Suchen

BAK Frühjahresprognose 2017 MEM-Branche: Stimmung so gut wie lange nicht mehr

| Redakteur: Sergio Caré

Das vermeldet das BAK in Basel an der heutigen Tagung. Das hat weniger mit Trump zu tun, als dass die Rohstoffpreise angestiegen sind. Dies wirkt sich auf die Investitionsaktivität aus.

Firmen zum Thema

Ende April hat die Frühjahresprognose-Tagung des BAK Basel in Basel stattgefunden.
Ende April hat die Frühjahresprognose-Tagung des BAK Basel in Basel stattgefunden.
(Bild: BAKBasel)

Das BAK Basel rechnete Ende März 17 mit steigendem schweizer BIP für das laufende Jahr um 1.6 Prozent und für 2018 mit 1.8 Prozent. Daran hat sich auch ein Monat später in Basel an der heutigen Tagung nichts geändert. Der Einkaufsmanagerindex PMI zur globalen Industriekonjunktur befindet sich auf einem Drei-Jahreshoch. Aber nicht nur: Sämtlich Wirtschaftsindikatoren weltweit sehen für die folgenden Jahren durchaus positiv aus. Die Ökonomen gehen davon aus, dass Brasilien und China aus der Rezension kommen wird. Gleichzeitig soll der Ölpreis voraussichtlich auf dem heutigem Preisniveauvon ca. 52 Dollar pro Bareller bleiben. Die Phase der stark rückläufigen Treibstoffpreise ist beendet. Dadurch stabiliesiert der Ölpreis die Wirtschaft. Dies wirkt sich wiederum normalisierend auf die Inflation. Für die folgenden Jahren wird sie vom BAK auf auf 0.5 Prozent geschätzt.

Erholungstendenzen für die Industrie

Die europäische Notenbank EZB wird ihre Politik ab 2018 normalisieren. Dies wirkt positiv auf den Frankenkurs gegenüber dem Euro. Für das nächste Jahr sagen die Basler Ökonomen darum den Anstieg von 1.09 auf 1.12 CHF/Euro voraus. Dadurch wird die Margensituation entschärft. Bereits 2016 wurde die Margenerosion in der Industrie gegenüber dem Vorjahr gestoppt. Die Produzentenpreise der Industrie haben sich mehrheitlich stabilisiert.

Bildergalerie

Durch die regional stark abgestützte Erholung der Märkte, wiei n den USA und in anderen wichtigen Exportländern der Schweiz, werden die Ausrüstungsinvestitionen im laufenden Jahr 2017 anwachsen. Dadurch hat die MEM-Industrie so gute Bedingungen wie schon lange nicht mehr. Jedoch ist für die MEM-Industrie mit einem leichten Beschäftigungsrückgang zu rechnen.

Technologischer Fortschritt wird zum Schlüsselfaktor

Das Wachstum wird laut BAK für die nächsten 20 Jahren mehrheitlich Produktivitätsgetrieben sein. Positiv: Die Industrie wächst schneller als der Service-Sektor. Dadurch wird der Industrie-Anteil an der Gesamtwirtschaft ansteigen. Dies bedingt jedoch, dass der technologische Fortschritt auch in Zukunft den wichtigen Stellenwert behält den es jetzt noch hat. Ausgaben in (Weiter-)Bildung ist daher zwingen nötig. -sc-

(ID:44659205)