MEM-Industrie: Margendruck hält unvermindert an

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Frankenstärke drückt weiter auf die Margen

Die Erholung der Nachfrage nach Produkten der MEM-Industrie setzte sich aufgrund der guten Weltkonjunktur fort. Die Frankenstärke trübt die Stimmungslage jedoch deutlich ein. Swissmem verfügt über zahlreiche Hinweise, dass der Druck auf die Exportpreise und damit auf die Margen der Unternehmen hoch ist. Die jüngste Statistik der OZD bestätigt spürbare Preisabschläge über die letzten drei Quartale. Durch den Wertverlust des US-Dollars seit Anfang Jahr hat sich die Ertragslage weiter verschlechtert. Die bestehenden Unsicherheiten im Euro-Raum deuten überdies kaum darauf hin, dass sich die Wechselkurssituation in den nächsten Monaten verbessern wird. Damit wird sich der Druck auf die Margen der Unternehmen nicht verringern.

Bisherige Massnahmen reichen nicht mehr aus

Die Unternehmen der MEM-Industrie haben bereits im Verlaufe des vergangenen Jahres auf die Frankenstärke reagiert. Sie kaufen vermehrt Vorleistungen im Euro-Raum ein und nutzen diverse Währungsabsicherungsinstrumente. Rigoroses Produktkostenmanagement und Effizienzsteigerungen sind weitere oft ergriffene Massnahmen, um die negativen Auswirkungen der Frankenstärke zu dämpfen. All diese Massnahmen reichen jedoch nicht immer aus, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu bewahren.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit setzt voraus, dass sich die Unternehmen über Innovationen von der Konkurrenz absetzen können. Solche Innovationen sind aber nicht über Nacht realisierbar. Swissmem befürchtet deshalb, dass die Unternehmen zu drastischen Massnahmen wie z.B. Produktionsverlagerungen ins Ausland und Stellenabbau im Inland gezwungen werden könnten. Bereits seit einigen Monaten beobachtet Swissmem, dass Neu- und Ersatzinvestitionen zunehmend im Ausland getätigt werden. <<

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