Femtolasersystem Laserschweissen von Glas ist praxisreif

Redakteur: Luca Meister

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(Bild: Trumpf)

Glas wirtschaftlich und in hoher Qualität mittels Laser fügen gilt als grosse Herausforderung. Glas ist hart, spröde, weist eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Metall auf und neigt bei ungleichmässiger Erwärmung aufgrund auftretender Spannungen zu Rissen. Trumpf hat nun ein Femtosekundenlasersystem entwickelt, das herkömmliche Fügeverfahren wie etwa Kleben ablöst und Risse verhindert. Anders als bei Klebeverfahren ist kein empfindliches Zusatzmaterial mehr notwendig. Damit ergeben sich Kosteneinsparungen, eine längere Haltbarkeit und höhere Zuverlässigkeit der Fügenaht. Trumpf demonstriert dies in der eigenen Fertigung von Laserlichtkabeln. Der Schutzkappendeckel des Laserlichtkabels (Bild) wurde bisher aufgeklebt. Jetzt wird er mittels Laser aufgeschweisst. Dabei ist die Verbindungsfestigkeit der Glasteile vor allem von der Höhe der Pulsenergie abhängig. Wirtschaftlichkeit beweisen die neuen Laserfügeverfahren für Glas etwa dadurch, dass die Nachteile herkömmlicher Methoden wie etwa Kleben eliminiert werden: optische Strahlwege werden nicht mehr verschmutzt, es gibt kein Ausdampfen und keine Langzeitversprödung von Klebstoffen.

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