Neue – zum Patent angemeldete – Werkzeug-Trennstelle Mapal: Bajonett-Trennstelle für Wechselkopffrässysteme

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Mapal stellt zur AMB 2024 eine neue, zum Patent angemeldete, Bajonett-ähnliche Trennstelle für Wechselkopffrässysteme vor. Anwender profitieren von sehr einfachem Handling, steifer Verbindung und optimaler Kühlung. Der Werkzeughersteller spart dazu an der Trennstelle Hartmetall ein und schont so Ressourcen.

Die zum Patent angemeldete, Bajonett-ähnliche Trennstelle für Wechselkopffrässysteme überzeugt durch sehr einfaches Handling, eine steife Verbindung und optimale Kühlung. (Bild:  Mapal)
Die zum Patent angemeldete, Bajonett-ähnliche Trennstelle für Wechselkopffrässysteme überzeugt durch sehr einfaches Handling, eine steife Verbindung und optimale Kühlung.
(Bild: Mapal)

Das Funktionsprinzip der neuen Trennstelle ist denkbar einfach: Der Wechselkopf wird eingesetzt, um 90 Grad gedreht und ist dann schon arretiert. Das ist wesentlich leichter als beim bisherigen System für Wechselkopffräser von Mapal oder vergleichbaren Systemen, bei denen der Werkzeugkopf mit einem Gewinde versehen ist und über mehrere Umdrehungen eingeschraubt wird.

Durch die grosse Zylinderplananlage erreicht das Bajonett-System eine sehr hohe Steifigkeit. Während beim Anziehen eines Gewindes die Kräfte bedingt durch die Steigung immer einseitig wirken, sorgt das neue Mapal-System für einen symmetrischen Einzug und eine gute Kräfteverteilung.

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Halter mit Kranz von Kühlkanalbohrungen

Zusammen mit der Trennstelle präsentiert Mapal auch ein neues Halter-Design. Die Halter verfügen über einen Kranz von Kühlkanalbohrungen, durch die ein wesentlich höheres Kühlvolumen möglich wird, als das bei der bisher gebräuchlichen Innenkühlung der Fall war. Indem das Kühlmittel direkt in den Bereich der Schneidkanten geleitet wird, erhöhen sich die Lebensdauer der Werkzeuge und die Bearbeitungsqualität.

Überdies führt der Verzicht auf die zentrale Kühlkanalbohrung zu äusserst stabilen Fräsköpfen. Die um 10 bis 15 Prozent höhere Steifigkeit gegenüber vergleichbaren Systemen resultiert in höheren erreichbaren Form- und Lagetoleranzen, mehr Prozessruhe und höheren Standzeiten.

Die Vollhartmetall-Wechselköpfe von Mapal überzeugen durch eine hohe Prozesssicherheit, da sich bei höheren Temperaturen keine Schneiden lösen können. Sollte es dennoch zu einem Werkzeugbruch kommen, garantiert die einfache Montage der Trennstelle eine schnelle Wiederaufnahme des Bearbeitungsvorgangs.

Geringerer Hartmetallverbrauch

Modulare Werkzeugsysteme mit einem Stahlschafthalter wurden am Markt eingeführt, um den Verbrauch des Hartmetalls zu reduzieren. Mit der Bajonett-Trennstelle geht Mapal einen Schritt weiter, spart im Vergleich zu bisherigen Trennstellen rund 70 Prozent Material ein und folgt damit dem Trend zu mehr Nachhaltigkeit.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Die Trennstelle wird in sieben verschiedenen Grös­sen mit Kopfdurchmessern von 11,8 mm bis 22,5 mm und in Kopflängen bis 1xD angeboten, was eine Vielzahl von Anwendungen ermöglicht. Neben den Wechselköpfen kann der Werkzeughersteller auch die Halter individuell gestalten, um so zum Beispiel die Kühlmittelzufuhr für bestimmte Anforderungen zu optimieren. Zusammen mit der Bajonett-Trennstelle stellt Mapal auf der AMB zwei erste Anwendungen vor. Ein fünfschneidiger Vollhartmetallkopf wird von Kunden aus der Automobilindustrie als Kugelbahnfräser in der Fertigung homokinetischer Gelenke eingesetzt werden. Die Weichbearbeitung dieser im Antriebsstrang verbauten Teile verlangt hohe Genauigkeit. Ein weiteres Werkzeug ist ein Formfräser zur Bearbeitung von Kalotten an Antriebswellen.

(böh)

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