MEM-Industrie: Margendruck hält unvermindert an

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> In der schweizerischen MEM-Industrie haben sich die Auftragseingänge und Warenexporte im ersten Quartal 2011 positiv entwickelt. Im Vergleich dazu wuchsen die Umsätze deutlich verhaltener. Die Frankenstärke drückt teilweise massiv auf die Exportpreise und damit auf die Margen der Unternehmen. Swissmem befürchtet, dass sich die negativen Auswirkungen der Frankenstärke auf den Werk- und Denkplatz Schweiz im Verlaufe dieses Jahres akzentuieren werden.

Anbieter zum Thema

Die Schweizer MEM-Industrie wächst, hat jedoch mit dem starken Schweizer Franken zu kämpfen. (Bild: Reto Klink)
Die Schweizer MEM-Industrie wächst, hat jedoch mit dem starken Schweizer Franken zu kämpfen. (Bild: Reto Klink)

Die Nachfrage nach den Erzeugnissen der MEM-Industrie entwickelte sich sehr gut. Die Auftragseingänge der 290 Swissmem-Meldefirmen nahmen im ersten Quartal 2011 gegenüber der Vorjahresperiode um 27.3% (Inland +39.5% / Ausland +24.1%) zu. Allerdings kommt in diesem grossen Zuwachs ein starker Basiseffekt zum Ausdruck, denn der Auftragseingang im Vorjahresquartal lag mehr als 30% unter dem Vorkrisenniveau.

Umsätze nur moderat gestiegen

Im Vergleich zum Auftragseingang erhöhten sich die Umsätze spürbar moderater. Gegenüber dem ersten Quartal 2010 stiegen sie lediglich um 2.7% und verharrten damit 18% unter dem Vorkrisenniveau. Gemäss den Zahlen der Oberzolldirektion (OZD) erhöhten sich die Warenexporte der MEM-Industrie im ersten Quartal 2011 um 11.1%. Einmal mehr sticht dabei der Absatz in Asien (+27.3%) und insbesondere China (+73.5%) hervor. Im Vergleich dazu ist das Exportwachstum in die EU (+6%), in die über 60% der Erzeugnisse der MEM-Industrie ausgeführt wurden, eher bescheiden.

Diese Entwicklung hat sich auch in der Kapazitätsauslastung niedergeschlagen. Sie stieg auf 91,4% und liegt damit deutlich über dem Vorjahr (76.6%) und dem langjährigen Mittelwert (86.1%).

(ID:27467690)