbereitet oder fertige Teile entnommen werden, ohne den Bearbeitungsablauf zu unterbrechen. Dieses Puffersystem erhöht die Autonomiezeiten der Anlage und reduziert Stillstandzeiten im Produktionsalltag.

Messbare Effekte im Produktionsalltag

Die Automatisierung zeigt insbesondere bei kleinen Losgrössen deutliche Effizienzgewinne:

  • Durchschnittlich rund 50 Prozent Reduktion der direkten Mitarbeiterzeit
  • In einzelnen Produkten bis zu 80 Prozent geringerer Personalbedarf
  • Autonome Laufzeit von 2 bis 4,5 Stunden (mannloser Betrieb)
  • Durchlaufzeitreduktion von bis zu 63 Prozent, abhängig vom Produkt

«Ziel der Anlage war nicht primär eine Kapazitätssteigerung. Trotz kleiner Losgrössen erreichen wir jedoch durchschnittliche Personaleinsparungen von rund 50 Prozent, was die Investition wirtschaftlich sehr attraktiv macht.»

Prozesssicherheit und Medtech-Compliance

Die bestehende Foba-Laseranlage erfüllt bereits die Anforderungen an UDI-konforme Markierung, Audit-Trail und dokumentierte Prozessfähigkeit. Die Automatisierung ergänzt diese Fähigkeiten, ohne die Validierungsbasis zu verändern.

Bedienung und Integration überzeugen

Matthias Demuth (Laser-Einrichter und Programmierer, Diener AG) beim Starten eines Laserjobs.(Bild:  Teltec Systems AG)
Matthias Demuth (Laser-Einrichter und Programmierer, Diener AG) beim Starten eines Laserjobs.
(Bild: Teltec Systems AG)

Die Anwender heben insbesondere die stabile Zusammenarbeit der Systeme hervor. Matthias Demuth, Laser-Einrichter und Programmierer: «Traypositionen sind sauber programmiert, die Übergabe an den Foba-Lasermarkierer funktioniert einwandfrei. Die Kommunikation zwischen den Systemen ist sehr zuverlässig.»

Mecid Birinci, Leiter Finishing, ergänzt: «Die Automationsanlage liess sich sehr schnell an die bestehende Foba-Laseranlage koppeln. Während der Produktion kann be- und entladen werden, ohne den Prozess zu unterbrechen.»

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den drei beteiligten Firmen. Diener AG als Auftraggeber, Wenger AG realisierte den Automationsanbau, während Teltec Systems AG die Foba-Integration und Applikationsunterstützung sicherstellte. Für den Anwender entsteht so der Eindruck einer Lösung aus einer Hand, von der Mechanik über die Laserintegration bis zum Service.

Fazit

Mit dem Automationsanbau an die bestehende Foba-Laseranlage hat Diener AG einen wirtschaftlich sinnvollen Schritt zur Effizienzsteigerung umgesetzt. Die Lösung zeigt, dass sich Lasersysteme durch gezielte Automation erweitern lassen, um Personalaufwand zu reduzieren, Autonomiezeiten zu erhöhen und gleichzeitig die hohen Anforderungen der Medizintechnik zu erfüllen.

Die Kombination aus der Automationslösung von Wenger AG, Foba-Technologie und der Integrationskompetenz von Teltec Systems AG demonstriert, wie partnerschaftliche Zusammenarbeit zu praxistauglichen und skalierbaren Lösungen in der Schweizer Präzisionsfertigung führt.

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