Seit vier Jahren unterstützt Iscar Schweiz die Berufsmeisterschaften im Dreh-Fräsen und das mit einigem Erfolg. Lukas Muth gewann die Swiss Skills 2018 der Polymechaniker. Seine technologischen Fähigkeiten wurden ihm bei Ruag vermittelt, wo er seine Ausbildung unter fachlicher Anleitung von Matthias Rohrer und Heinz Schrackmann macht. Vom 22. bis 27. August 2019 kämpft er bei den Berufsweltmeisterschaften in Kasan (Russland) mit den besten der Welt. Gecoacht wird er vom SwissSkills-Experten Simon von Moos.
Blick in der Zerspanungsbereich: Der mit Iscar-Werkzeugen belegte Werkzeugrevolver muss in der Art ‚bestückt‘ werden, dass eine prozesssichere und effiziente Fertigung der Bauteile machbar ist.
(Bild: Thomas Entzeroth)
Einfacher wurde es für Lukas Muth nach seinem Sieg bei den Schweizer Meisterschaften Swiss Skills 2018 im Ausbildungsbetrieb nicht. Denn kaum hatte er die Swiss Skills in der Disziplin CNC-Drehen gewonnen, begann er mit den Vorbereitungen zu den Berufsweltmeisterschaften in Kasan (Russland). Hier kann er auf professionelle Unterstützung setzen: Simon von Moos, Polymechaniker Ausbildner bei der Firma maxon in Sachseln, ist Experte bei den Swissskills und darüber hinaus Fach-Betreuer, um Lukas Muth gezielt auf die Berufsweltmeisterschaften vorzubereiten. Und Ruag sowie Matthias Rohrer und Heinz Schrackmann (Berufsbildungsverantwortliche, Ruag Alpnach) stehen voll hinter ihm.
Aufgrund seiner Erfahrungen als Swiss-Skills-Experte verfügt Simon von Moos über beste Voraussetzungen die jungen Polymechaniker auf die Prüfungssituation bei den Weltmeisterschaften in diesem August vorzubereiten.
Simon von Moos: «Die Aufgaben, die an die Polymechaniker während der Berufsweltmeisterschaften gestellt werden, sind komplex. Die Zeit ist knapp. Generell besteht die Prüfung aus drei Modulen. Im CNC Dreh-Fräsen liegt der Schwerpunkt im Drehen mit Bohr und Fräszyklen auf einer CNC-Drehmaschine mit angetriebenen Werkzeugen. Bei zwei der Module muss der Prüfling ein Drehteil mit dem CAM-Programmiersystem MasterCam programmieren und fertigen, bei dem es sich um eine Einzelanfertigung handelt. Bei einem davon gibt es noch eine «Kundenänderung». Während dem Wettbewerb erhält der Kandidat eine neue Zeichnung mit einer Massänderung. Beim letzten Modul wird eine Serienfertigung hergestellt, dabei wird der Schwerpunkt auf die Strategie gelegt. Es sind somit drei Aufgabenbereiche, die von den Teilnehmern in vorgegebener Zeit realisiert werden müssen.»
Lukas Muth: «Laut meinen Informationen laufen die Berufsweltmeistershaften sehr ähnlich ab, wie die Swiss-Skills. Ich werde je vier Stunden für jedes Aufgaben-Modul zur Verfügung haben. Der wichtigste Teil ist die CAM-Programmierung. Zu Beginn der Prüfung erhalte ich die Zeichnung und das Rohmaterial. Das CAM-System ist Mastercam, bei der Drehmaschine handelt es sich um einem DMG Mori. Iscar unterstützt mich mit einem kompletten Werkzeugservice. Das Werkzeugprogramm das uns Iscar bereitstellt ist für alle möglichen Fertigungsoperationen perfekt zugeschnitten.»
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Ruag: Ausbildung von strategischer Bedeutung
Heinz Schrackmann: «Für uns ist eine solche Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften immer eine Herausforderung, aber auch eine Belohnung für unsere Anstrengungen in unserer Ruag-Berufsausbildung. Wir freuen uns sehr, dass wir wieder zwei Lernende von Ruag mit auf die Reise nach Kasan schicken dürfen. Das Lukas mit dabei ist, ist auch für mich als Berufsbildner eine absolute Genugtuung. Denn das zeigt, dass Lernende bei Ruag eine kompetente Ausbildung geniessen dürfen. Aber es gehören immer mehrere Dinge dazu. Lukas ist jemand, der mit Leidenschaft dabei ist. Er bereitet sich auch an Wochenenden auf die Berufsweltmeisterschaften vor und opfert dafür seine Freizeit. Darüber hinaus braucht es Partner wie Iscar, die uns mit ihren Werkzeugen sponsern. Wenn Lukas nach Kasan reist, schickt Iscar ein 600kg schweres Werkzeugpacket mit zu den Berufsweltmeisterschaften.»
Werkzeuge auf Dreh-Fräs-Bereich zugeschnitten
Jan Kessler (Verkaufsleiter, Iscar Schweiz): «Das wir Lukas unsere Iscar-Werkzeuge zur Verfügung stellen hat eine kleine Vorgeschichte. Wir wurden von Simon von Moos vor etwa fünf Jahren angefragt, ob wir die Swiss-Skills als Werkzeughersteller unterstützen würden. Da musste ich nicht lange nachdenken. Das ist eine sensationelle Sache, wo wir sofort zugesagt haben. Aber so etwas darf man nicht halbherzig machen. Es muss alles stimmen. Unser Iscar-Werkzeug-Paket, das wir Lukas mit auf den Weg geben, ist für den Dreh-Fräs-Bereich perfekt zugeschnitten. Wichtig ist, dass Lukas alle Werkzeuge zur Verfügung hat, die er für die Bauteilfertigung benötigt.»
