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Madag Printing Systems AG: Lösungen mit Mehrwert

Redakteur: Hermann Jörg

>> Nicht Komponenten sind gefragt, sondern Lösungen: Vormontierte Funktionseinheiten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Denn deren Einsatz spart Zeit und Geld – interessant nicht nur für Montage und Inbetriebnahme, sondern auch für Konstruktion, Beschaffung und Logistik. Davon profitiert auch die Madag Printing Systems AG, Spezialist für Heissprägesysteme zur Dekoration und Veredelung von Kunststoffen, Metall und Glas.

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Beim Heissprägen überträgt ein beheizter Metall- oder Silikonstempel das entsprechende Sujet von der Folie auf das zu bedruckende Teil. (Bild: zVg)
Beim Heissprägen überträgt ein beheizter Metall- oder Silikonstempel das entsprechende Sujet von der Folie auf das zu bedruckende Teil. (Bild: zVg)

joe. Inhalt ist wichtig – die Form aber auch: Insbesondere in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sind hochwertige Verpackungen ein bedeutendes Differenzierungsmerkmal, welches die Markenidentität stark widerspiegelt. Beschriftet und veredelt werden die Tuben, Behälter und Flaschen unter anderem durch Heissprägen. Dabei überträgt ein beheizter Metall- oder Silikonstempel das entsprechende Sujet von einer Folie auf das zu bedruckende Teil. Die Parameter Druck, Temperatur und Geschwindigkeit bestimmen die Qualität der Produkte sowie die Leistung der Anlagen.

Die Madag Printing Systems AG, ein Unternehmen mit Sitz in Fahrweid ZH, baut solche hochpräzisen Heissprägesysteme zur Dekoration und Veredelung von Kunststoffen, Metall und Glas. Welches Potential der Markt bietet, zeigt sich am Beispiel der sogenannten Long-Cap-Verschlüsse: Aufgrund der zunehmenden Verknappung von Naturkorken kommen vermehrt diese Drehverschlüsse aus Metall und Kunststoff für Weine und Spirituosen zum Einsatz. Die Madag bietet dafür entsprechende Hochleistungsmaschinen an, die gleichzeitig die Seiten- und Kopfprägung sowie das Kopfrelief ausführen. So werden bis zu 200 Long-Caps pro Minute veredelt.

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Flexibilität durch Standardisierung

Die Anlagen dieses Herstellers sind konsequent im Baukastensystem aufgebaut. Zudem wurden 2011 die bestehenden Maschinenkonstruktionen standardisiert. Diese Optimierung bedeutet einerseits eine Kostenreduktion, da die einzelnen Maschinenteile jeweils in grösseren Serien gefertigt werden können. Durch die Vorproduktion werden zudem auch die Lieferzeiten verkürzt. Andererseits bietet sie dem Kunden maximale Flexibilität beim Umrüsten der Maschine.

«Wir wollen Lösungen kaufen, nicht nur Komponenten», meint Xaver Stöckli, Geschäftsführer der Madag. Festo bietet dem Hersteller die entsprechende Beratung: Als Spezialist für Systeme und Lösungen in der Automatisierung unterstützt Festo bereits in der Konstruktionsphase. So kann mit dem Kunden in einem frühen Stadium die für ihn bestmögliche Lösung gefunden werden. Und indem die Madag zusätzlich ganze Baugruppen bei Festo einkauft und nicht nur Einzelkomponenten, kann sie sich auch vermehrt auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.

Einbauen – fertig

So liefert Festo als Outsourcing-Partner unter anderem vormontierte Einheiten, bestehend aus CPV-Ventilinseln mit Busanschaltung, Proportional-Druckregelventilen VPPM und Wartungsgeräten der Baureihe MS. Mit dieser Baureihe wird ein ganzheitliches Konzept für anwendungsspezifische Lösungen der Druckluft- und Vakuumaufbereitung angeboten. Durch den modularen Aufbau sind sämtliche Funktionen frei miteinander kombinierbar: Druckregel-, Einschalt- und Druckaufbauventile, Filter, Trockner und Sensoren, individuell zusammengestellt.

Die Baugruppe lässt sich als einbaufertiges und geprüftes Sub-System direkt in die Anlage installieren. Festo übernimmt dabei sämtliche Arbeitsschritte. «Für uns entfällt nicht nur der gesamte Fertigungs- und Montageprozess – einschliesslich Verschlauchung und Verdrahtung –, sondern auch der Logistikaufwand wird markant reduziert», ist Stöckli begeistert. Der Einsatz kompletter Baugruppen spart Zeit und Geld: Montage- und Lieferzeiten können verkürzt werden, die Beschaffung wird vereinfacht und die Lagerhaltung minimiert.

Weltweiter After-Sales-Support

Sind die Anlagen einmal ausgeliefert, werden sie mehrheitlich im 24h-Betrieb eingesetzt, oft an sieben Tagen in der Woche. Da sie zudem häufig inline arbeiten, also in die gesamte Produktionslinie integriert werden, sind die Anforderungen entsprechend hoch: Betriebssicher, wartungsarm, bedienerfreundlich und einfach umzurüsten, müssen sie sein. Deswegen setzt die Madag ausschliesslich bewährte und weltweit bekannte Normteile von etablierten Lieferanten ein.

Treten nach der Inbetriebnahme trotzdem Störungen an der Anlage auf, können die Spezialisten per Remote Access auf die Steuerung zugreifen und so mögliche Fehlerquellen identifizieren und effizient beheben. «Und weil weltweit mehr als tausend unserer Systeme in Betrieb sind, wollen wir einen Automatisierungspartner, dessen Produkte weltweit verfügbar sind», ergänzt Stöckli. Dank dem dichten Vertriebsnetz kann Festo bei Bedarf den nötigen technischen Support und die schnellen Lieferungen überall und jederzeit gewährleisten. <<

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