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Adaptive Beschichtungslösungen Mehr Korrosionsschutz dank Thermodiffusion

Redakteur: Luca Meister

Ständige Belastung und aggressive Umwelteinflüsse stellen hohe Anforderungen an Materialien und deren Verarbeitung dar. Gefragt sind hier adaptive Beschichtungslösungen, die metallische Werkstoffe in ihren Eigenschaften verbessern und stärken. Denn egal, ob es um den Einsatz von Stählen oder Aluminium in der Automobilindustrie, im Flugzeugbau, in der Gas- und Ölindustrie oder im Schienenverkehr geht – überall sind die Werkstücke extremen Belastungen ausgesetzt und müssen widerstandsfähig sowie beständig sein.

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(Bild: Thermission)

mei. Das neuartige Thermodiffusionsverfahren von Thermission steht für eine verlängerte Produktlebensdauer, höhere Festigkeit und damit auch für mehr Sicherheit. Denn mit der Thermission-Technologie behandelte Werkstücke zeugen von erhöhter Verschleiss- und Korrosionsbeständigkeit sowie ausgezeichneter Schweiss- und Lötbarkeit. Letzteres kommt zum Ausdruck durch die verbesserten Fügeeigenschaften – auch bei unterschiedlichen Metallen – sowie durch die Verringerung von Kontaktkorrosion.

Spezialisiertes Zink-Thermodiffusionsverfahren

Das Korrosionsschutzverfahren von Thermission zeichnet sich durch ein spezialisiertes Zink-Thermodiffusionsverfahren aus. Ein innovatives Verfahren von höchster Qualität, bei dem das Werkstück nicht nur oberflächlich, sondern auch in seinem Gefüge thermochemisch veredelt wird. Das Metallteil wird in einem Ofenprozess durch ein zinkhaltiges Pulvermittel bei Temperaturen bis zu 360 Grad gesättigt. Die daraus entstehende Zink-Metall-Verbindung, die sich bis tief im Gefüge des behandelten Werkstückes ausbildet, bewirkt einen tiefgehenden Schutz gegen Korrosion. Weiterhin wird durch das sehr materialschonende thermische Verfahren die Versprödung des behandelten Werkstückes vermieden und dessen Elastizität sowie Bruchsicherheit gestärkt. Nicht zuletzt ist die Thermission-Technologie ein sehr umweltfreundliches Verfahren, das durch die grössenskalierbare Ofentechnologie in der Behandlung auch von Bauteilen unterschiedlicher Geometrien zum Einsatz kommt. Die Vorteile der Technologie wurden durch Fachspezialisten von führenden Instituten sowie der Russischen Akademie der Wissenschaften erforscht und bestätigt.

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Russische Lastwagen

Das Thermodiffusionsverfahren brachte schon dieses Jahr die ersten Erfolge. Im März 2014 kam das Berner Unternehmen mit dem russischen Lastwagenproduzenten Kamaz ins Geschäft. Dieses beinhaltet ein Joint Venture für den Bau einer gemeinsamen Fabrikanlage in Russland sowie einen Grossauftrag für das Erstellen der Produktionsanlage. Ferner verpflichtet sich Kamaz, in allen Ländern der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) sämtliche für die Produktion benötigten Teile, welche vor allfälliger Korrosion geschützt werden müssen, bei dem Joint-Venture-Unternehmen Kamaz/Thermission mit der Thermission-Technologie bearbeiten zu lassen. Im Gegenzug stellt Thermission dem Joint Venture ihre Produkt- und Fertigungstechnologie zur Verfügung.

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