Big Kaiser: Programm Smart Damper erweitert Mit Dämpfung produktiver feinbohren

Redakteur: Konrad Mücke

Präzisionsbohrköpfe Smart Damper verhindern Schwingungen beim Tieflochbohren. So kann man deutlich produktiver fertigen. Die Bohrwerkzeuge verwirklichen bessere Oberflächengüten. Deshalb hat Big Kaiser sein Programm um zwei weitere Varianten ergänzt.

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Kleine Durchmesser ohne Vibration tief feinbohren: Steilkegel Sk50 kombiniert mit Feinbohrkopf Smart Damper mit 25 mm Durchmesser.
Kleine Durchmesser ohne Vibration tief feinbohren: Steilkegel Sk50 kombiniert mit Feinbohrkopf Smart Damper mit 25 mm Durchmesser.
(Bild: Big Kaiser)

Die beiden aktuell vorgestellten Feinbohrköpfe EWN Smart Damper ermöglichen, Bohrungen mit Durchmessern zwischen 20 und 47 mm ohne Vibrationen der Bohrer zu fertigen. Die Ausführung CK1 ist 100, die Variante CK2 ist 125 mm lang. Beide sind als Monoblock ausgeführt. Sie verkürzen den Abstand vom Dämpfungsmechanismus zur Schneide sprich der Vibrationsquelle. Das verbessert erheblich die Schwingungsdämpfung am Werkzeug und minimiert somit Vibrationen. Deshalb eignen sich diese Feinbohrköpfe bestens für kritische Anwendungen, die sehr lange Werkzeuge erfordern. Das betrifft unter anderem tiefe Bohrungen in der Automobil-, der Energie- und der Luftfahrtindustrie.

Modular konzipiert

Das modulare Bohrkopfsystem CK beziehungsweise CKB von Big Kaiser ist mit konventionellen Spindeln kompatibel. Es ermöglicht vielseitige Werkzeugkombinationen zum Feinbohren bis zu 10 x D. Alle Varianten der Feinbohrköpfe Smart Damper haben eine Kühlmittelzufuhr durchs Zentrum. Für jede stehen drei unterschiedliche Wendeplattenhalter zur Verfügung. «Mit unserem innovativen Dämpfungssystem lassen sich einige zuvor unmögliche Anwendungen realisieren. Nach der Markteinführung im Jahr 2012 hat das System Smart Damper sehr schnell eine breite Marktakzeptanz erreicht, mit weltweit Tausenden von Produkten im Einsatz», sagt Marco Siragna, Produktmanager bei Big Kaiser. Ursprünglich wurden die dämpfenden Feinbohrköpfe für die zwei Arbeitsgänge Bohren und Fräsen entwickelt. Seither hat der Rümlanger Hersteller die Produktlinie kontinuierlich erweitert, um weiteren Forderungen von Anwendern zu entsprechen. Zu den modularen Systemen fürs Bohren und Fräsen gehören heute Monoblock-Ausführungen zum Fein- und Aufbohren, Aufnahmen CK und Verlängerungen sowie Varianten zum Drehen auf Drehmaschinen.

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Grösseres Spektrum an Kombinationen

Die beiden jüngst präsentierten, als Monoblock ausgeführten Varianten der Feinbohrköpfe Smart Damper sind für 20 bis 36 beziehungsweise 25 bis 47 mm Durchmesser ausgelegt. Solche Durchmesser liessen sich bisher einzig mit einer besonders langen Hartmetallstange unter sehr konservativen Bedingungen bearbeiten. Verbindet man diese Hartmetallverlän­gerungen mit den Monoblock-Varianten der dämpfenden Feinbohrköpfe, ergeben sich bisher nicht zu realisierende Kombinationen an Werkzeugen und Bohrungstiefen beziehungsweise -durchmessern. So kann man eine 220 mm lange Hartmetallstange mit einem Feinbohrkopf Smart Damper CK2-EWN-25DP-125 kombinieren. Damit lassen sich Bohrungen in einem Bauteil aus Guss­eisen GGG50 mit einem Längen-Durchmesser-Verhältnis 11:1 (gesamte Auskragung des Werkzeugs 380 mm) bei 300 m/min Schnittgeschwindigkeit, 0,06 mm Zahnvorschub pro Umdrehung und 0,2 mm radialer Zustellung auf einem horizontalen Bearbeitungs­zentrum mit Werkzeugaufnahme Sk50 auf höchste Oberflächengüte be­arbeiten. - kmu - SMM

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