Rollon: Linearachsen Linear positionieren vereinfacht Automation

Von Konrad Mücke 2 min Lesedauer

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Automationskonzepte mit Industrierobotern profitieren von zusätzlichen Linearbewegungen. So können Roboter über grosse Fahrwege mehrfach positioniert werden, um in unterschiedlichen Arbeitsbereichen zu arbeiten.

Arbeitsraum erweitern: Ein Linearsystem als siebte NC-Achse sorgt dafür, dass Industrieroboter an unterschiedlichen Positionen arbeiten können. (Bild:  Nadella)
Arbeitsraum erweitern: Ein Linearsystem als siebte NC-Achse sorgt dafür, dass Industrieroboter an unterschiedlichen Positionen arbeiten können.
(Bild: Nadella)

Beim Automatisieren haben Linearsysteme aus ein bis vier Linearachsen zahlreiche Vorteile. Sie verwirklichen sehr dynamische Fahrbewegungen, erreichen sehr hohe Positionier­geschwindigkeiten und sind sehr einfach im kartesischen Koordinatensystem zu programmieren. Darüber hinaus lassen sich mit Linearachsen sehr grosse Fahrwege verwirklichen. Linearroboter erreichen in allen Raumrichtungen nahezu unbegrenzt grosse Arbeitsräume bei stets gleich hohen Traglasten, unabhängig von Positionen im Arbeitsraum. Deshalb erweisen sich Linear­roboter bei zahlreichen unterschiedlichen Anwendungen der Automation, zum Beispiel bei Regallagern und an Werkzeugmaschinen, als vorteilhaft.

Da die Linearsystem aus modularen, standardisierten Komponenten – Antriebe, Steuerungen, Bedientableaus, Linearachsen – bestehen, lassen sie sich äusserst wirtschaftlich realisieren. Wahlweise nutzt man Standardkonfigurationen oder spezifisch an individuelle Forderungen hinsichtlich der Fahrwege, der Positioniergeschwindigkeiten und -genauigkeiten sowie der Tragfähigkeit angepasste Systeme.

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Mehrachsig linear positionieren

Sogenannte Gantry-Systeme bestehen aus Linear­achsen für alle drei Raumrichtungen. Besonders günstig arbeiten solche Linearsysteme mit den aktuell von Rollon und Nadella vorgestellten teleskopischen Linearachssystem TLS. Auch bei wenig verfügbarem vertikalem Raum verwirklichen diese Automationssysteme mit kombiniertem Zahnstangen- und Zahnriemen-Antrieb grosse Fahrwege. Varianten bis 450 kg Tragfähigkeit und bis 3 000 mm horizontalen Fahrwegen lassen sich verwirklichen.

Roboter und Cobots linear bewegen

Als ideal erweisen sich Linearsysteme von Rollon und Nadella, um Arbeitsräume von Industrierobotern zu erweitern. Die Transfereinheiten bewegen schwere Lasten über lange Strecken und mit hoher Dynamik und sind absolut zuverlässig. Speziell für die Leichtbauroboter von Universal Robots hat das Unternehmen die Cobot Transfer Unit (CTU) entwickelt. Das Komplettpaket besteht aus Linearachse, Steuerung sowie Software und wurde eigens für die Zusammenarbeit mit den Cobots aus Dänemark konzipiert. Das einfache System nach dem Prinzip Plug-and-Play ist von Universal Robots zertifiziert. Es ist individuell konfigurierbar und einfach zu bedienen.

Für Industrieroboter stehen unterschiedliche Antriebs- und Führungssysteme sowie Schutzvorrichtungen zur Verfügung, die nahezu alle Forderungen erfüllen und in einer Vielzahl an Umgebungsbedingungen arbeiten können. Sie arbeiten sehr dynamisch und sind flexibel anpassbar. Als Option erfüllen sie auch spezielle Forderungen hinsichtlich der Hygiene für einen Einsatz in der Labor- und Medizintechnik. Rollenführungen sind robust gegen Schmutz und äussere Einflüsse. Sie arbeiten sehr effizient. Komponenten sind als Ersatzteile jederzeit verfügbar, um eine hohe Verfügbarkeit der Automation zu gewährleisten.

Digitalisiert und überwacht

Bei den Linearachsen iAXNR hat der Hersteller zudem Sensorik in die Lineartechnik integriert. Sie dient dazu, Schwingungen und Temperaturen zu überwachen. Die Daten werden lokal von einem Edge-Computing-System verarbeitet. Die Sammlung und Analyse der Sensordaten kann dazu beitragen, Bereiche zu identifizieren, in denen die Leistung verbessert und die Produktionsprozesse optimiert werden können. Diese und weitere digi­talisierte Lineartechnik verwirklichen Rollon und Nadella zusammen mit einem Elektronikspezialisten. (kmu) SMM

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