Kuka

Mit dem Leichtbauroboter in eine neue Ära der Automatisierung

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In dem vorgestellten Piloteinsatz wurden die beiden Leichtbauroboter in eine bestehende Linie integriert, an der zuvor manuell montiert wurde. Sie fädeln Tellerräder und Lagerschalen in Getriebegehäuse ein, fahren dafür aber keine vorprogrammierten Bahnen ab. Dank ihrer sensorgesteuerten Kraftmomentregelung tasten sie sich an Objekte heran und stellen sich auf veränderte Bedingungen ein. Sollte sich beispielsweise ein Bauteil nicht in der optimalen Position befinden, passen die Leichtbauroboter ihren Bewegungsablauf entsprechend an. Dabei kommen sie mit einfachen Werkzeugen ohne aufwendige Greifersensorik aus.

Den neuen Ansatz bei dieser Applikation veranschaulichte Manfred Gundel, Geschäftsführer der Kuka Roboter GmbH. „Industrieroboter erledigen eine Aufgabe 1000 Mal, die neue Robotergeneration 1000 Aufgaben, wenn es sein muss, nur ein Mal.“ Und schon damals stellte er treffend fest: „Der Leichtbauroboter ist ein Meilenstein für die Zukunft der Robotik und er wird neue industrielle Anwendungen für die Automatisierung öffnen.”

Schwerlastroboter schafft Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde

Aber auch in der klassischen Industrierobotik blieb Kuka nicht untätig. 2007 wurde der Schwerlastroboter KR 1000 titan im historischen Kraftwerk Rottweil während der „Nacht der Weltmeister” der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen dieses besonderen Events vor rund 150 geladenen Gästen zeigte der erste Industrieroboter der Welt mit einer Traglast von 1000 kg, was er heben kann. Und damit sicherte sich der Titan einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde.

Auf der Messe Automatica 2010 feierte die neue Roboterserie KR Quantec ihre Premiere. Mit einem Modellspektrum von 15 Grundtypen deckte erstmals eine einzige Roboterfamilie den Traglastbereich von 90 bis 300 kg bei Reichweiten von 2500 bis 3100 mm komplett ab. Die KR-Quantec-Roboter zeichnen sich durch bis zu 160 kg weniger Gewicht und 25 % weniger Volumen im Vergleich zur Vorgängerserie aus.

Die leichteren Bauteile ermöglichen eine höhere Dynamik und kürzere Taktzeiten. Doch nicht nur mit dem Roboter machte Kuka die Automation leichter. Bei der ebenfalls neuen Steuerung KR C4 sind nicht nur Roboter-, Bewegungs-, Ablauf- und Prozesssteuerung integriert, sondern auch die komplette Sicherheitssteuerung. Kuka hat bei dem Steuerungssystem konsequent auf limitierende Hardware verzichtet und diese durch intelligente Softwarefunktionen ersetzt.

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