Autosalon Genf 2015

Messerundgang Genf: Fahrspass statt Autopilot

| Redakteur: Christian Otto

Klein aber fein. Der Salon in Genf bot wieder eine breite Auswahl an automobilen Träumen.
Klein aber fein. Der Salon in Genf bot wieder eine breite Auswahl an automobilen Träumen. (Foto: Christian Otto)

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Wieder bot Genf eine Vielzahl automobiler Träume. Doch trotz aller Designstreiche und Leistungssteigerungen treiben die Hersteller vor allem bei den alternativen Antriebstechnologien und der Vernetzung ihre Entwicklung voran. Das geschieht aber sichtbar nicht zu Lasten der Emotion.

Der diesjährige Genfer Automobilsalon bestach wieder mit Extremen. Neben den Edeltunern waren es insbesondere die deutschen OEMs, die mit ihren starken Sport- und Performance-Fahrzeugen für Aufmerksamkeit sorgten. Ob Audi mit dem neuen R8, Porsche mit dem Cayman GT 4, Mercedes mit dem CLA 45 AMG Shooting Brake oder Opel mit dem Corsa OPC – überall gab es das bisschen Mehr an Leistung und Fahrspass.

Trend: alternative Antriebe und Vernetzung

Natürlich zeigten die grossen Player auch ihre aktuellen Entwicklungen bei den beiden wichtigen Themen alternative Antriebe und Vernetzung. Und so verwundert es nicht, dass es beispielsweise den R8 auch in der e-tron-Variante zu bestaunen gab. Die elektrischen Antriebsformen zu vernachlässigen, wäre vor dem Hintergrund der weiterhin drückenden CO2-Vorgaben auch ein Fehler. Zudem müssen die Hersteller aufgrund des weiter ungebrochenen Interesses für SUV auf der Verbrauchsseite gegensteuern. Die zunehmende Vernetzung zeigte sich insbesondere in dem grossen, markenübergreifenden Angebot neuer Infotainment-Lösungen, die es dem Kunden auch im Auto bei der Endgerätenutzung an nichts fehlen lassen sollten. Und bei den Assistenzsystemen trumpften gerade die Fahrzeug-Neuerscheinungen mit einer noch grösseren Anzahl von Helferlein auf. Der überall diskutierte Megatrend des Autonomen Fahrens machte deutlich, dass diese Entwicklung noch lange nicht ausgereizt ist.

Neues Selbstbewusstsein

Während die deutschen OEMs also erneut durch ihre Vielzahl an Modellen und den dort meist führenden technischen Konzepten auffielen, blieben gerade französische und italienische Hersteller blass. Die asiatischen Marken suchten den Mittelweg zwischen herausragenden Konzeptfahrzeugen, technisch ausgefeilten Neuauflagen alter Bekannter und der Aufwertung absatzstarker Modelle. Andere Marken versprühten wiederum ein neues und teilweise auch berechtigtes Selbstbewusstsein. So war beispielsweise der Volvo-Stand vor allem wegen des XC 90 gut besucht. Und Jaguar Land Rover hatte mit dem XE ein Modell vor Ort, das den Briten neben der gewachsenen Anerkennung nun auch Volumen bringen dürfte.

Die Emotionen bleiben

Genf bildete also wieder die ganze Breite der Branche ab. Und auch wenn gerade das Automatisierte Fahren die Zukunft der Automobilindustrie darstellt, bot der Salon eine beruhigende Momentaufnahme: Das Fahren hat– zumindest in der nahen Zukunft – immer noch viel mit erlebter Emotion durch eigenständiges Fahren zu tun.

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