Swisstech/Prodex: Komposit-Blattfedern für den neuen Volvo XC90

Leicht wie eine Feder

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Innovatives Hinterachs-Konzept

Neu an dem Fahrwerk des neuen Volvo XC90 ist der Einsatz einer quer eingebauten faserverstärkten Komposit-Blattfeder anstatt der sonst üblichen Schraubenfedern. Auf diese Weise konnte eine sehr kompakte Bauweise und damit unter anderem eine Gewichtseinsparung von rund 4,5 Kilogramm im Vergleich zu einem konventionellen Schraubenfeder-Achskonzept realisiert werden. Weitere funktionale Vorteile ergeben sich durch einen höheren Fahrkomfort und ein besseres NVH-Verhalten (Noise Vibration Harshness). Darüber hinaus vergrössert sich das Kofferraumvolumen aufgrund des Wegfalls der Federdome.

Volvo arbeitet nach dem sogenannten «Scalable Platform Architecture»-(SPA-)Prinzip, wonach bestimmte erfolgreich eingeführte Konzepte mit flexiblen Anpassungen auf weitere Modelle ausgeweitet werden. Auch die neue Hinterachse wird in den kommenden Jahren auf zusätzliche Fahrzeugbaureihen übertragen, sodass künftig pro Jahr mehrere Hunderttausend Autos damit ausgestattet werden. Der Startschuss ist jetzt mit dem neuen Volvo XC90 gefallen.

Höchste Ansprüche an Produktionsprozesse

«In der Automobilindustrie herrschen höchste Ansprüche an wirtschaftliche und sichere Produktionsprozesse», sagt Frank Fetscher, Leiter Business Development bei Benteler-SGL Automotive Composites. «Das Beispiel unserer Blattfeder für Volvo Cars zeigt, dass Grossserien auch im Komposit-Bereich bereits heute realisierbar sind. Ausserdem sind wir dank des flexiblen Bauteildesigns in der Lage, mit relativ wenigen Federvarianten eine gesamte Plattform abzudecken. Mit dem richtigen Partner wie Henkel konnten wir unsere Kompetenzen so ergänzen, dass der Automatisierungsgrad unserer Komposit-Produktion weiter optimiert werden konnte. Das aktuelle Projekt zeigt, dass wir mit dem Leichtbaukonzept der Blattfeder nicht nur das Nutzfahrzeug-, sondern auch das PKW-Segment bedienen können. Wir sehen mit der Polyurethan-Technologie von Henkel deutliches Potenzial, weitere Anwendungen im Automobil zu erschliessen.» <<

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