Lukas Muth: «Das Werkzeugspektrum muss tatsächlich sehr breit aufgestellt sein. Wir kennen beispielsweise die Werkstoffgruppe nicht, die zu bearbeiten ist. Das Bauteil kann aus Aluminium, Werkzeugstahl, Automatenstahl oder Kunststoff sein. Im schlimmsten Fall muss ich Hastelloy bearbeiten. Für all diese Werkstoff-Situationen müssen die passenden Werkzeuge zur Verfügung stehen. Das ist hochgradig anspruchsvoll. Auch die zu fertigenden Geometrien sind unbekannt. Welche Nuten, Einstiche, Einfräsungen usw. Deshalb muss das Werkzeugspektrum alle Geometrien abdecken können, inklusive Schruppen und Schlichten.»
Technologisch hervorragende Werkzeuge
Simon von Moos: «Wie Iscar die Berufsmeisterschaften unterstützt, das ist schon herausragend. Noch dazu sind die Werkzeuge technologisch absolut Spitze. Das spielt insbesondere bei dem Modul der Serienfertigung eine bedeutende Rolle, wo es auch konkret darum geht hohe Schnittwerte und ein hohes Zeitspanvolumen zu generieren. Generell kommt es bei allen Aufgaben-Modulen darauf an in den Toleranz-Bereichen zu fertigen und auch die geforderten Oberflächengüten einzuhalten. Aber auch da ist es entscheidend, wie prozesssicher sich die Werkzeige verhalten. Meine Erfahrungen, die ich, respektive die Teilnehmer der Berufsmeisterschaften, mit den Iscar Werkzeugen gemacht haben sind absolut herausragend. Auch die langjährige Zusammenarbeit ist hilfreich, denn so können sich die Teilnehmer auf die Werkezuge einstellen, und sie wissen, wie sich die Iscar Werkzeuge verhalten.»
Stand vom 30.10.2020
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Lukas Muth: «Das ist definitiv so. Je nach Vorschub, Schnitttiefe, Werkstoff, Drehzahl usw. weiss ich, was ich bezgl. Toleranzen und Oberflächengüte erwarten kann, beim Fertigen. Das bringt mir Planungs- und Prozesssicherheit.»
Heinz Schrackmann: «Ich habe Iscar ursprünglich vom Abstechen her kennengelernt. Das waren die Stärken von Iscar in den 80er Jahren. Heute ist Iscar ein Komplettanbieter inklusive Vollhartmetallwerkzeuge im Bohren und Fräsen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Aktivitäten und unseren sehr guten Erfahrungen bei den Swiss-Skills haben wir die Werkzeuge mittlerweile bei Ruag in der Breite in Anwendung. Die Werkzeuge gehören klar mit zum Besten was der Markt derzeit bietet.»
Bedeutung der konventionellen Grundausbildung
Heinz Schrackmann hat seine Lehre noch fast ohne CNC-Technologie absolviert. Auf die Frage des SMM, wie wichtig die konventionelle Ausbildung im Bereich der Polymechaniker-Ausbildung ist, antwortet er: «Als ich mit der Lehre begonnen hatte, gab es gerade die ersten Werkzeugmaschinen mit CNC-Steuerung auf dem Markt. Unsere Ausbildung war noch zu 90 Prozent konventionell. Aber auch in der heutigen Ausbildung ist das Lernen an den konventionellen Maschinen enorm wichtig. Denn nur hier lernen die jungen Lernenden das Materialverhalten kennen. Sie spüren den Spandruck und erfahren die Schnittkräfte. Und sie bringen die Zerspanungs-Geräusche in Verbindung mit dem Material, den Schnittwerten und der Oberflächenqualität. Bei einer CNC-Maschine spürt man nichts mehr. Aber: erfahrene Mitarbeiter hören sofort, wenn etwas nicht mit rechten Dingen in der Maschine zugeht. Deshalb sind die Erfahrungen der Auszubildenden im konventionellen Fertigen heute umso wichtiger. Und weil diese Erfahrungen so wichtig sind, wird die Ausbildung auch in Zukunft konventionell starten. Und in Bezug auf die Berufsmeisterschaften: Wir sind seit 2008 aktiv bei den Berufsmeisterschaften dabei. Wir wissen mittlerweile, worauf es ankommt. Die Werkzeuge unterschiedlicher Werkzeughersteller haben alle ein differierendes Zerspanungsverhalten. Deshalb ist es nicht unwichtig, dass die Teilnehmer immer mit den gleichen Werkzeugen arbeiten können. An dieser Stelle bedanken wir uns bei Iscar Schweiz, die hier vorbildlich agieren. Und zurück zu unserer Grundausbildung: Lukas hat auch konventionell gestartet. Ab Ende des 1. Lehrjahres geht es dann in Richtung CNC. Bei den Berufs-Weltmeisterschaften geht alles über CAM und CNC. Schweizer Meister ist Lukas schon. Wir haben insofern schon einiges richtig gemacht. Jetzt kann ich im nur noch Glück wünschen, das gehört auch dazu.» SMM